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Greiffbar – Hard day’s night

13. März 2026
Volker Schilling
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von Volker Schilling

Jetzt NEU: Die Gesprochene Greiffbar

 

Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?

 

Yesterday

Yesterday, all my troubles seemed so far away. Doch der Krieg im Iran hat alles verändert. Da ruft der US-Präsident Hey Jude und schon hat das Mullah-Regime a hard day‘s night. Krieg Get Back im Nahen Osten und der steigende Ölpreis sorgt für Twist and Shout an den weltweiten Kapitalmärkten. An den Zapfsäulen lösen die Verbraucher ihr Ticket to Ride zu Höchstpreisen und verstehen intuitiv, dass die gemeldeten Inflationszahlen aus den USA von 2,4 % für den Februar in den kommenden Monaten nicht auf diesem Niveau bleiben werden. Und wer bei seinem Energieverbrauch nicht Mother Nature´s Son ist, bekommt es mit der Angst zu tun. Help schallt es aus allen Ecken und Enden. I want to hold your hand denken sich die Politiker und geben weltweit 400 Millionen Barrel an strategischen Reserven frei. Man denkt doch allen Ernstes We can work it out, dabei reichen bei einem Tagesverbrauch von aktuell 100 Millionen Barrel diese Freigaben gerade einmal 4 Tage. Das begreift auch der Ölpreis, der mit einem Let it be darauf reagiert und weiter steigt.

Tomorrow never knows

Diese Woche gab es auch ein Come Together bei der deutschen Autoindustrie. Doch statt Drive my Car, appellierten die Verantwortlichen bei Porsche und VW Don´t let me Down. Die Ergebniszahlen ernüchternd und dort, wo es für deutsche Autobauer früher Strawberry Fields forever gab, existiert jetzt nur noch Tomorrow never knows. Ganz anders in der Rüstungsindustrie, die Give Peace a chance abgeschafft hat und munter haussieren geht. Sogar Börsengänge in diesem Sektor sind wieder Mode, wie bei dem Yellow Submarine Ausstatter Gabler Group, die diese Woche wieder einmal gezeigt haben, dass Börsengänge, egal in welchem Sektor, keine Selbstläufer sind. Von wegen Happiness is a warm gun. Tech-Aktien aus den USA dagegen konnten diese Woche reüssieren, allen voran Oracle, dessen Ergebnisse wie Lucy in the Sky with diamonds stiegen. Anleger kreischen vereint: Please Please me! Insgesamt schwankt die Börsenrichtung ob der Unsicherheiten aber zwischen If I fell und Here comes the sun. Anleger fragen nach dem Here, There and Everywhere.

All you need is love

Ich möchte meinen Lesern aber Mut machen. Grundsätzlich gilt wie im Leben auch für die Börse: Can´t buy me love, aber ein You´ve got to hide your love away ist auch nicht notwendig. Die Börse ist langfristig eine Penny Lane und trotz gelegentlicher Day Tripper sinnvoll. Bekanntlich liegt der Gewinn im Einkauf und da sehe ich uns aktuell in der Night before, also wieder steigender Kurse. I feel fine, wenn ich auf die aktuellen Korrekturen schaue und sehe weniger Helter Skelter als I´m down. Gerade wenn viele Mahner glauben It won´t be long, war es in der Vergangenheit besonders lohnend Long Long Long zu sein. Kostolany würde wohl den Beatles Song I´m only sleeping bevorzugen, ich antworte ihm mit I´ve got a feeling und der Aussicht Baby, you´re a rich man, wenn du die Long and winding road fährst. Genießen Sie weiterhin den Good Day Sunshine. In diesem Sinne rufe ich Ihnen zu: Yes it is, All you need ist love! Und sage für diese Woche Hello,Goodbye.

Ihr Volker Schilling

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Kommentare

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  • Dietmar sagt:

    Mich würde Ihre Meinung zu der geplanten Belastung der Kapitalerträge mit Sozialabgaben interessieren. Wird das kommen oder werden statt dessen die Kapitalerträge noch höher besteuert und daraus folgend, macht eine Geldanlage in Aktien dann überhaupt noch Sinn, weil eine Wertsteigerung damit praktisch ausgeschlossen ist.

    • Volker Schilling sagt:

      Ich gehe nicht davon aus, dass dieser Vorschlag eine Mehrheit unter aktueller Regierungsverantwortung findet. Ich war vor zwei Wochen in der Bundesfachkommision zur Alterssicherung des Wirtschaftsrates in Berlin und dort wurde deutlich zum Ausdruck gebracht, dass eine zusätzliche Belastung von Kapitalerträgen die aktuellen Bestrebungen zur privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge kontakarieren würden und daher nicht unterstützt werden. Dagegen sprechen auch der bürokratische Aufwand und die ohnehin schon hohen Belastungen auf Kapitalerträge. Schließlich durchlaufen beispielsweise Dividenden vor einer Ausschüttung an die Anleger erst die Unternehmenssteuern, bevor sie dann wiederrum mit der Kapitalertragssteuer belastet werden. Zudem ergibt eine Flickschussterei an einzelnen Einkunftsarten keinen Sinn, bevor nicht grundlegende Reformen umgesetzt werden.

  • Michael sagt:

    Zunächst einmal sollte sich jeder die entscheidende Frage stellen:

    Unterstützt die Politik mit ihren Maßnahmen Vermögensaufbau, oder Vermögensabbau für die deutsche Bevölkerung?

    Diese Frage sollte jeder OBJEKTIV und NÜCHTERN beantworten.

    Wohin die Reise geht ist sehr einfach, ich schreibe es hier seit Jahren.

    Zu Dietmars Frage

    „macht eine Geldanlage in Aktien dann überhaupt noch Sinn, weil eine Wertsteigerung damit praktisch ausgeschlossen ist“

    Gegenfrage: was wäre denn die Alternative zu Aktien für Bewohner Deutschlands?

    Ich finde keine…

    Aktuell hat Herr Fratzscher mal wie einen Beitrag verfasst, viel Spaß beim Lesen:

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-03/vermoegenssteuer-kritik-grundsteuer-immobiliensteuer-finanzpolitik

    „Eine starke, regelmäßig aktualisierte Grundsteuer sowie eine konsequente Besteuerung von Wertsteigerungen bei Immobilien würden stabile Einnahmen generieren, ohne Kapitalflucht auszulösen.“

    🙂

    Bei ETFs wird via Vorabpauschale seit 2024 ebenfalls die Wertsteigerung besteuert – für mich ein klarer Grund keine ETFs zu kaufen (Ausnahme: Franklin Indien ETF).

    Von Deutschen kann noch viel Vermögen abgeschöpft werden, welches in andere Kanäle sickert. So läuft der Hase, und jeder sollte sich dessen bewusst sein.

    • Dietmar sagt:

      Die Forderungen nach immer mehr und höheren Steuern hören nicht auf und werden insbesondere von den Linken, SPD und Grünen immer weiter forciert. Der CDU traue ich nicht, dass sie nicht doch nachgibt, wie sie es schon so oft gemacht hat.

  • Aries Eeberg sagt:

    Ein krankhafter Narzist, eine traumatisierte Nation und religiöse Fanatiker sind aneinander geraten.
    .
    Hat da die Vernunft noch eine Chance? Oder müssen sie kämpfen, bis sie vor Erschöpfung umfallen?
    .
    Es ist ein episches Drama und menschlich erschütternd.
    Der gefühlskalte Börsianer stellt die Frage: Wer profitiert davon?

    • Umberto sagt:

      Cui bono? Den Arabischen Monarchen auf der Halbinsel!
      Trump wurde vor ein paar Monaten wie ein König dort empfangen und hat sogar eine Luxus 747 bekommen ! Warum?
      Die Arabischen Staaten haben sich seit einigen Jahren zu Kapitalistischen Inseln gewandelt mit dem Ziel neben Usa China u Inden die 4.Zukunfts Wirtschaftsmacht zu werden! Sie haben Energie u Geld und damit Einfluss auf die ganze Welt.Der Störfaktor ist der Iran mit seinen Ableger der Hamas Hisbollah usw. Diese Gruppen entstammen der Muslim Bruderschaft ,welche religiöse
      U sozialistische Ideologien folgen,welche wiederum eine Gefahr für die Saudis usw sind!,
      In den letzten Jahren waren es die USA u Israel ,die den Iran in Schach gehalten haben.
      Wenn man die Mullahs beseitigt braucht man letztere nicht mehr und der Aufbau von 1000 u eine Nacht kann beginnen!,
      Aktuell nutzt man Israels Kampf gegen den Iran und damit auch Trump mit dem Versprechen auf Big Business!Denke der Angriff stand schon vor Monaten fest!
      Und wenn es schief geht gibt man den Juden die Schuld!!
      Die Araber sind so oder so die gewinner!
      Sowieso wird der aktuelle wirtschaftliche Verlust schnell durch höhere Öl u Gaspreise ausgeglichen!,
      Cui bono …… nie das offensichtliche!!!!

      Ps: wenn alles klappt ,sollte man dort nach Anlagemöglichkeitenschauen…. dort spiet dann die Zukunft!,

      • Aries Eeberg sagt:

        Interessante Gedanken, Umberto.
        .
        Ich habe mit meinem Freund schon diskutiert, ob man bald eine Wohnung in Dubai kaufen sollte. ….
        .
        Das ist allerdings nicht unser Stil. In so einem diktatorischen und ausbeuterischen Land wollen wir nicht leben. ….
        .
        Allerdings könnten die Preise bald sehr einladend werden.