von Volker Schilling
Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?
- Cut! – Die FED schreibt das Drehbuch um
- Action! – Kampf um Hollywood
- Und der Oscar geht an…
Cut! – Die FED schreibt das Drehbuch um
Diese Woche roter Notenbankteppich in Washington. Die Federal Reserve präsentierte die neueste Folge ihres geldpolitischen Serienhits, und diesmal lautete der zentrale Regieanweisungszettel: „Cut! Noch ein Schritt nach unten.“ Die Zinsen wurden um 0,25 Prozentpunkte gesenkt, die dritte Zinssenkung des Jahres. Mein Kurzfilm „Was macht die FED?“ hatte den Zinsschnitt bereits antizipiert. Ein Schnitt, der am Markt zwar Applaus bekam, aber keine Standing Ovation. Der Grund: Im Inneren des FOMC-Studios knisterte es. Die Abstimmung fiel 9 zu 3 aus, der größte Dissens seit Jahren. Eine Hälfte wollte das Skript mutiger umschreiben, die andere Hälfte fand, dass überhaupt kein Schnitt nötig sei. Jerome Powell wirkte dabei wie ein Regisseur, dessen Ensemble nicht mehr an Method Acting glaubt. Und während er die geldpolitische Kamera noch einmal neu einstellt, flüsterte aus dem Off bereits der Schatten seines Nachfolgers: Kevin Hassett, der Trump-Favorit, der schon jetzt auf den Probenplänen der Wettmärkte ganz oben steht und den Regiestuhl für sich beansprucht. Die Börsen verfolgten diese Szene mit gemischten Gefühlen. Zuerst Euphorie wie bei einer gelösten Finalszene, doch dann rutschte die Stimmung, als Oracle schwache Zahlen präsentierte und damit den KI-Sektor auf die Studiobretter schickte. Die Botschaft: Selbst im Hollywood der Technologie läuft nicht jeder Special Effect wie geplant. Apropos Hollywood:
Action! – Kampf um Hollywood
Während die Notenbank also noch das Drehbuch überarbeitet, tobt in Hollywood das ganz große Action Spektakel. Netflix dachte, es könne Warner Bros. gemütlich mit einem Angebot von 82,7 Milliarden Dollar einkassieren. Aus dem klassischen Streaming-Blockbuster-Kauf, der den roten Teppich für das größte Entertainment-Universum der Welt ausrollen sollte, wurde aber erst einmal nichts. Paramount Skydance betrat die Szene und brachte nicht nur ein Gegenangebot, sondern gleich eine ganze filmreife Besetzung mit: 108,4 Milliarden Dollar in bar, finanziert von einem Konsortium aus Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Katar. Hollywood trifft Orient, eine Kollaboration, die selbst im Märchen aus 1000 und 1 Nacht nicht vorgesehen war. Die Regulierer in Washington sind nun die strengsten Studio-Bosse der Branche. Bei Netflix sehen sie ein entstehendes Monopol Franchise, das die Streaming-Landschaft dominieren könnte. Bei Paramount wirken die Risiken weniger groß, dafür aber durch Trumps Unterstützung politisch aufgeladener. Die Handlung bleibt spannend, wie ein Finale von „Game of Thrones“, nur diesmal mit Due-Dilligence-Drachen. Wer Warner Bros. am Ende tatsächlich übernimmt, ist offen. Es wird auf jeden Fall ein Actionfilm sein, den die Branche nicht vergessen wird. Egal wer im Abspann als Produzent stehen wird.
Und der Oscar geht an…
Während Hollywoods Milliardenschlachten also die Schlagzeilen füllen, hat sich ein ganz anderer Star in den Vordergrund gespielt: Silber. Das unscheinbare Metall, sonst immer die stille Nebenrolle unter den Edelmetallen, ist in diesem Jahr zum Überraschungshelden aufgestiegen. Mit einem Allzeithoch von rund 61 Dollar pro Unze und einer Jahresperformance von über 100 Prozent liefert Silber das, was man Anlegern immer verspricht, aber selten liefert: eine echte Oscar reife Performance. Die Gründe: Solarenergie braucht Silber. Batterien brauchen Silber. Elektronik sowieso. Und wenn die Zinsen sinken, steigen die Chancen für reale Analgen. Silber ist damit der Profiteur der globalen Zinswende und gleichzeitig der Gewinner des erneuerbaren industriellen Booms. Gold mag der König sein, aber Silber hat dieses Jahr die beste Nebenrolle verdient. Europa schaffte derweil erneut den Sprung in die Kategorie „Bestes Arthouse-Drama“: ifo-Geschäftsklima schwach, Stimmung trüb, Inflation leicht höher als erwartet. Ein Film, der derzeit wenig Publikum findet und mit der Goldenen Himbeere rechnen muss. Aber Vorsicht: So mancher Underdog stand Jahre später wieder im Rampenlicht.
Ihr Volker Schilling
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„So mancher Underdog stand Jahre später wieder im Rampenlicht.“
Die globalen Veränderungen sind hochgradig dynamisch, und Westeuropa / insbesondere Deutschland die großen VERLIERER, die de facto nicht mehr aufstehen können und werden (die Kraft des Faktischen). Der Abstieg ist gewünscht und selbst gewählt…
Wäre super für den globalen Weltfrieden, wenn es dazu kommen würde:
https://www.berliner-zeitung.de/news/abkehr-von-globaler-hegemonie-usa-erwaegen-offenbar-gruendung-von-alternative-zur-g7-li.10009823
Erkläre mir doch einer hier, welchen Beitrag die „Friedensnobelpreisträgerin“ EU zur Lösung bspw des Ukraine-Krieges hat.
Feedback willkommen.
Seh ich auch so. Durch die CO² Bepreisung wird Energie und damit fast alles künstlich teuer gemacht und damit haben wir einen großen Nachteil im internationalen Wettbewerb. Und Künstliche Intelligenz braucht günstige und sichere Energie und die ist in Deutschland nicht mehr vorhanden und deswegen wird Deutschland gegenüber anderen Ländern technologisch abgehângt.
Als es die D-Mark noch gab, hatte Deutschland immer einen Nachteil durch die hohen Wechselkurse der D-Mark. Dadurch wurde die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zusätzlich erhöht, weil er sie zu effektiveren Produktionsprozessen zwang.
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Die CO2-Bepreisung in Europa kann einen ähnlichen Effekt haben. Dadurch wird die Wirtschaft zusätzlich angeregt, auf erneuerbare Energien und die entsprechenden Technologien zu setzen. Und diese werden dann auf dem Weltmarkt nachgefragt.
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Durch Schutzmaßnahmen wird die europäische Industrie nur bequemer und wird den technologischen Vorsprung Chinas nie einholen.
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Ja, und die Serverfarmen für die KI kann man auch mit grünem Strom betreiben. Der ist sogar noch billiger als der graue.
Aries, Abschnitt 1 ist korrekt, Deine Abschnitte 2 bis 4 sind inhaltlich komplett falsch.
In den ersten drei Quartalen dieses Jahres lag der Anteil der Erneuerbaren bei der Stromerzeugung knapp 65 %. D. h. auf den Großteil entfiel keine CO2-Steuer. Für Strom dürfte die CO2-Bepreisung eine immer geringere Rolle spielen, wenn der Ausbau weitergeht.
Ansonsten gilt: Wer Müll erzeugt, zahlt auch die Müllabfuhr. So ähnlich ist das mit dem CO2, eigentlich auch ein marktwirtschaftliches Instrument. Vielleicht wären einige Ausnahmen sinnvoll…
CO² ist kein Müll, sondern öhne dem gäbe es kein Leben auf dem Planeten. Die Story von der Klimaerwärmung durch CO² ist durch viele Wissenschaftler widerlegt. Diese erhalten in den etablierten Medien aber kein Gehör. Und selbst wenn du recht hättest, machen wir wirtschaftlichen Selbstmord, weil der Rest der Welt nicht mitmacht. Im Rest der Welt steigt der Wohlstand, in der EU wird er systematisch zerstört.
Und speziell zu Deutschland ein Zitat aus dem Cicero von Matthias Brodkorb: „Die desolate Lage hat sich inzwischen herumgesprochen: Schon seit Jahren ist die Industrieproduktion rückläufig, während der Staatskonsum immer weiter zunimmt. Vergleichbare Volkswirtschaften haben seit dem Jahr 2019 ein Wachstum von 12 Prozent hingelegt, während Deutschland nur auf einen Wert von 0,1 kommt. Und Besserung ist nicht in Sicht.“.
„ Die Story von der Klimaerwärmung durch CO² ist durch viele Wissenschaftler widerlegt.“
Das ist ja interessant! Auf welche „viele Wissenschaftler“ beziehst du dich konkret? Bitte nenne genaue Quellen, damit wir uns davon überzeugen können.
Mithilfe von chatgpt:
Hier sind bekannte Wissenschaftler, die öffentlich Zweifel oder starke Kritik an der Theorie eines überwiegend menschengemachten Klimawandels geäußert haben oder einzelne Kernaussagen des IPCC bestreiten. Ich nenne jeweils kurz den fachlichen Hintergrund und den Hauptkritikpunkt.
Physik / Klimaphysik
Richard Lindzen (Atmosphärenphysiker, MIT)
Kritisiert die angenommene Klimasensitivität von CO₂ und hält Rückkopplungen für überschätzt.
William Happer (Physiker, Princeton)
Sieht CO₂ primär als Nutzen für Pflanzen, hält Panik vor Erwärmung für unbegründet.
John R. Christy (Atmosphärenwissenschaftler, University of Alabama)
Zeigt Abweichungen zwischen Klimamodellen und Satellitendaten, insbesondere in der Troposphäre.
Roy Spencer (Klimaforscher, Satellitenexperte)
Hält natürliche Klimavariabilität für stärker als von Modellen angenommen.
Geologie / Paläoklima
Ian Plimer (Geologe, Australien)
Verweist auf frühere Warmzeiten ohne menschlichen Einfluss und betont geologische Zyklen.
Don Easterbrook (Geologe)
Sieht solare Zyklen als Haupttreiber langfristiger Klimaschwankungen.
Judith Curry (ehem. Klimaforscherin, Georgia Tech)
Kritisiert politische Vereinnahmung der Klimaforschung und Unsicherheiten in Modellen.
Meteorologie
Freeman Dyson (theoretischer Physiker, Princeton)
Zweifel an der Aussagekraft langfristiger Klimamodelle für komplexe Systeme.
Piers Corbyn (Meteorologe)
Betont solare und kosmische Einflüsse auf das Wetter und Klima.
Chemie / Statistik
Willie Soon (Astrophysiker)
Sieht Korrelationen zwischen Sonnenaktivität und Temperatur stärker als CO₂-Effekte.
Bjorn Lomborg (Statistiker, Ökonom)
Akzeptiert Erwärmung, kritisiert aber Kosten-Nutzen-Relationen der Klimapolitik massiv.
@Dietmar,
freut mich sehr, dass Du der Bitte von Raimund nachgekommen bist. Über die Personen dieser Aufzählung habe ich etwas „nachgelesen“. Das sind Wissenschaftler mit ausserordentlicher Kompetenz und Anerkennung. Z. B.: Prof. am MIT „ … verfasste er über 200 wissenschaftliche Publikationen im Bereich der Meteorologie und Klimatologie … (Zitat Wiki…). Selbstverständlich können auch solche Koryphäen an sehr angesehenen Instituten mitunter „falsch“ liegen. So ist die „Wissenschaft“.
Da ich dazu fachlich nichts Nennenswertes beitragen kann wollte ich mich ursprünglich nicht in Eurer Diskussion äussern. Aber nun tue ich es doch. Ich finde es eine UNGLAUBLICHE RESPEKTLOSIGKEIT diese Wissenschaftlerinnen und Wisssenschaftler mit den „Anhängern der Flache-Erde-Bewegung“ auch nur zu vergleichen – und auch Dich damit in ähnliches Licht zu rücken. Dieses versuchte Lächerlichmachen Anderer ist etwas anderes als freie Meinungsäusserung – und sicher kein WAHRER WERT.
„Ich finde es eine UNGLAUBLICHE RESPEKTLOSIGKEIT diese Wissenschaftlerinnen und Wisssenschaftler mit den „Anhängern der Flache-Erde-Bewegung“ auch nur zu vergleichen.“
Ich weiß nicht, ob Du schon einmal in klimaskeptischen Blogs oder Youtube-Kanälen mitgelesen oder mitgehört hast. Wer da alles als Klimawissenschaftler bzw. Experte herhalten muss… da sage ich jetzt mal besser nicht mehr dazu.
Ich finde es jedoch eine NOCH UNGLAUBLICHERE RESPEKTLOSIGKEIT, mir Obiges zu unterstellen. Denn über diese Wissenschaftler habe ich gar nichts gesagt. Ich weiß noch nicht einmal, ob sie den Klimawandel leugnen, oder den Einfluss von CO2 bestreiten oder was auch immer… Vielleicht sind sie ja auch nur skeptisch oder ablehnend gegenüber einigen Dingen, bei denen sich andere sehr weit aus dem Fenster lehnen und sehr alarmistisch sind (natürlich gibt es auch die, und natürlich gibt es auch Dinge, die umstritten bzw. sehr unsicher sind).
Aber es überrascht mich nicht, denn von Dir bin ich schon viele Anfeindungen / Respektlosigkeiten gegenüber mir gewohnt (die sicherlich über eine freie Meinungsäußerung hinausgingen und kein Wahrer Wert waren).
p.s.: Wenn einer von diesen Wissenschaftlern den menschengemachten Klimawandel allerdings tatsächlich leugnet, dann ist die Meinungsäußerung von mir ganz gewiss absolut in Ordnung. Aber das ist sie sowieso.
Wenn mal unbedingt will, kann man es übrigens auch UNGLAUBLICH RESPEKTLOS finden, die Arbeit einer ganz stark überwiegende Mehrheit von Wissenschaftlern (weit über 90 %) mit jahrzehnte langer Erfahrung, jahrzehnte lang erarbeitetem Wissen und ihre mit sehr viel Detailarbeit in unzähligen Publikationen (womöglich hunderttausenden) dargelegten Erkenntnisse einfach mal so eben in Bausch und Bogen abzulehnen (wenn man den menschengemachten Klimawandel leugnet, tut man das indirekt).
Der erste Wissenschaftler, der den Zusammenhang mit CO2 erkannte, lebte übrigens schon vor 200 Jahren. Das war Fourier.
Ich habe mir übrigens schon vor längerer Zeit ein Bild davon gemacht, dass weder Bildung und Intelligenz noch wissenschaftliche Meriten, Titel oder akademische Ehren und auch nicht gesellschaftlicher Stand unbedingt davor schützen, wissenschaftlichen Unfug zu verbreiten, blind für viele Fakten zu sein, oder Fakten zu verbiegen oder Dinge systematisch zu untertreiben oder zu übertreiben. Und auch nicht davor, diese in unangemessener Weise zu politischer Stimmungsmache zu verwenden. Die Gründe dafür sind oft vielleicht viel banaler, als man glauben mag. Gründe können z. B. einfach sein, unbedingt recht behalten zu wollen, Fehler nicht eingestehen zu wollen, von einem einmal eingeschlagenen Pfad nicht abweichen zu wollen. Und natürlich spielen Emotionen eine große Rolle.
„Glaubenskämpfe“ kann man gewinnen. Kämpfe um physikalisvhe / wissenschaftliche Wahrheiten kann man langfristig aber nur verlieren, wenn man falsch liegt.
„… öhne dem [CO2] gäbe es kein Leben auf dem Planeten.“
Stimmt wahrscheinlich. Denn ohne das CO2 wäre es sehr kalt auf der Erde, nämlich minus 18 Grad Celcius.
„Die Story von der Klimaerwärmung durch CO² ist durch viele Wissenschaftler widerlegt.“
Stimmt nicht. Wie gesagt, ohne CO2 wäre es minus 18 Grad Celcius auf der Erde.
„…weil der Rest der Welt nicht mitmacht.“
Stimmt nicht.
So etwas wie Cicero lese ich nicht. Zu viel Desinformation.
„Die Story von der Klimaerwärmung durch CO² ist durch viele Wissenschaftler widerlegt. Diese erhalten in den etablierten Medien aber kein Gehör.“
Ja, es gibt immer irgendwelche Leute, die etwas anderes behaupten. Diese Leute werden von der Wissenschafts-Community aus guten Gründen zumeist nicht ernst genommen. Auch ein Prof.- oder Dr.-Grad schützen nicht zwingend davor, Unsinn zu behaupten und unwissenschaftlich zu argumentieren. Widerlegt hat keiner von ihnen die Klimaerwärmung durch CO². Andernfalls hätte so ein Wissenschaftler einen Nobelpreis verdient und würde ihn höchstwahrscheinlich auch haben. Das wird aber nie passieren, denn es kann keiner widerlegen.
„Diese erhalten in den etablierten Medien aber kein Gehör.“
Frage: Würdest Du einem Mitglied der Flat-Earth-Community Gehör schenken, wenn Du eine Weltraummission planst oder darüber berichtest?
Wissenschaftler, die einen kleinen Zweifel an der gängigen CO² Theorie äußern, erhalten keine Forschungsgelder mehr und die Publikationen würden nicht veröffentlicht werden. Deswegen vermeiden Wissenschaftler Kritik daran.
Matthias Brodkorb, den ich zitiert habe, ist übrigens Mitglied der SPD und war Finanzminister in Mecklenburg Vorpommern. Der würde sicher nicht irgendwo als Autor schreiben, wo Desinformation verbreitet wird. Was dort (im Cicero) geschrieben wird, passt wahrscheinlich einfach nicht in dein Weltbild bzw. wird durch Fakten gestört.
Der Vergleich mit „flat earth“ ist abenteuerlich. Ich verweise auf das EIKE Institut und auf ein anderes Mitglied der SPD, Prof. Vahrenholt. Der war Umweltsenator in Hamburg und Vorstandsvorsitzender von RWE Innogy.
Siehe auch: Wikipedia > EIKE
https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_und_Energie
Siehe auch:
Wikipedia>Fritz Vahrenholt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Vahrenholt
Ok, das mit Cicero und Desinformation nehme ich zurück, da habe ich übertrieben.
Zum EIKE e. V., der gar kein Institut ist und zu Vahrenholt hingegen braucht man wohl nicht viel mehr zu sagen… einige Abschnitte in den beiden o. g. Wikipedia-Artikeln dürften genügen, um das einordnen zu können.
Sandro, Wikipedia ist keine seriöse Informationsquelle. Wurde von Ideologen und Linken übernommen. Das ist eigentlich allgemein bekannt und auch, dass Personen, die nicht ins linksgrüne Weltbild passen, dort systematisch diskreditiert werden.
Wikipedia ist sicher keine wissenschaftliche Quelle. Als unseriös würde ich sie aber trotzdem nicht generell bezeichnen. Es gibt gute und weniger gute Artikel. Über die Jahre sind viele Artikel besser geworden. Und „dass Personen, die nicht ins linksgrüne Weltbild passen, dort systematisch diskreditiert werden“ würde ich so auch nicht auch nicht sagen. Dies ist ein Narrativ, dass besonders von Klimaspektikern behühmt wird. Warum ist auch klar: Weil die Inhalte dem widersprechen, woran sie glauben. Oder besser gesagt: Woran sie glauben wollen.
Bei Wikipedia gibt es gewisse Grundsätze und viele Quellenbelege. Es werden auch nicht beiebige Quellen als geeignet angesehen. Man kann sie aufsuchen und überprüfen.
Statt Wikipedia pauschal unter Generalverdacht zu stellen, empfehle ich, sie als Anlaufstelle zu nutzen. Zu fragen, ob das stimmt, die Quellen aufzusuchen und von dort aus weiterzurecherchieren.
Beispiel: Herr Vahrenholt hat auf Grundlage seiner Theorien eine deutliche Abkühlung prognostiziert (siehe Grafik). Aber das Gegenteil ist eingetroffen (die Grafik ist nicht mehr ganz up-to-date, der Temperaturanstieg ging noch weiter). Seinem Lebenslauf nach ist er auch kein Klimawissenschaftler. Stimmt das? Sollte man ihm in Klimafragen dann Glauben schenken?
Und nebenbei bemerkt: Wenn man sich ein klein wenig mit der Physik beschäftigt, dann kann man auch schon sehr viele Narrative widerlegen, die einst von der Fossil-Lobby verbreitet wurden und bis heute nachgeplappert werden. Allein Letzteres ist eine ganze Story für sich, zu der man ebenfalls recherchieren kann, wenn man es wissen will.
Damit würde ich diese Diskussion gerne beenden, denn ich glaube, sie führt zu nichts…
Noch eine Anmerkung, da Du von „Ideologen“ sprichst: Der Begriff Ideologie ist mittlerweile zu einem der beudeutungslosesten, abgegriffensten Totschlagargumente verkommen…
Davon abgesehen ist kein Mensch frei von Ideologien. Ich sehe auf Seiten der Klimaskeptiker mindestens genauso viel Ideologie wie auf der Gegenseite, eigentlich aber mehr.
„Ideologen“, „Linke“ und „linksgrünes Weltbild“.
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Ich hätte nie gedacht, dass ich mal mit solchen Schlagwörtern eingeordnet werde, weil ich Wikipedia-Artikel schätze.
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Wer so redet, redet auf jeden Fall nicht sachlich und argumentativ, sondern verunglimpft seinen scheinbaren Gegner.
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Dietmar, ich sage es ausdrücklich: Ich bin nicht dein Gegner. Ich bin aber wahrscheinlich anderer Meinung als du. Und ich möchte nicht mit Pauschalverurteilungen betitelt werden!
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Zu Wikipedia: Ich habe eine wissenschaftliche Ausbildung und kann mir in meinem Fachbereich ein Urteil erlauben. Und ich kann nur sagen, dass die Wikipedia-Artikel zu meinem Fachbereich wirklich gut und auf einem hohen Niveau sind.
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Für Wikipedia-Artikel gilt natürlich, was für alle Lexikon-Artikel gilt: Sie sind Kinder ihrer Zeit und das Produkt eines Autors, der wie alle Menschen seine Grenzen hat.
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Wissenschaftliche Lexika gibt es schon seit über 100 Jahren. Wenn man sie zu den gleichen Themen vergleicht, ist es erstaunlich, wie sich die Erkenntnisse im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Manchmal führte der wissenschaftliche Fortschritt zu neuen Einsichten. Manchmal waren die Artikel einfach von ihrem jeweiligen Zeitgeist beeinflusst.
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Ein wissenschaftlich gebildeter Mensch weiß das. Und er nutzt die Lexika für eine erste Orientierung zum Thema und bildet sich dann eine eigene Meinung dazu. Manchmal ist es sogar erhellend das Lexikon in der Ausgabe von vor 50 Jahren zu befragen.
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Aber ein hochwertiges Lexikon wie Wikipedia einfach zu verunglimpfen, sagt mehr über den, der das tut, als über Wikipedia. Wikipedia hat ein differenzierteres Urteil verdient.
„Sie sind Kinder ihrer Zeit und das Produkt eines Autors“
Sie sind oft das Produkt vieler Autoren und Konsens-Entscheidungen. Manchmal gibt es Manipulationsversuche Einzelner und Auseinandersetzungen, die auch zu Edit-Wars und vorübergehenden Bearbeitungssperren führen können. Wikipedia hat Regeln dafür und Grundsätze wie „Keine Theoriefindung…“ . Wie streng die Grundsätze im Einzelfall eingehalten werden, steht auf einem anderen Blatt.
Sandro, ich weiß, dass die Entstehung der Artikel bei Wikipedia anders läuft als bei gedruckten wissenschaftlichen Lexika.
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Dennoch gibt es Vergleichspunkte. – Nur, dass Wikipedia besser ist. Da wird jeder Verlag blass vor Neid. Wikipedia wird nämlich ständig verbessert und aktualisiert und das alles auf freiwilliger und ehrenamtlicher Basis.
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Wikipedia ist das Produkt einer Schwarmintelligenz.
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Wie gesagt, für meinen Kompetenzbereich sind die Artikel hervorragend und durchaus mit den Artikeln guter neuerer Standardwerke zu vergleichen.
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Deshalb spende ich auch schon mal für Wikipedia. Es wäre doch schade, wenn es dieses Werk eines Tages aus Kostengründen nicht mehr gibt. Hier ist das Wissen der Menschheit versammelt.
„Das ist eigentlich allgemein bekannt und auch, dass Personen, die nicht ins linksgrüne Weltbild passen, dort systematisch diskreditiert werden.“
Noch eine Ergänzung dazu: Es ist nicht das erste mal, dass ich so etwas lese oder höre. „Bekannt“ ist es natürlich nicht. Schon gar nicht „allgemein“. Es wird nur von einer (lauten) Minderheit geglaubt, die es für „allgemein bekannt“ hält, weil es in den Medien, die sie bevorzugen, so oft behauptet wird. Und natürlich, weil es dem widerspräche, was sie glauben will (s. o.).
„So ähnlich ist das mit dem CO2, eigentlich auch ein marktwirtschaftliches Instrument“
Und die USA machen den Schwachsinn und wirtschaftlichen Suizid nicht mit.
Was soll die sogenannte CO2-Bepreisung demzufolge bringen?
Bekommet ihr eigentlich das versprochene „Klimageld“ ausbezahlt?
Zur Erinnerung: SPD, Grüne und FDP einigten sich im Koalitionsvertrag 2021 auf die Einführung eines Klimageldes, das die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung umverteilt…
Wie leicht ihr euch veräppeln lasst…
Es ist ja auch nicht so, dass Geld einfach weg ist, wenn es als Steuer eingezogen wird. Der Staat kann es dann wieder ausgeben. Im Idealfall gibt er es sinnvoll aus. So kann ein Lenkungseffekt erzielt werden – das ist einer der Zwecke von Steuern.
Der Staat ist nicht dazu da, um mich zu lenken. Ich brauche keinen Erziehungsberechtigten, der mich in die „richtige“ Richtung zieht. Und ich gehe auch nicht arbeiten, um das verdiente Geld dem Staat abzutreten, weil ich das Geld verdient habe und dafür Leistung erbracht habe, es mir ergo verdient habe. Der Staat sollte für Sicherheit (externe und interne), Bildung, Recht und Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sorgen. Mehr nicht. Alles andere ist übergriffig. Selbst im Mittelalter wurden den Bauern nur der Zehnte abgenommen. Davon sind wir heute weit entfernt.
„Selbst im Mittelalter wurden den Bauern nur der Zehnte abgenommen. Davon sind wir heute weit entfernt.“
Aha… Du meinst vielleicht den Kirchenzehnt. Die Bauern im Mittelalter waren Unfreie bzw. Leibeigene. Und zu zahlen zahlen hatten sie nicht nur Abgabe an die Kirche, sondern auch an den Lehnsherrn. Hinzu kommt, dass sie zum Kriegsdienst verpflichtet werden konnten (ich meine keinen Wehrdienst). Weitere Willkür kam hinzu. Magst Du das wirklich mit der heutigen Zeit vergleichen? Wenngleich ich es auch so sehe, dass der Staat nicht zu übergriffig werden sollte.
Tja, und wenn sie gestorben sind, dann gehörte das Erbe (sofern es eines gab) auch dem Lehnsherren.
Die großen Bereiche des Öffentlichen Gesamthaushalts (Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen) laut Gemini-KI:
Soziale Sicherung: 50,0 % (vor allem Renten, Arbeitsmarkt & Bürgergeld )
Gesundheit und Pflege: 16,0 %
Bildung: 9,5 %
Sicherheit (Verteidigung und Polizei): 6,5 %
Allgemeine öffentliche Dienste (Verwaltung): 5,0 %
Wirtschaft, Energie und Umwelt: 4,0 %
Infrastruktur (Verkehr und Bau): 3,5 %
Zinsen (Schuldendienst): 2,0 %
Wissenschaft und Forschung: 1,5 %
Rechtsschutz und Justiz: 1,0 %
Internationale Zusammenarbeit: 1,0 %
@Dietmar, Ich vermute dich nerven am meisten die Ausgaben für „Soziale Sicherung“?
Betrachte diese Ausgaben doch einfach als Ausgaben für interne Sicherheit und du lebst schon heute in deiner Wunschwelt 😉
Oder glaubst du auch ohne diese Ausgaben wäre ein Bürgerkrieg unvermeidbar?
Ich möchte mich für die guten Antworten bedanken. Ich dachte bzw. rechnete damit, in der Luft zerrissen zu werden, aber alle Antworten waren sachlich und begründet.
@Dietmar:
„Ich möchte mich für die guten Antworten bedanken“
souverän!
Vielen Dank für Deine sachlichen und konstruktiven Beiträge – auch Dir ein frohes neues Jahr.
Danke, Dir und allen Anderen ebenfalls ein gesundes neues Jahr. Ich denke mir, den meisten Leuten geht es noch zu gut oder sie profitieren von den Subventionen.
@Stefan:
„Ausgaben für „Soziale Sicherung“?
Betrachte diese Ausgaben doch einfach als Ausgaben für interne Sicherheit (…)“
Diese Verbindung wird häufig hergestellt, ist aber mEn falsch.
Interne Sicherheit kann SPIELEND EINFACH von Staat durchgesetzt werden, wenn er denn möchte. Auch in einer Demokratie, wie die USA beweisen.
‚„…weil der Rest der Welt nicht mitmacht.“
Stimmt nicht.‘
Stimmt sehr wohl, lieber Sandro.
Bitte poste hier keine Unwahrheiten, welche Du nicht belegen kannst.
Vielen Dank.
Welchen Einfluss haben eigentlich die bisherigen CO2-Einsparungen Deutschlands auf die Klimaerwärmung?
Hat sich dieser dadurch verlangsamt?