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Rollins: Ist jetzt der Wurm drin?

3. August 2026
winmax
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von winmax

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Seit dem Hoch Anfang Februar ist die ehemals so stabile Rollins um mehr als 40% eingebrochen. Muss man sich Sorgen machen? Charttechnisch dürfte sie ja in einen Abwärtstrend übergegangen sein. Aufgrund ihres hohen KGV reagiert sie sehr sensibel auch auf kleinere Verschlechterungen in den Geschäftszahlen. Bis zum Beweis des Gegenteils kann es durchaus nochmals 15% nach unten gehen. Wie seht ihr das?

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Kommentare

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  • Raimund Brichta sagt:

    Volker und ich haben Rollins im Auge und achten dabei auch auf den wesentlichen Trend.

    • winmax sagt:

      Was ich an der Stelle interessant finde: Rollins gehört offensichtlich zu den KI-Opfern. Der Rückgang bei den Umsätzen mit Privathaushalten resultiert aus dem geänderten Suchverhalten. Während früher die Leute bei der Google-Suche den ersten Link angeklickt haben und dann auf der Website Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen haben, bekommen sie jetzt eine KI-Zusammenfassung, die auch regionale Wettbewerber listet.
      Rollins ist zwar Marktführer, aber beileibe nicht der einzige auf dem Markt. Dass sie nicht einfach die Preise erhöhen können, um der Ausgabenseite Paroli zu bieten, zeigt die harte Wettbewerbssituation.
      Mal schauen, wie erfolgreich Rollins auf die veränderte Situation reagiert.
      Lerninhalt für mich: Auf den ersten Blick haben Kammerjäger und KI nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten umso mehr.

      • Raimund Brichta sagt:

        Schaun mer mal – der Chart wird uns die Richtung zeigen.

        • winmax sagt:

          Danke, Raimund. Übersetzt für mich: Man wird die nächsten Quartalszahlen abwarten müssen, um zu erkennen, wohin die Entwicklung geht.

          Was noch bemerkenswert im Earnings Call war: Man will mehr Leute von Haus zu Haus schicken, um Präventionspakete zu verkaufen. Thematisiert wurde auch die Gefahr, dass die Haushalte dank KI die Schädlingsbekämpfung zunehmend selbst in die Hand nehmen.

          Auf alle Fälle hätte ich intuitiv Rollins nicht zu den möglichen KI-Verlierern gerechnet, was mich umso selbstkritischer macht.

  • Michael sagt:

    Rollins – ein weiterer Hoch-KGV Wert, der nun korrigiert. Sowas ist nur eine Frage des „Wann“, nicht des „ob“. Wir hatten das mW schon diskutiert.

    Rollins war nur etwas später fällig. Und jetzt wird eine Begründung gefunden.

    Die „kleinen“ Unternehmen aus dem WWD sollte man mEn ohnehin nur minimal gewichten, vielleicht 1% des Depotwerts.

    Die Infrastruktur-Unternehmen des 21. Jahrhunderts hingegen beherrschen die Welt – dort mit größeren Positionen dabeisein ist tiefenentspannt.

    Ich finde es gut, dass Microsoft und SAP ihren Weg ins WWD gefunden haben.

    • Raimund Brichta sagt:

      mit 76 % Kursgewinn bei Rollins sind wir noch relativ entspannt.

    • Raimund Brichta sagt:

      Und was das KGV betrifft, wird es bei Comdirect derzeit mit 33 angegeben. Das ist ja ein Schnäppchen, wenn du bedenkst, dass Rollins jahrzehntelang bei über 50 lag. Wir werden uns den langfristigen Chart anschauen, und wenn der Trend wirklich gebrochen wird, nehmen wir Gewinne mit.

      • Michael sagt:

        „Das ist ja ein Schnäppchen, wenn du bedenkst, dass Rollins jahrzehntelang bei über 50 lag.“

        In Relation gesehen ja.

        Wer vom Unternehmen und Geschäftsmodell unverändert überzeugt ist kann mEn darüber nachzudenken, Rollins mit einer kleinen Position ins eigene Depot aufzunehmen – für mich aber nach wie vor zu teuer.

        • Raimund Brichta sagt:

          kleine Ergänzung von mir: einsteigen nur dann, wenn der langfristige Trend in Takt bleibt.

          • winmax sagt:

            Also, ich habe die Trendlinie in den Chart eingezeichnet. Einmal für die letzten 10 Jahre und dann nochmals für 20 Jahre zurück. Beides mal liegt der aktuelle Datenpunkt unter der Trendlinie. Also für mich sieht das so aus, als wäre der Trend verletzt.

            • Raimund Brichta sagt:

              Wir schauen uns das – wie gesagt – in Ruhe an. Bei solchen langfristigen Trends darf man nichts überstürzen. Zuweilen werden sie auch nur angeknackst und dann wieder genommen. Ein wenig Geduld halte ich in solchen Fällen für angebracht.

              • winmax sagt:

                Der Trendbruch erfolgte Mitte Juni bei 45 USD. Die Q2-Zahlen am 22. Juli stoppten abrupt eine mögliche Konsolidierung und schickten die Aktie auf weitere Talfahrt. Wir sind inzwischen bei 38 USD, also 15% tiefer. Ist das nur ein Knacks oder schon mehr? Die Q3-Zahlen stehen übrigens zum 28. Oktober an.

                • Raimund Brichta sagt:

                  Wie gesagt, Volker und ich konferieren in größeren Zeitabständen und schauen uns den Chart beim nächsten Mal an. Eile scheint mir nicht geboten.

                  • winmax sagt:

                    Ja, es gibt keine Eile. Weil neue Fakten kommen eh erst mit den Q3-Zahlen. Dann kann man besser erkennen, ob es nur ein Ausrutscher war oder ob tiefere strukturelle Probleme vorliegen.

              • winmax sagt:

                Zur Nachvollziehbarkeit: Ich habe folgende Jahrestiefkurse genommen:

                – 2019: 19,64 USD
                – 2022: 27,61 USD
                – 2023: 32,07 USD
                – 2024: 40,15 USD

                • Michael sagt:

                  „Zur Nachvollziehbarkeit: Ich habe folgende Jahrestiefkurse genommen:

                  – 2019: 19,64 USD
                  – 2022: 27,61 USD
                  – 2023: 32,07 USD
                  – 2024: 40,15 USD“

                  Für mein Langzeitdepot kaufe ich mir mittlerweile i.d.R. keine Aktien mehr nach.

                  Vielmehr lege ich mir Aktien anderer Unternehmen ins Depot. Dadurch vermeide ich Klumpenrisiken, streue breit.

                  Die „kleinen“ Unternehmen aus dem WWD sollte man mEn ohnehin nur minimal gewichten, vielleicht 1% des Depotwerts.