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Erste Sitzung als Fed-Chef: „Kevin Warsh hat einen gefährlichen Plan“

16. Juni 2026
Raimund Brichta
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von Raimund Brichta

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Kommentare

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  • Andreas B sagt:

    Und das heißt konkret für deine weitere Jahreseinschätzung der Märkte S&P500 bzw. Dax, Raimund? Denkst du, eine stärkere Korrektur steht kurz bevor oder eher erst im September/Oktober? Stehen wir zum Jahresende trotzdem höher als heute?

    Alles auch unter dem Blickwinkel „die neue FED“.

    Falls du also deine Glaskugel aus der Mottenkiste mal wieder findest, befrage sie mal… 😉

  • Michael sagt:

    Den Bilanzabbau seit Sommer 2022 hat die FED bisher ganz ordentlich hinbekommen

    https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/bst_recenttrends.htm

    Japan hat die Zinsen erhöht, China scheint Schwierigkeiten zu haben…
    Faktor Geld negativ für ein Weilchen wäre mal wieder ne coole Sache zur Abkühlung…

    Volkers „Insert Coin“ Artikel ist ebenfalls aussagekräftig (neben seiner Kreativität).

    Rein subjektiv wirken die ca 6 Bio USD Bilanzsumme für mich mittlerweile wie Peanuts im Vergleich mit all den Summen, mit denen jongliert wird.

    • Raimund Brichta sagt:

      6 Billionen als Geld vernichtet, das wäre ne große Hausnummer – noch dazu, da es sich um Zentralbank-Geld handelt. Unser System braucht das Gegenteil von Geldvernichtung – nämlich Geldvermehrung.

      • Michael sagt:

        Eben, die Fed hat von knapp 9 Bio ohne Blessuren auf ca 6,5 Bio reduziert…

        …warum nicht noch bspw eine weitere Billion ohne Blessuren?

        Irgendwoher scheint ja ausreichend Liquidität zu kommen….

        • Raimund Brichta sagt:

          Wenn du das erste halbe Jahr anguckst, hat die Fed schon wieder die Bilanzsumme ausgeweitet. Das war ja ihr neues QE, das sie nicht QE nannte 😉

          Ein großer Teil der neuen Liquidität kam in den letzten Jahren übriges aus den japanischen Carry Trades. Aber die laufen nun langsam aus.

          Wie man es auch dreht und wendet, es könnte eng werden, wenn Warsh seine „Drohung“ wahr macht.

          Der Bilanzabbau geht so lange gut, solange er gut geht. Erinnerst du dich noch an Janet Yellen und „trocknende Wandfarbe“? Die trocknete eine ganze Weile unbeachtet vor sich hin – bis Ende 2018 der große Knall kam an den Märkten. Danach hat die Fed nicht nur einen Rückzieher gemacht und den Abbau gestoppt, sondern sie hat schon lange vor Corona wieder Gas gegeben.

          • G.braig sagt:

            Wenn die FED Ihre Bilanz zurückfährt wird die Börse den Rückwärtsgang einschlagen. Dort wo die Anleger die meisten Gewinne haben wird verkauft also im KI Bereich. Wenn man die Charts mancher Unternehmer anschaut kann die Fallhöhe recht tief sein, deshalb gilt Holzauge sei wachsam.

            • Marco Dargel sagt:

              Oder sie verkaufen deutsche Aktien, die seit 12 Monaten nichts gemacht haben. Wenn ich mir Aktien wie Church&Dwight, Pepsi Cola, P&G , etc angucke, dann habe sehr viele US Aktien nichts gemacht: Schaue Dir ruhig noch mal Novo Nordisk oder Fiserv an.

              Es könnte auch sein, dass man seine schlechtesten Werte verscherbelt. Wenn ich mir z.B. unsere Versorger nehme und mit US Versorgern vergleiche, dann spielen die das Lied, Stagnation in Deutschland, Wachstum in den USA. Ich würde im Ernstfall unsere Versorgen verkaufen:

              Und nein, ich habe keine deutschen Versorger

              • Peter Czeck sagt:

                Hi Marco, „wenn ich mir unsere Versorger nehme“
                Bin zufrieden. RWE 1 Jahr + 54,58%, Eon + 19% die Dividenden kommen obendrauf. Auch wir brauchen künftig viel Energie…KI, Elektroautos. Oha meine Siemens Energy vergessen + 93%. Ist doch besser als 2% am Sparbuch.🤔

                • Marco Dargel sagt:

                  Und nun nimmst Du US Versorger.

                  • Peter Czeck sagt:

                    Hi Marco, v. US Versorgern habe ich nur consolidetid Edinson = 5 % + in 1 Jahr. Also bin ich auch zufrieden, aber besser als Siemens Energy? Oder meinst du den Wahre Werte Wert Thermo Fisher. Den hab ich nicht im Depot – finde die Kursentwicklung auch nicht so berauschend. Ich erinnere mich aber, daß ich vor einiger Zeit Eni u. Iberdrola – europäische Versorger kaufen wollte ich wg. der hohen Verschuldung aber leider zurückschreckte. Müsste nachgucken, aber die haben sich wohl auch glänzend entwickelt. Meiner Ansicht eignen sich Versorgeraktien nicht für die USA/DAX/Eurostockxdiskussion. Energie wird künftig –weltweit– überall weiter stark nachgefragt.

                • Michael sagt:

                  „Auch wir brauchen künftig viel Energie…KI, Elektroautos.“

                  Für KI vergleichsweise wenig – die Rechenzentren werden größtenteils außerhalb Deutschlands gebaut. Das ist grotesk, wenn man die Bevölkerungsanzahl und die aktuelle Wirtschaftskraft heranzieht im internationalen Vergleich.

                  Das ist das Ergebnis der „Klimapolitik“ seit Frau Merkel: Energie künstlich verteuern, Windrädchen aufbauen, Atomkraft abschalten etc

                  Gewünschter Abstieg – meiner Meinung nach.

                  Durch die steigenden Defizite kann der deutsche Steuerzahler weiter gemolken werden, denn NOCH gibt es hierzulande ERARBEITETE Vermögen.

                  Diese sind nicht weg, sie wandern nur in andere Taschen.

                  Auch ein Mittel der sogenannten „Eliten“ ihr Vermögen auszubauen…

                  Das alles begreifen nur die wenigsten.

                  • Marco Dargel sagt:

                    Oh, ich denke auch, dass wir absteigen werden: Wir verpassen alle neuen Technologien: Wenn Deutsche etwas aufbauen wollen, gehen sie in die USA, niemand hat Bock auf unsere teure ausufernde Bürokratie. In 15 Jahren ist Klimaschutz so ein Luxus, dass ihn sich verarmte Länder nicht mehr leisten können. Wir werden dazu gehören. Aktuell nimmt nur noch Europa Klimaschutz ernst und hat null Potential es zu beeinflussen. Alle großen Wirtschaftsmächte sind ausgestiegen, von Indien, China bis zu den USA. Das bedeutet nicht, dass ich Klimaschutz für Nonsens halte. Aber es sinnlos ohne die großen Wirtschaftsblöcke.

                    Dass wir aktuell von unseren Steuergeldern ein Atomkraftwerk in Polen mitfinanzieren. Huch stimmt nicht. Wir bezahlen die EU und die finanzieren das Atomkraftwerk. Wir sind ja fein raus. Wir machen es ja nicht direkt.
                    Die Zukunft von Deutschland heißt Griechenland: Zu viele Beamte, zu viel Sozialstaat, kaputte Wirtschaft und kein Geld. Dafür können wir eines Tages vielleicht sagen, wir haben Putin fertig gemacht. Dämlicher Weise leben wir in einer Welt, in der man das auch bezahlen muss.

                    Es hat aber auch Vorteile: Irgendwann steht bei Penny nicht mehr, wir suchen Mitarbeiter. Dann geht man rein und sie haben alle Kassen auf. Weil sie genug Mitarbeiter haben.

                    Oder da stehen Maschinen, made in China oder USA. Made in Germany wird da nicht drauf stehen

                  • Peter Czeck sagt:

                    „Klimapolitik“ hi Michael ich bin in Sachen Klima nicht wirklich auf dem letzten Stand. Habe nur gelesen, daß USA und China beim Ausbau der Sonnenenergie vor uns liegen. Als Laie interessiert mich aber insbesondere die Frage: Wie erklärst du dir die aktuelle Hitzewelle mit Hitzetoten?

                    • Raimund Brichta sagt:

                      mich hast du zwar nicht gefragt, aber El Ninjo könnte dabei eine Rolle spielen.

                      • Werner sagt:

                        El Nino mag die aktuelle Wettersituation vielleicht noch verstärken. Allerdings tritt dieses Phänomen schon seit Jahrtausenden alle paar Jahre auf, ohne dass davon berichtet worden wäre, dass in unseren gemäßigten Breiten im Juni über einen längeren Zeitraum Temperaturen von 40 Grad herrschen.

                      • Peter Czeck sagt:

                        Habe mal die KI zum Zusammenhang befragt… Antwort KI: Ja der menschengemachteKlimawandel trägt deutlich zur Verstärkung des El Nino Phänomens bei. Hoffentlich stimmt’s nicht….. Beste Grüße nach hessisch Sahara von der blauen Burg/Falkenstein…sehr gute Küche

                      • Werner sagt:

                        El Nino mag vielleicht die aktuelle Wettersituation verstärken. Dieses Phänomen kommt seit Jahrtausenden alle paar Jahre wieder. Man hat aber nicht gehört, dass El Nino in unseren gemäßigten Breiten im Monat Juni eine längere Periode mit 40 und mehr Grad Hitze ausgelöst hätte.

                      • Sandro sagt:

                        Zum El Niño:

                        „Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimawandel zusammen. „Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich“, heißt es in einer Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die natürliche Wärmephase durch das Wetterphänomen El Niño spiele hingegen „keine Rolle bei der Steigerung der Hitze“. Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschern zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren „praktisch unmöglich“ gewesen.“

                        Quelle n-tv: https://www.n-tv.de/panorama/Hitzewelle-steuert-auf-Hoehepunkt-zu-A2-teilweise-gesperrt-id31015647.html

                        Link zur dort zitierten Studie: https://www.worldweatherattribution.org/fossil-fuel-emissions-have-rapidly-worsened-european-heatwaves-in-just-a-few-decades/

                    • Sandro sagt:

                      Na ja, man könnte sich z. B. mal über den 5-Jahresplan der Chinesen informieren. Was sie dort beschließen, das machen sie normalerweise auch…

                      Man kann sich auch über ganz viele andere Dinge informieren und einfach mal aufhören mit den Framings „Klima“ und „Ideologie“.

                      Viele Leute scheinen auf dem Stand der Technik von anno dazumal stehen geblieben zu sein. Sie sind halt einmal falsch abgebogen, und da kommen sie jetzt nicht mehr raus.

                      Die Vahrenholts, Reichelts, und Tichys dieser Welt werden sicher noch viele Jahre weiter schwurbeln. Aber eines Tages wird ihnen vermutlich keiner mehr zuhören…

                      • Michael sagt:

                        @Sandro: Dann erkläre uns doch bitte, warum die Werkbank China mit 1,4 Mrd Einwohnern erst ab 2060 „klimaneutral“ sein soll, während Deutschland bereits 2045 „klimaneutral* sein muss und wird.

                        • Sandro sagt:

                          Bereits in der Fragestellung stecken ein paar Fehler.

                          1. Deutschland wird 2045 voraussichtlich nicht klimaneutral werden. Ob es das muss, sein sollte, könnte, dürfte, Grundgesetz. etc, wird sich zeigen und zu hinterfragen sein, ist aber erst einmal scheißegal.

                          2. China ist keine „Werkbank“ mehr. Eher eine Technokratie. Ob sie 2060 vollständig klimaneutral sein werden, weiß kein Mensch.

                          3. Wie ich schon oben sagte, sollte man einfach mal aufhören mit dem üblichen Framing. Streich mal Worte wie „Klima“ und „Ideologie“, dann bekommst Du vielleicht einen klareren Kopf. Das ist natürlich nur eine Hilfestellung für den Anfang.

                          • Michael sagt:

                            Lieber Sandro,

                            Ich zitiere
                            „Bereits in der Fragestellung stecken ein paar Fehler.“
                            „ist aber erst einmal scheißegal.“
                            „dann bekommst Du vielleicht einen klareren Kopf.“
                            „Das ist natürlich nur eine Hilfestellung für den Anfang.“

                            Bitte nutze dieses Forum nicht erneut für persönliche Beleidigungen bzw Abwertungen, die im Endeffekt einem Frustabbau gleichkommen.

                            Wir erinnern uns alle an Dein „mir platzt gleich die Hutschnur“-Zitat. Vielsagend.

                            Ich habe lediglich nach einer Erklärung gefragt, warum Deutschland bis 2045 klimaneutral sein soll, und China erst ab 2060.

                            Ich erwarte keine Antwort von Dir.

                            Die Frage ist insbesondere an alle gerichtet, und soll zum Nachdenken anregen.

                            Nicht mehr, nicht weniger.

                            Vielen Dank.

                            • Sandro sagt:

                              Oh je, das mit dem „klararen Kopf“ war etwas hart formuliert, beleidigen sollte es nicht… Wenn Du Dich ständig mit mindestens vorwurfsvollem oder provozierendem Unterton (Dauerfeuer) zu Inhalten der Energieversorgung oder ähnlichen Themen äußerst, solltest Du Dich allerdings wirklich nicht wundern, wenn andere dann irgendwann mal wieder schroff reagieren….

                              „Wir erinnern uns alle…“ Sprichst Du im Pluralis Majetatis, oder wie meinst Du das? Ich glaube jedenfalls, „wir“ (zumindest ich) erinnern „uns“ auch ganz andere Dinge von Dir. Die waren alles andere als harmlos und nicht einmal annähernd vergleichbar (Du würdest es nicht wollen, wenn alles auf der Waage landete)…
                              „Frust abbauen?“ Wie kommst Du denn darauf?

                            • Sandro sagt:

                              Ungeachtet dessen, dass ich nicht glaube, das Deutschland 2045 klimaneutral wird (s. o.), gebe ich jetzt noch einmal eine altbekannte Antwort auf die Frage (habe ich mir nicht selbst ausgedacht):

                              1. Die CO2-Emissionen sind kummulativ in der Atmospäre. Deshalb macht es einen sehr großen Unterschied, ob man früh oder spät damit anfängt, sie zu reduzieren und schließlich ganz zu beenden (netto). In Deutschland hat man das Jahr 2045 festgelegt.
                              2. Deutschland hatte früher über viele Jahrzehnte als Industrieland viel mehr CO2 emittiert als China. Deshalb sah man sich China nicht in der Pflicht so schnell mitziehen, Deutschland dagegen vorrangig in der Bringschuld. Das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen: Ungeachtet dessen, dass China mittlerweile Hauptemittent ist, wäre es zumindest aus früherer Sicht unfair gegenüber China gewesen, sie in gleicher Weise in die Pflicht zu nehmen. Pro Kopf gerechnet, emittiert China sogar heute noch weniger als bspw. die USA.

                              Nun zu dem, was ich meine: Die Erneuerbaren boomen international in unglaublich starkem Tempo, und dies hat offensichtlich gar nicht mehr so viel mit Klimaschutzbemühungen zu tun. Stattdessen lohnt es sich für viele zunehmend. In China hat man das längst erkannt und setzt es um. Nicht als „Werkbank“, sondern im Rahmen einer Art Technokratie (seieh 5-Jahresplan). Wenn man aufhört, alles mit „Klima“ zu framen, wird man das leichter erkennen. Man hätte einen „klareren Kopf“ dafür. Und dann wird es eigentlich auch immer irrelevanter (= scheißegal), über exakte Zeitpunkte zum Erreichen völliger Klimaneutralität zu reden und sie zu vergleichen. Sie erscheinen ja ohnehin unrealistisch. Die Erneuerbaren setzen sich zunehmend unabhängig von Klimaschutzversprechen durch. Aber es wird wahrscheinlich noch lange dauern, bis sich diese Erkenntnis in allen Köpfen durchsetzt.

                            • Sandro sagt:

                              Übrigens: Falls Du noch einmal mit dem Hutschnur-Zitat ankommen solltest (damals von meiner Seite übrigens nicht unberechtigt), dann platzt mir die Hutschnur vielleicht noch ein zweites mal. Denn Du hast bereits mehrfach versucht, das gegen mich anzubringen und das bereits beim ersten mal genüsslich ausgekostet. Das habe ich nicht vergessen. Und da Du Chris belehrt hast, was dieses Blogs nicht würdig sei (so etwas hat auch schon mal jemand anders geschrieben), sage ich Dir auch: Auch all Deine anderen früheren Versuche, mich als Soziopathen darzustellen, waren es ganz sicher nicht. Soviel noch dazu, nur für die Zukunft.

                              • Aries Eeberg sagt:

                                Sandro, denke an die 3 Affen und gehe keinem hier auf den Leim.

                              • Michael sagt:

                                Sandro, ich habe Dich nie als Soziopathen dargestellt.

                                Google KI:
                                „Als Soziopathen werden Menschen bezeichnet, die an einer antisozialen (dissozialen) Persönlichkeitsstörung leiden. Typische Merkmale sind ein starker Mangel an Empathie und Schuldbewusstsein, manipulatives Verhalten, Impulsivität und Schwierigkeiten, sich an gesellschaftliche Normen zu halten.“

                                Nach meiner Einschätzung hast Du eine zu große Empathie, und ein zu großes Schuldbewusstsein.
                                Dadurch bist Du leichter zu manipulieren – bestimmte Gruppen nutzen dies aus…

                                Impulsiv und mangelnde Gelassenheit ja – aber daran kann man arbeiten.

                                Du musst Dich doch wirklich nicht ärgern, wenn ein wildfremder Mensch eine andere Meinung vertritt als Du.

                                Leben und leben lassen.

                                • Sandro sagt:

                                  „Dadurch bist Du leichter zu manipulieren – bestimmte Gruppen nutzen dies aus…“

                                  Das kann ich so nicht stehenlassen. Denn das bestätigt ein Klischee, dem leider viel zu viele Menschen verfallen sind. Sie glauben, andere ließen sich ständig manipulieren (z. B. durch die sog. „Mainstream“-Medien) und merken gar nicht, dass sie sich selbst manipulieren lassen. Sie halten sich selbst für aufgeklärter und merken gar nicht, dass sie selbst Falschaussagen, Halbwahrheiten und Desinformation auf den Leim gehen, z. B. durch sog. „alternative Medien“ oder z. B. auch durch die noch vergleichsweise harmlose Springer-Presse. Leider ist selbst das Qualitätsmedium FAZ bei Energiethemen immer weniger ernst zu nehmen. Ich habe mir selbst ein Bild davon gemacht: In alternativen Medien (die viele mittlerweile wie Mainstream-Medien nutzen) kommen z. B. Pseudo-Experten zu Wort oder solche, die einfach irgendwann mal falsch abgebogen sind und seitdem in ihren Dogmen gefangen sind. Sie spielen mit Ängsten (z. B. vor dem wirtschaftlichen Abstieg oder z. B. vor dem immer wieder beschworenen baldigen Zusammenbruch der Stromnetze) und sie nutzen das komplette rhetorische Repertoire zur gezielten Stimmungsmache aus (z. B. häufig Strohmann-Argumgente mit verdrehten Aussagen etc.). Manchmal wird auch einfach so platt gelogen, dass sich die Balken biegen.

                                  Warum Leute überhaupt so denken, solche Medien konsumieren und so sehr an ihren „eigenen Wahrheiten“ festhalten, können Psychologen erklären (Stichwort u. a.: kognitive Dissonanz).

                                  Wie schon oben angedeutet, empfehle ich bei Themen zur Energieversorgung einfach einmal, die Faktenlage völlig losgelöst vom Thema Klima zu betrachten. Dabei sollte man sich von eingeübten Vorstellungen befreien: Z. B. dass alles, was gut für’s Klima ist, immer automatisch teurer sein muss. Es hat sich nämlich im Laufe der Jahre sehr viel verändert. Dinge, die früher einmal stimmten, sind heute nicht mehr richtig. Dabei sollte man den Unterschied zwischen Kosten und Investitionen berücksichtigen. Man sollte z. B. einmal fragen, wie sinnvoll es ist, riesige Milliarden für den Import fossiler Energien ins Ausland zu überweisen. Geld, das komplett dem heimischen Wirtschaftskreislauf entzogen ist. Das sage ich auch im Hinblick auf den befürchteten wirtschaftlichen Abstieg: Können wir uns das zukünftig überhaupt noch leisten? Es gibt Länder, in denen man das erkannt hat und reagiert hat. Man sollte einen Blick dafür haben, was wirklich in der Welt geschieht, anstatt z. B. Schlussfolgerungen aus Äußerungen von politischen Personen wie Trump zu ziehen.

                                  Natürlich kostet die völlige CO2-Neutralität viel Geld, und auch ich wünsche mir keinen wirtschaftlichen Abstieg. Aber man kann ja auch erst einmal „kleiner Brötchen backen“. Es gibt nämlich auch „tiefhängende Früchte“. Dinge, die man machen kann und die sich über viele Jahre rechnen können und so dem wirtschaftlichen Abstieg sogar entgegenwirken.

                    • Michael sagt:

                      „Wie erklärst du dir die aktuelle Hitzewelle mit Hitzetoten?“

                      Antwort: Weil das RKI anfängt „Hitzetote“ zu zählen, und die Medien Angst und Panik verbreiten. Funktioniert in Deutschland wie man sieht.

                      Frage an Dich: warum gab es über Jahrtausende hinweg in Afrika, im Mittelmeerraum usw keine Hitzetote?
                      Wie hat die Menschheit das nur überleben können, ganz ohne Klimaanlagen?

                      • Sandro sagt:

                        „Wie hat die Menschheit das nur überleben können, ganz ohne Klimaanlagen?“

                        Ganz einfach: Weil die meisten Menschen davon nicht gestorben sind. Außerdem war es ja früher etwas weniger heiß (zumindest meistens). Und Klimaanlagen gab es früher natürlich auch nicht. Auch heute gibt es ja nicht überall Klimaanlagen. 😉

                        Warum stellst Du solche Fragen? 😉

  • Marco Dargel sagt:

    Also Ihr seid etwas verblendet: Deswegen möchte ich mal etwas aufklären:
    1) Es sterben mehr Menschen durch Kälte als durch Hitze und zwar um ein Vielfaches
    2) Es gab schon einmal einen Klimairrtum. Das wissen aber nur die Alten: Ich sage nur Ozonloch. Es wurde natürlich besiegt, weil alle zusammengearbeitet haben, aber es gibt keine Begründung, warum wir heute ein Vielfaches an FCKW rausballern und rausgeballert haben, ohne dass ein zehnmal so großes Loch entstanden ist. Zur Zeit gibt es kein nennenswertes Ozonloch. Das bedeutet, dass was vor 40 Jahren gesagt wurde, war falsch. Auch alles was heute gesagt wird, kann falsch sein.
    Das Leute den Klimawandel leugnen hat auch eine Ursache: Die Vergangenheit !!

    • Sandro sagt:

      Zu 1) Ja, das stimmt und wird – soweit ich weiß – auch nicht bestritten.

      Zu 2) Es ist doch ganz einfach: Ein Problem wurde erkannt, und dann wurde darüber geredet. Natürlich auch mit Übertreibungen, etwas Panikmache, aber vermutlich auch Interessensgruppen, die das Gegenteil behaupteten oder das Problem klein reden wollten, und anderen, die dann falsche Behauptungen nacherzählten. Aber weil so viel darüber geredet wurde, wurde das Problem dann auch gelöst. Mit dem Waldsterben war es genauso.

      Dass wir heute ein „Vielfaches an FCKW rausballern“ wäre mir neu. Hättest Du irgendeine Quelle dazu?

      • Chris sagt:

        Hat er nicht, denn es stimmt schlichtweg nicht.

      • Sandro sagt:

        Noch eine Anmerkung zur Aussage: „Es sterben mehr Menschen durch Kälte als durch Hitze und zwar um ein Vielfaches“

        Wie gesagt, ist das richtig, soweit ich weiß. Allerdings muss dazu ebenfalls gesagt werden, dass Studien zufolge der durch den Klimawandel bedingte Anstieg von Hitzetoten größer ist als der gleichzeitig im statistischen Mittel zu beobachtende Rückgang von Kältetoten.

    • Michael sagt:

      Der Begriff „Hitzetote“ ist übrigens kompletter Nonsens, und wird bewusst von den Medien propagiert um Angst und Panik zu verbreiten.

      Leicht durchschaubares Spiel, aber dennoch fallen viele darauf rein.

      • Chris sagt:

        Wenn Du etwas medizinischen Sachverstand hättest, lieber Michael, würdest Du wissen, dass große Hitze massiven Stress für den Körper bedeutet. Bei älteren Menschen, chronisch Kranken oder Menschen mit Herzproblemen fûhrt das dann schonmal deutlich schneller zu Herz-Kreislauf-Versagen, Schlaganfällen oder akutem Nierenversagen.
        Jetzt stell Dir mehr Wochen wie diese vor und die vielen Menschen die beispielsweise in Dachgeschosswohnungen wohnen und dann erkläre mir, warum es nicht zwangsläufig bei solchen Hitzewellen zu mehr Todesfällen, als ohne diese Hitzewellen kommen soll.

        • Michael sagt:

          „Wenn Du etwas medizinischen Sachverstand hättest, lieber Michael“

          Auch wieder so eine faszinierende Formulierung… 😉

          Wenn Du die Welt bereisen würdest (ich hoffe Du kannst dies lieber Chris), könnest Du feststellen dass Deutschland eines der kältesten Länder weltweit ist. Und die Menschen in vielen anderen, wärmeren Ländern, mit Hitze seit Jahrtausenden umgehen können. In diesen Ländern hat keiner jemals angefangen „Hitzetote“ zu zählen. So ein Nonsens wird nur in Deutschland gemacht.

          Und ja, Alte, Schwache und extrem Übergewichtige sterben irgendwann einmal an irgendwas.

          • Chris sagt:

            „bewusst von den Medien propagiert um Angst und Panik zu verbreiten.“
            Eine genauso faszinierende Formulierung. 🙂

            Zum eigentlichen Punkt: Ich halte fest, dass Du mir zustimmst, dass durch starke Hitzewellen mehr Menschen in Deutschland sterben, als wenn es weniger starke Hitzewellen gäbe. Dir ist es anscheinend nur egal, da die Menschen ja „irgendwann sowieso an irgendwas sterben werden“.

            • Sandro sagt:

              Ich hoffe, es lesen keine „Alten, Schwachen und extrem Übergewichtigen“ mit. 😉

            • Michael sagt:

              Nochmal: Deutschland ist eines der kältesten Länder weltweit. Aber zählt fleißig „Hitzetote“, flankiert von Panikartikeln der hiesigen Medien.

              Wer sich davon anstecken lassen will soll es nur tun und sich das Leben in ständiger Angst versauen lassen.

              In südlichen Ländern kam niemand auf den Gedanken „Hitzetote“ zu zählen.

              Nochmal: freiwillig fliegen Millionen Deutsche jedes Jahr im Hochsommer in den Süden – sicherlich nicht mit „Hitzetot-Suizidgedanken“.

              Mir ist auch kein weiteres Land auf der wunderschönen Erde bekannt, was sich „Klima-Neutralität“ ins Grundgesetz / die Verfassung schreiben lässt.

              Gerne kannst Du uns erklären, Chris, welchen Einfluss die CO2-Einsparungen Deutschlands auf die „globale Klimaerwärmung“ hat.

              Haben die massiven CO2-Einsparungen schon „den Planeten runtergekühlt“, oder wenigstens die Klimaerwärmung reduzieren können?

              Welche Effekte wurden erzielt?

              • Chris sagt:

                Deine Antworten sind wie immer nichts als Ablenkung vom eigentlichen Thema.
                Du und die ganzen Klimawandelleugner wollen, obwohl seit Jahren mehr als offensichtlich, nicht einsehen, dass sie einfach auf dem Holzweg sind.
                Als nächstes kommt vermutlich dann die Argumentation: Was wir haben 45 Grad? Was soll daran schlimm sein, die Leute gehen jede Woche in die Sauna und das ist sogar gesund!

                • Michael sagt:

                  Chris: Da Du Dich ja so gut mit Klimawandel etc auskennst habe ich die folgenden Fragen an Dich

                  1) welchen Einfluss haben die CO2-Einsparungen Deutschlands auf die „globale Klimaerwärmung“?

                  2) Haben die massiven CO2-Einsparungen schon „den Planeten runtergekühlt“, oder wenigstens die Klimaerwärmung reduzieren können?

                  3) Welche Effekte wurden erzielt?

                  Wenn Du die einfachen Fragen nicht beantworten kannst oder willst ist das in Ordnung.

                  Aber bitte behalte Deine Beleidigungen für Dich; sie werten Raimunds Forum ab.

                  Danke.

                  • Chris sagt:

                    LOL. Welche Beleidigungen? Leugnest Du etwa nicht den menschengemachten Klimawandel? Alles, was ich von Dir hier lese, klingt stark danach. Aber ich lasse mich gerne korrigieren.

                    Und zu Deinen Fragen. Warum sollte ich auf Deine Fragen antworten, Du antwortest doch auf nie auf Fragen der anderen, sondern reagierst nur mit Gegenfragen.
                    Das, mein lieber Michael, wertet ein Forum ab!

          • Sandro sagt:

            „Und ja, Alte, Schwache und extrem Übergewichtige sterben irgendwann einmal an irgendwas.“

            Aber schön ist das doch nicht, wenn sie vorzeitig sterben, oder? Und selbst wenn es nur nur Alte, Schwache und extrem Übergewichtige träfe, machte es das ja nicht unbedingt besser. Nur für den Fall, dass implizieren sollte, dass das ja weniger schlimm wäre als wenn andere Personen stürben, sage ich dazu: Solch ein Gedanke kann einen erschaudern lassen.

            Wenn im gleichen Zeitraum genauso viele Menschen zusätzlich durch erhöhte Kriminaltät sterben würden, würden einige wahrscheinlich auch ganz anders darauf reagieren. Wenn sie bspw. kriminellen Migranten oder Islamisten zum Opfer fielen, würden einige wahrscheinlich ausrasten. Selbst dann, wenn die Opfer ebenfalls vorwiegend Alte, Schwache und extrem Übergewichtige wären.

        • Michael sagt:

          Da manche von Euch aktuell Panik schieben wegen der „Hitze“ und all den „Hitzetote in Deutschland“, anbei eine Unterhaltung mit Google KI:

          „Wie viele Deutsche machen jedes jahr im August Urlaub in der Türkei?

          (…) Da der Juli und August als klassische Sommerreisemonate gelten, entfallen schätzungsweise etwa 1,5 bis 2 Millionen dieser jährlichen Touristenankünfte allein auf den Monat August. (…)

          Welche Temperaturen herrschen dann in den türkischen Urlaubsregionen?

          Im August herrscht in den türkischen Urlaubsregionen extreme Sommerhitze mit Tagestemperaturen von oft weit über 30 °C bis über 40 °C. (…)“

          Jetzt finde den Fehler…
          …und schau Dir „Man spricht deutsch“ an mit Gerhard Polt. Früher sind Familien ganz ohne Klimaanlage in die italienische Sommerhitze gefahren.

          • Sandro sagt:

            „Da manche von Euch aktuell Panik schieben…“

            Lieber Michael, genau solche Formulierungen sind es, die z. B. mir total auf die Nerven gehen. Wenn du immer wieder in solcher Weise iregendetwas schreibst, brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn Leute wie ich dann irgendwann einmal schroff reagieren.

            Davon abgesehen, finde ich die Zählerei der Hitzetoten zumindest teilweise auch etwas befremdlich. Trotzdem fänd ich’s schön, wenn es weniger heiß wäre. Ich bin nämlich nicht im Türkei-Urlaub, sondern muss arbeiten, was bei der Hitze nicht ganz so leicht fällt…

            • Michael sagt:

              „Da manche von Euch aktuell Panik schieben…“

              Eine bewusst unpersönliche Formulierung habe ich hier gewählt, die übrigens auch die stillen Leser mit einschließen kann. „Manche“ sind nicht „viele“, und bspw Du findest die Zählerei der Hitzetote teilweise etwas befremdlich.

              Warum setzen die Medien denn den desaströsen Stellenabbau bei VW (und der restlichen Industrie) nicht auf Platz 1 – und zwar täglich?!

              Zigtausende Familien, mittlerweile hunderttausende Familien leiden massiv. Weißt Du, was es mit einer Familie macht, wenn jmd seinen Job verliert? Mit dem Menschen, der seinen Sinn stiftenden Arbeitsplatz verliert?

              Ach ja Chris, das scheint DIR wohl egal zu sein? Wenn ich mich richtig erinnere, bist Du ja ein Fan vom Verbrennerverbot in Deutschland…(Anm..: die USA verbieten gar nichts, sondern lassen den Kunden entscheiden)

      • Peter Czeck sagt:

        Aber der neue heutige Hitzerekord für Deutschland ist doch real oder? Also ich denke man hat den durch Messung festgestellt. Oder ist es eine Erfindung der Medien. Hallo Michael wie schätzt du i.d.Z. die „Rolle“ von n-tv ein?

        • Willi Betz sagt:

          Schön das wir jetzt ein Wetterberichtsforum haben anstatt eines Wahre
          Werte und Börsen Forums.😄😄😄😄😄

          • Peter Czeck sagt:

            Alles hängt mit allem zusammen.

          • Sandro sagt:

            Spannend wird das Wetter übrigens morgen: Da bestünde die Möglichkeit, dass man eventuell auch entscheiden müsste, ob ein vom Blitz getroffener Schwimmer dann als Badetoter, Hitzetoter oder Gewittertoter zu zählen wäre. Durch Blitzschlag gestorben oder nur mit Blitzschlag gestorben, wer weiß das schon so genau? 😉

            • Peter Czeck sagt:

              Die Franzosen können jedenfalls Hitzetote feststellen und zählen: Schlagzeile Nr. 1 heute bei ntv: “ 1.000 Hitzetote in Frankreich „

              • Raimund Brichta sagt:

                soweit ich weiß, gibt es in Frankreich derzeit viele Todesopfer durch Ertrinken. Sind die dabei?

              • Michael sagt:

                COVID-19 Panikberichte reloaded – auch Karl darf mal wieder was sagen…

                „+++ 21:18 Bericht: Kein Platz mehr in Leichenhallen wegen Rekordhitze in Frankreich +++

                +++ 20:58 Lauterbach über Hitzegefahr: „Richtig großes Gesundheitsproblem“ +++

                +++ 18:59 Auch nach dem Hitzewochenende ist die Lage für Notfallrettung angespannt +++

                +++ 12:23 Forscher warnt: 40 Grad werden das neue Normal +++“

                Quelle: n-tv.de

                Zumindest Klimaforscher hat Deutschland – finanziert vom Steuerzahler. Forschungsergebnis: es wurde wärmer, und wird evtl noch wärmer.

                Früher hatte Deutschland international anerkannte Spitzenforschung.

                Btw: am Samstag Nachmittag war ich in einer Notaufnahme – war ziemlich ruhig dort…

                • Raimund Brichta sagt:

                  „Früher hatte Deutschland international anerkannte Spitzenforschung.“

                  Früher hatte Deutschland auch Fußball-Nationalmannschaften, die an der internationalen Spitze waren 😉

                  • Aries Eeberg sagt:

                    „Früher hatte Deutschland international anerkannte Spitzenforschung.“

                    Die internationale Spitzenstellung hatte Deutschland vor dem 1. Weltkrieg in vielen Wissenschaftsbereichen. Aber erst der nationalistische Wahn und dann der verbrecherische Rassismus haben dazu geführt, dass Deutschland diese Position nach und nach verloren hat.

                    • Aries Eeberg sagt:

                      Vor dem 1. Weltkrieg hatte Deutschland auch – ähnlich wie China heute – eine lange wirtschaftliche und wissenschaftliche Aufholjagt gegenüber England hingelegt. Das autoritäre Kaiserreich hatte die Entwicklung forciert – wie das autoritäre Regime in China heute.
                      .
                      Dann ist Deutschland aber an der nationalen Selbstüberschätzung gescheitert. …
                      .
                      Ob das wohl auch mit China geschehen wird?
                      .
                      Ich persönlich fühle mich heute mit der Mittelmäßigkeit Deutschlands ganz wohl. Wir müssen keine Spitzenplätze belegen. Dann bleibt uns vielleicht in Zukunft erspart, die Welt und uns selbst in Schutt und Asche zu legen.

                      • Peter Czeck sagt:

                        „Mittelmäßigkeit“…jo Aries, aber bei der Fußball-WM hätten wir mindestens eine Runde weiterkommen müssen.

                        • Aries Eeberg sagt:

                          Peter, da hast du leider recht. Interessanter Weise machen die Mannschaften des globalen Südens eine überraschend gute Figur bei der WM. Und damit meine ich nicht nur Argentinien und Brasilien.
                          .
                          Meiner Ansicht nach haben die Menschen des globalen Südens mehr Biss und befinden sich auch sonst allgemein im Aufschwung. Bei passender Gelegenheit möchte ich deshalb meinen EM-Anteil auf 20% aufstocken. …
                          .
                          Dieses Jahr sind diese Werte allerdings so weit enteilt, dass man da noch etwas warten sollte. …. Es ist doch sehr bezeichnend, dass Iran den Krieg eigentlich gewonnen hat und der Waffenstillstand von Pakistan und China im Hintergrund vermittelt wurde. … Wer hätte das gedacht (im globalen Norden)?

                          • Raimund Brichta sagt:

                            Die erste Halbzeit gegen Paraguay war bezeichnend in dieser Hinsicht: Ideenloses langweiliges Rumgeschiebe um die Abwehrkette. Ich war an diesem Tag müde und bin sogar während der Kickerei kurz eingenickt – und das bei einem Länderspiel! Glücklicherweise bin ich nach dem Halbzeitpfiff ins Bett und mussten mir den Rest nicht mehr anschauen.

                            Besser hätte man die augenblickliche Verfassung Deutschlands auf dem Rasen nicht widerspiegeln können.

                            • Michael sagt:

                              „Besser hätte man die augenblickliche Verfassung Deutschlands auf dem Rasen nicht widerspiegeln können.“

                              Ja – auch auf der Zeitachse spiegelt sich die Verfassung Deutschlands auf dem grünen Rasen wieder.

                              2014:
                              Weltmeister in Rio, mit einem glücklichen Deutschland, Millionen Deutsche, die mit gesundem Nationalstolz beim Public Viewing die deutsche Hymne singen.

                              Wirtschaftlich Deutschland das Powerhaus Europas 2014.

                              2015 dann Merkels Grenzöffnung…

                              2018 das erstmalige Vorrundenaus einer deutschen Mannschaft bei einer Fußball-WM.

                              2026 singt fast keiner mehr die deutsche Nationalhymne beim Public Viewing!

                              Ab 2015 auch der wirtschaftliche Abstieg Deutschlands, wie sämtliche Daten belegen.

                          • Peter Czeck sagt:

                            „mehr Biss“ jo Aries den hatte die Nachkriegsgeneration seinerzeit bei uns ja auch. Hat wohl mit den jeweiligen aktuellen Lebensumständen zu tun. Hoffen wir weiter das Beste.

                      • Michael sagt:

                        „Ich persönlich fühle mich heute mit der Mittelmäßigkeit Deutschlands ganz wohl. Wir müssen keine Spitzenplätze belegen.“

                        Darauf läuft es in Deutschland hinaus.

                        Es gibt dann aber auch nur noch Billigjobs hierzulande, mit all den persönlichen Konsequenzen.

                        Wer mit Mittelmäßigkeit zufrieden ist, sollte sich dessen bewusst sein.

                        Das Ziel Brüssels, innerhalb der EU den Lebensstandard anzugleichen, wird durch den Abstieg Deutschlands realistischer.

                        Viel Spaß an alle, die sich mit dem Niveau von EU-Beitrittskandidaten Albanien, ggf. Ukraine und Co. zufrieden geben.

                        Wie gewählt, so wird geliefert.

  • Aries Eeberg sagt:

    Mal was anderes: Gold hat ein Todeskreuz ausgebildet …. Ja, ja, ich weiß ….

    Was ich sagen will: Vielleicht ist der Goldpreis ja jetzt unten angekommen und wird bald wider steigen. …. Bei vielen Todeskreuzen ist dieses Signal ja gleichzeitig ein Wendepunkt.
    .
    Ich habe jedenfalls etwas Gold nachgekauft.
    .
    Mit heißen Grüßen, Euer Aries

    • Raimund Brichta sagt:

      die Chancen beim Todes-Kreuz stehen bei fifty-fifty, und zwar in beide Richtungen 🙂

      • Umberto sagt:

        Also ich hab20% meines Goldes verkauft !
        Da der EMA 50 im Monats Chart bei ca 3000 liegt,wäre ich bereit dort wieder zu kaufen!
        Ausserdem hat sich eine Popgun im Monatskerzenchart gebildet! ( kleine Kerze die von der nächsten Kerze komplett ummantelt wird)
        Laut Regel wird beim Ausbruch nach oben oder unten die gleich Strecke wie die Länge der Powerkerze als Ziel berechnet… = ca. 3100

    • Peter Czeck sagt:

      Jo Aries m.E. ist Goldkauf eine gute Entscheidung vgl. auch Video M. Lochner/Prof. Hens vor 4 Tagen. Gold stabilisiert das Depot.

  • Michael sagt:

    Wie absurd der Nonsens mit den sogenannten „Hitzetote“ hierzulande ist, zeigt sich auch an der höheren Lebenserwartung bspw in Spanien und Italien im Vergleich mit Deutschland, welches EINES DER KÄLTESTEN LÄNDER weltweit ist.

    Wenn die regelmäßigen Hitzewellen in Spanien und Italien die Menschen dort nur so dahinraffen würden – warum leben sie dann dort länger?

    Warum haben all die Mittelmeerländer nie „Hitzetote“ gezählt?

    Warum haben deren Städte keine „Hitzeschutzräume“?

    • Sandro sagt:

      Ich hab einfach mal Google gefragt (3 Fragen):

      1. Werden in Spanien Hitzetote gezählt?

      Auszug der Antwort: “Ja, in Spanien werden Hitzetote systematisch und tagesaktuell gezählt. Die Erfassung erfolgt primär über das staatliche Gesundheitsinstitut Carlos III (ISCIII) in Madrid, das dafür ein spezielles statistisches System nutzt. -…“

      2. Gibt es in Spanien Hitzeschutzräume?

      Auszug der Antwort: „Ja, in Spanien gibt es sogenannte Klimaschutzräume („refugis climàtics“). Aufgrund extremer Hitzewellen baut das Land eines der weltweit modernsten Netze dieser Art auf. …“

      3. Gibt es mehr Hitzetote in Spanien als in Deutschland?

      Auszug der Antwort: „Ja, in Spanien gibt es in den meisten Jahren sowohl in absoluten Zahlen als auch gemessen an der Bevölkerungsgröße mehr Hitzetote als in Deutschland. Obwohl Deutschland mit über 84 Millionen Einwohnern fast doppelt so viele Menschen zählt wie Spanien (rund 48 Millionen), liegt Spanien in den gesamteuropäischen Sterblichkeitsstatistiken für Hitzewellen regelmäßig vor Deutschland. …“

  • Michael sagt:

    @Sandro, Chris: ich empfehle euch, den Ratschlag von Aries Eeberg anzunehmen und etwas mehr Gelassenheit an den Tag zu legen. Lasst doch einfach mal eine andere Meinung stehen. Ich kommentiere ebenfalls nicht alles von Aries oder von euch. Einverstanden?

    Vorbildlich, wie ihr für die deutschen „Klimaschutzmaßnahmen“ eintretet. Klar, das kostet halt – Geld , was anderswo fehlt.

    Aber eure Regierung findet hervorragende Lösungen. Bspw. wurde beschlossen, dass ihr nun bis 67,5 Jahren arbeiten müsst. Ich hoffe, dass euer aktueller Arbeitgeber mit euren Leistungen mehr als zufrieden ist und euch bis 67,5 arbeiten lässt. Dann habt ihr statistisch betrachtet immerhin noch 15 Jahre, um die Rente „zu genießen“.

    Wer als Rentner zum Hausarzt muss, teilt sich das Wartezimmer dann mit all den anderen Arbeitssklaven, die bereits vom ersten Krankheitstag an in die überfüllte Arztpraxis müssen. Einfach zwei Stunden Maske tragen und geduldig sein.

    Wer keine Maske trägt, steckt sich im überfüllten Wartezimmer mit Viren logischerweise an. Als Folge steigt die Sterblichkeit an, denn Alte sind nun mal vulnerable Gruppen.

    Aber wenn weiter fleißig CO2 in Deutschland eingespart wird – „wir schaffen das“ hoffentlich bis 2045 – kühlt Deutschland ganz allein den Planeten ab. Und dann gibt es auch wieder weniger Hitzetote.

    Bis dahin hoffe ich, dass ihr in einem schönen freistehenden Einfamilienhaus mit großem Garten und Baumbestand lebt, und nicht in einer überhitzten Mietwohnung (und auch noch Miete abführen müsst). Denn der beste Gesundheitsschutz sind Gelassenheit, gute Ernährung, viel Sport, ein schönes soziales Umfeld und eine erfüllende Partnerschaft, und – Wohlstand.

  • Aries Eeberg sagt:

    Können wir uns nicht darauf einigen, dass der Klimawandel real ist?
    .
    Über die Ursachen kann man streiten. Fest steht, dass man jegliche Ursachen nur schwer bekämpfen kann. Fest steht aber auch, dass das zunehmende CO2 in der Atmosphäre diese aufheizt.
    .
    Auch, wenn es gelingen sollte, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, kommt die Welt um klimaanpassende Maßnahmen nicht herum.
    .
    Die Holländer zum Beispiel haben ihre Deiche schon verstärkt und höher gebaut. Viele Megacitys liegen direkt an einem Ozean ….
    .
    Für unser Anleger-Forum ist doch vor allem interessant, was der sich verstärkende Klimawandel für die Wirtschaft und ihre Akteure bedeutet. … und, wie wir damit Geld verdienen können.

    • Peter Czeck sagt:

      Tja Aries, dein letzter Satz stimmt ganz grundsätzlich nachdenklich. I.d.Z. : Nordex hat innerhalb eines Jahres um 148 % zugelegt. Wollte mal rein habe es aber verpennt. Gold 10% m.E. richtig.

    • G.Braig sagt:

      Der Klimawandel fand immer schon statt. In der Bibel gab es schon Stürme. Es gab auch die sieben fette Jahre und die sieben mageren Jahre. Damals gab es noch keine Autos und
      Flugzeuge. Meinen wir wirklich die Erde verhält sich wie mir Menschen es gerne hätten.
      Es kommt nur darauf an ob man der Bibel glaubt und noch ein Glaube an Gott hat.
      Gott braucht uns nicht aber wir brauchen vielleicht Gott (hoffentlich nicht erst wenn man
      ernsthaft erkrankt ist). Einfach ein bisschen mehr
      Gott vertrauen und ein Gebet an Gott und dann wird die Welt vielleicht wieder eine bessere.
      Es soll einfach zum Nachdenken anregen außerhalb der Börse.

      • Michael sagt:

        G.Braig: ich habe hier auch schon des öfteren die Bibel zitiert. Die Bibel bietet einen riesigen Schatz an Erkenntnissen, an ganz praktischen Ratschlägen für das eigene Leben, und bietet jedem einen klaren Kompass. Jeder kann diesen Schatz ausgraben!

        Ich finde Dein Posting sehr gut, vielen Dank!

    • Dietmar sagt:

      Es gibt auch die Ansicht, dass der CO2 Anteil steigt, je wärmer es wird.

      • Sandro sagt:

        Das ist – soweit ich weiß – richtig. Denn es gibt positive Rückkopplungseffekte (positive feedback). U. a. speichern die Ozeane sehr viel CO2. Aber je wärmer sie werden (entscheidend ist vor allem die oberflächennahe Temperatur), desto weniger CO2 können sie speichern. Natürlich bedeuten solche positiven Rückkopplungen aber auch nicht, dass sich der Temperaturanstieg dadurch beliebig stark von selbst fortsetzt, denn es gibt auch negative Rückkopplungen. Insbesondere strahlt eine erwärmte Erde auch mehr Energie ins Weltall ab, so dass sich immer ein Gleichgewicht bei einer bestimmten Temperatur einstellt. Okay, genug Klugscheißerei 😉 …

        Solche Dinge sind übrigens keine „Ansichten“. Das alles ist Physik, die nicht mehr bewiesen werden braucht. Also keine Ansichts- oder Glaubenssache. Auch Parteiprogramme oder die Bibel vermögen es nicht, die Physik zu ändern … 😉

  • Michael sagt:

    Das Spiel mit der „deutschen Schuld“ wird gerne gespielt , um den Deutschen das ERARBEITETE Vermögen zu schreddern.

    „Deutschland hatte früher über viele Jahrzehnte als Industrieland viel mehr CO2 emittiert als China. Deshalb sah man sich China nicht in der Pflicht so schnell mitziehen, Deutschland dagegen vorrangig in der Bringschuld. Das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen: (…)“

    Wer ist „man“?

    Die Nachkriegsgeneration hat also Schuld: sie hat das Land wieder mit Hilfe der Kohle aufgebaut.

    Die Folgegeneration hat also Schuld: sie hat durchgeackert in den Fabriken etc, und hat den Wohlstand ermöglicht.

    Dann kommen ein paar moralisierende Theoretiker vorbei, und erfinden die „CO2-Schuld“. Clever!

    Nutznießer: China sowie westliche sogenannte „Eliten“, die vom Outsourcing nach China profitieren…genau darum geht es mEn!

    • Sandro sagt:

      Och, beim Pariser Klimaabkommen ging es doch nicht wirklich um Schuld und Sühne eines einzelnen Landes. Vielmehr ging es u. a. doch darum, dass die Vereinbarungen der Unterzeichner auch gerecht sein sollten. Neben der historischen Verantwortung, spielten dabei auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, finanzielle Ressourcen und die Verfügbarkeit von Technologien eine Rolle. Leztere Dinge haben nicht viel mit „moralisieren“ zu tun.

      Zu deiner Frage: Wer ist „man“? „Man“ waren 195 Staaten und die EU, die das Pariser Klimaabkommen unterzeichneten und ihre Ziele einreichten.

      Und jetzt stelle Dir einmal vor, Du hättest damals China vertreten: Was hättest Du wohl geantwortet, wenn man von Dir die gleichen Anstrengen verlangt hätte wie von anderen, die schon viel früher und viel länger viel mehr CO2 emittiert hatten?

      Natürlich aber stimmt es auch, dass sich Deutschland freiwillig angeschickt hatte, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Deutschland wollte/will ja auch noch schneller als die EU sein – als wolle oder müsse man anderen zeigen, wie das geht. Ich würde das eher als deutsche Überheblichkeit bezeichnen und weniger aus Schuld/Sühne motiviert sehen. Eine Zeit lang war Deutschland ein Vorreiter (böse Zungen sprachen von „Geisterfahrer“), aber mittlerweile gehört das ja schon fast in die Mottenkiste der Geschichte.

      • Michael sagt:

        Genau das ist mein Punkt, auf den ich aufmerksam machen möchte

        „Deutschland dagegen vorrangig in der Bringschuld. Das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen“

        „dass die Vereinbarungen der Unterzeichner auch gerecht sein sollten. Neben der historischen Verantwortung (…)“

        Deutschland ist angeblich Schuld – „Bringschuld“.

        Eine Möglichkeit, jemanden abzuzocken ist, ein schlechtes Gewissen einzureden.

        Dieses Rezept wird in sämtlichen Lebenslagen angewendet – es ist essentiell wichtig, diese Vorgehensweisen zu durchschauen.

  • Marco Dargel sagt:

    Naja, es gibt auch eine Auftragswissenschaft, die das herausfindet, wofür man bezahlt.
    Ich habe mal die KI gefragt, ob es Zeiten gab, wo die CO 2 Konzentration deutlich höher lag als heute. Die Antwort:
    Zitat: „Ja, es gab in der Erdgeschichte Zeiten mit deutlich höheren CO2-Konzentrationen als heute. Diese Phasen waren oft durch Eiszeitalter und Kaltzeiten gekennzeichnet, in denen die CO2-Konzentration und die Temperaturen auf der Erde deutlich höher waren als heute.

    Die Auswirkungen dieser hohen CO2-Konzentrationen waren vielfältig und umfassten unter anderem:
    Wärmeres Klima: Hohe CO2-Konzentrationen führten zu einem wärmeren Klima, was zu mehr Wetterextremen und extremen Wetterereignissen führte.
    Veränderungen des Klimasystems: Die Erwärmung der Atmosphäre und Ozeane und die Abnahme von Schnee und Eis führten zu Veränderungen des globalen Wasserkreislaufs.
    Veränderungen des Jahreszeiten: Die Veränderungen des Jahreszeiten und der Temperaturstruktur führten zu neuen Lebensbedingungen für Lebewesen.
    Ernährung und Lebensraum: Die Erwärmung der Erde und die Veränderungen des Klimasystems gefährdeten die Lebensräume und die Ernährung von Tieren und Menschen.
    Die Erwärmung der Erde und die Veränderungen des Klimasystems haben weitreichende Auswirkungen auf die Natur und die menschliche Gesellschaft. “

    Nun sitze ich da und versuche das zu verstehen: Erkläre mal wer: Eiszeitalter, Kaltzeiten in denen die CO2 Konzentration und die Temperaturen auf der Erde deutlich höher waren als jetzt???

    Ich möchte hiermit auch noch anmerken, dass ich eine Falschaussage getätigt habe, als ich meinte, dass wir heute mehr mehr FCKW produzieren und rausballern als zur Zeiten des Ozonloches.

    • Sandro sagt:

      Ja sicher gab es schon mal Phasen, in denen es viel wärmer war und die CO2-Konzentration höher war (aufgrund natürlicher Prozesse). Die damals lebenden Tiere und Pflanzen waren daran angepasst. Temperaturen wie zu Zeiten der Dinosaurier wären für Menschen nicht geeignet gewesen. Unsere Vorfahren, die damals vor Jahrmillionen lebten, waren kleine spitzmausähnliche Säugetiere. Die Eiszeiten stehen mit den Milankovic-Zyklen in Verbindung, in denen der Abstand zwischen Erde und Sonne stärker variiert. Entscheidend ist aber, dass all diese Klimaveränderungen in der Erdgeschichte viel langsamer erfolgten als derzeit, so dass Tiere und Pflanzen Zeit hatten, sich anzupassen und die Evolution ihr Werk vollbringen konnte. Über 10.000 Jahre in der Vergangenheit waren die Temperaturen sehr stabil – ideale Voraussetzungen für das Sesshaftwerden der Menschen. Natürlich gab es aber auch in diesem Zeitraum begrenzte Klimaschwankungen, die allerdings kaum global waren, sondern nur Teile der Erde betrafen (z. B. mittelalterliche Kaltzeit, oder höhere Temperaturen zu Zeiten, als die Römer herrschten und Hannibal die Alpen mit Elefanten überquerte).

    • Sandro sagt:

      Neben Dingen wie Artensterben (mit bislang noch nicht genau absehbaren Folge-Auswirkungen), das natürlich nicht nur auf den Klimawandel zurückzuführen ist, Extremwettern und Kosten für Klimafolgen, wäre es für die heutigen Menschen natürlich ein Problem, das wir feste Landesgrenzen haben. Denn man kann deshalb nicht mal eben umziehen, falls das Klima nicht mehr passt (früher gab es Völkerwanderungen). Manche Wissenschaftler sind der Meinung, dass bei einer durchschnittlichen globalen Erwärmung von ca. 3° C gegenüber der vorindustriellen Zeit größere Teile der Erde kaum mehr bewohnbar wären, weil dort dann eine Kombination aus Luftfeuchtigkeit und Temperatur vorläge, mit der die menschliche Physiologie nicht mehr klar käme (zumindest wenn man sich längere Zeit im Freien aufhielte). Die Folge wären angeblich hunderte Millionen Klimaflüchtlinge oder sogar eine Milliarden. Das ist natürlich etwas spekulativ und es würde auch nicht von heute auf morgen geschehen. Viel mehr wäre das ein langsamer Prozess (manche Leute meinen, er hätte bereits begonnen): Verschlechtern sich die Lebensbedingungen in solchen Regionen und kommt es dort bspw. verstärkt zu Missernten, führt das natürlich auch zu politischer Instabilität, Hunger und Armut, Kriegen und Aufständen. Daraus resultierende Flüchtlingswellen würden wir vielleicht aber gar nicht als „Klimaflüchtlinge“ wahrnehmen, sondern eher als Kriegsflüchtlinge oder Wirtschaftsflüchtlinge. Bekanntlich will sie kein Land so gerne aufnehmen…

      Zu bedenken ist, dass die Temperaturen nicht überall gleichmäßig steigen. In Europa ist der Temperaturanstieg bspw. deutlich stärker als im Durchschnitt. Andere Regionen der Welt kämen viel glimpflicher davon.

      Neben dem (sehr langsamen) Anstieg des Meeresspiegels gibt es dann noch das mögliche Szenarion eines Zusammenbrechens oder zumindest einer deutlichen Abschwächung des Golfstrom bzw. der AMOC-Strömung, was alles auf den Kopf stellte und noch zu ganz anderen Dingen führte. Bislang gibt es darauf allerdings nur einige Hinweise, aber keine klare Datenlage, aus der man das mit Gewissheit schlussfolgern könnte.

      Glücklicherweise sind allerdings auch manche einstige Horror-Szenarien längst vom Tisch. Denn der Anstieg der CO2-Emissionen hat sich nicht in einer Stärke fortgesetzt, wie einst für den schlimmsten angenommenen Fall befürchtet worden war. Dies liegt daran, dass die Industrieländer tatsächlich Anstrengungen zur Emssisionreduzierung unternommen haben. China hatte zwar z. B. ein sehr starkes Wirtschaftswachstum, aber die CO2-Emissionen Chinas sind nicht in gleichem Maße gestiegen. Der Quotient Anstieg CO2-Emissionen / Wirtschaftswachstum war sehr viele Jahre in China fallend. Außerdem sind erneuerbare Energien bezahlbar geworden, sie werden zunehmend zum Selbstläufer. Weder bei Kohle, Erdgas, Öl oder Atomkraft hat es je eine so steile Lernkurve in der Entwicklung gegeben, wie bei den erneuerbaren Energien weltweit zu beobachten ist. Das ist einmalig.