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Zinsmodell von Scalable

23. März 2026
Jochen
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von Jochen

Scalable hat jetzt 2,5 % Zinsen auf dem neuen Tagesgeldkonto ausgelobt, auch für Bestandskunden, ohne Limit nach oben. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben, das erhöht den Zinseszinseffekt. So weit, so gut. Aber diese Konto ist nur ein Verschiebebahnhof und der „Knüller“ ist folgendes für alle, die nicht so recht an die (politische) Einlagengarantie glauben. Das als Tagesgeld deklarierte Konto mit eigener IBAN dient laut KI nur als Verrechnungskonto. Die Einzahlungen werden umgehend auf einen Geldmarktfonds als Sondervermögen umgebucht und sind daher sicherer als jedes bei einer Bank geführte Tagesgeldkonto. Das Ganze ist kostenlos. Die Offerte „prime +“ lohnt sich nicht m.E., es sei denn man handelt mehr als 60 x /Jahr. Wenn das stimmt ist, muss man nicht mehr alle 3 Monate die Tagesgeldkonten wechseln, um die Neukundenzinsen mitzunehmen, was mühselig und zeitaufwendig ist. Falls jemand weitere Infos hat, bitte her damit. Ansonsten erscheint mir das Modell optimal für Floristen, die große Liquidität für Nachkäufe vorhalten, so wie Gerd Kommer oder Raimund…. Außerdem kann man mit 2 Klicks umbuchen, um im Depot zu handeln für 0,99 Euro/deal. Für faule Leute wie mich ( oder Aries?) ideal.

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Kommentare

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  • Raimund Brichta sagt:

    Das mit den Geldmarktfonds im Hintergrund ist ein alter Hut. Das macht Trade Republic schon lange. Allerdings bieten die nur 2 %.

    Der Unterschied zwischen Scalable und Trade Republic ist auch noch ein anderer: bei Scalable dient das Konto nur als Tagesgeldkonto. Wer auch Wertpapiere handeln möchte, muss das Geld dafür extra jeweils verschieben auf ein Verrechnungskonto. Bei Trade Republic ist das Verrechnungskonto dagegen mit dem Tagesgeldkonto identisch. Hier braucht man also nur ein Konto.

    Insgesamt zeigt der Fall Scalable aber, dass Bewegung in den Markt kommt. Konkurrenz belebt das Geschäft.

    • Jochen sagt:

      Aber der Sicherheitsaspekt ist für mich das wesentlich Neue. Wenn das so stimmt, können die Banken mit ihren Tagesgeldmodellen einpacken. Es sei denn, andere ziehen nach. Ich bin auch bei Trade Republic, aber mir erscheint Scalable in vieler Hinsicht besser geeignet.

      • Raimund Brichta sagt:

        Aber es ist schon ein Unterschied, ob du Tagesgeld auf dem Konto hast, dass eben bis 100.000 € der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt, oder ob du Tagesgeld in Fonds hast, die nicht der Einlagensicherung unterliegen. Beide Modelle existieren schon lange nebeneinander. Und die Profis müssen ohnehin auf die Fonds zurückgreifen, weil für Sie die Einlagensicherung nicht gilt.

        • Jochen sagt:

          Das Geld, in einem Fond geparkt, ist Sondervermögen.
          M.E. sicherer als die (politische) 100.000 Euro „Garantie“.

          • Raimund Brichta sagt:

            Trotzdem ist es etwas anderes und gerade für Laien schwerer zu vermitteln.

          • Werner sagt:

            Wenn jedoch die Schuldner des Fonds zahlungsunfähig werden, ist der Fonds doch entsprechend weniger wert. Dann hilft mir das Sondereigentum auch nichts mehr. Die Sicherheit mag darin liegen, dass der Fonds das Geld auf mehrere Schuldner streut. Oder sehe ich das falsch?

            • Raimund Brichta sagt:

              genauso ist es. hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo.

            • Jochen sagt:

              Nein Werner, so ist es nicht.
              Ein Geldmarktfonds ist Sondervermögen, ähnlich wie ein ETF, und ist im (unwahrscheinlichen) Falle der Insolvenz des Fondverwalters, z.B. JP Morgan, Soc. Générale etc., hiervon NICHT betroffen. Dein Geld, das sich hierin befindet, würde nicht in die Konkursmasse fallen.
              Dagegen ist das politische Versprechen der Entschädigung von Bankguthaben bis max. 100.000 Euro/Anleger im Zweifelsfalle nicht viel wert. Zwar besser als nix, aber im Ernstfall möchte ich mich nicht darauf verlassen. Präzedenzfälle gab es schon. Mal googeln (Zypern, Beruhigung durch Peer Steinbrück…). Aber an Deiner Frage wird deutlich, dass es auch im Forum hier noch Klärungsbedarf gibt.

              • Raimund Brichta sagt:

                Ich glaube, du hattest Werner falsch verstanden. Er hat nämlich korrekt geschrieben: „Wenn jedoch die Schuldner des Fonds zahlungsunfähig werden, ist der Fonds doch entsprechend weniger wert.“

                Er ist sich also durchaus bewusst, dass es sich um ein Sondervermögen handelt. Er spielte nämlich nicht auf den Fall an, dass der Fonds-Verwalter pleite geht, sondern „Schuldner des Fonds“, also Emittenten der Wertpapiere, in die der Fonds investiert. Wenn ein solcher Emittent pleite geht, ist der Fonds natürlich weniger wert.

                Werner scheint also alles korrekt verstanden zu haben. Aufklärungsbedarf in dieser Hinsicht scheint bei ihm nicht zu bestehen 🙂

                • Jochen sagt:

                  Ja, das habe ich wohl falsch verstanden.
                  Aber wie hoch ist das Risiko, dass ein Schuldner des Geldmarktfonds durch Insolvenz das Vermögen des Fonds schmälert ? Höher als das Reißen der gesetzlichen 100000 – Grenze ?
                  Eher nicht m.E. Aber absolute Sicherheit gibt es nicht.

                  • Raimund Brichta sagt:

                    „Aber absolute Sicherheit gibt es nicht.“

                    so ähnlich hatte meine erste Antwort auf Werners Kommentar gelautet. Da sind wir uns also einig. 🙂

                  • Raimund Brichta sagt:

                    Noch ein interessanter Aspekt: wie würden sich Geldmarktfonds im Vergleich zur Einlagensicherung im Fall eines Resets Verhalten?

                    Unterstellen wir mal ein Reset-Verhältnis von zehn zu eins. Die 100.000 auf dem Konto wären dann nur noch 10.000 wert. Ähnliches dürfte für die Geldmarktfonds gelten. Allerdings könnten einige von denen schon vorher an Wert verlieren, weil im Krisenumfeld des Resets Fonds-Schuldner pleite gehen könnten.

                    • Marco Dargel sagt:

                      Ich möchte hiermit nochmal betonen, dass ich mit keinem Reset zu unseren Lebzeiten rechne. Sie müssen nur die Zinsen senken und können noch Jahrhunderte so weiter machen. Japan hat das schon bewiesen. Naja, nicht Europa, aber die USA können das. Und Japan und GB

                  • Jochen sagt:

                    Scalable investiert das Kundengeld in 3 verschieden Fonds ( JP Morgan, Blackrock und DWS). jeder dieser Geldmarktfonds investiert in Dutzende verschiedene Schuldner. Und zwar mit sehr kurzfristigen Laufzeiten. Wenn nun einer dieser Schuldner ausfällt, hat dies wenig bis sehr wenig Auswirkungen auf das gesamte Sondervermögen. Es gibt jedenfalls nicht so ein Klumpenrisiko wie ein Tagesgeld bei einer dt. Bank.