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Der Trendbruch als Warnsignal – Warum unser Ausstieg meist richtig war

14. Mai 2026
Raimund Brichta
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von Raimund Brichta

Ich habe mir mal angeschaut, wie sich die Aktien entwickelt haben, die bei uns nach dem Bruch ihres langfristigen Aufwärtstrends rausgeflogen sind. Das Ergebnis ist bemerkenswert: In den allermeisten Fällen war genau dieser Trendbruch das entscheidende Warnsignal.

Seitdem liefen die betreffenden Aktien entweder nur noch seitwärts – oder deutlich nach unten. Der Rauswurf war rückblickend also meist die richtige Entscheidung.

Die Liste dieser Aktien ist lang: Biomérieux, Exponent, ResMed, Lenzing, Carl Zeiss Meditec, Geberit, Medtronic, Edwards Lifesciences, Bakkafrost, Nibel, SolarEdge, American Water, Mayr-Melnhof, Shimano, Kerry Group, Rational, Fuchs Petrolub, Coloplast, LVMH, Gilead Sciences, Hershey, Auckland International Airport, Canadian National Railway, Fielmann, Adobe, Schindler, Nestlé, Fiserv, Danaher, Roper, Intuit und Copart.

Und die Gegenbeispiele? Bislang gibt es praktisch nur eines: Samsung. Die Aktie hat ihren langfristigen Aufwärtstrend nach einiger Zeit tatsächlich zurückerobert.

Genau für solche Fälle haben wir inzwischen eine Ergänzung unserer Strategie entwickelt. Aktien, die wegen eines Trendbruchs aussortiert wurden, bleiben künftig über unsere reguläre Limit-Überwachung auf dem Radar. Ein Fall wie Samsung soll uns künftig nicht mehr durch die Lappen gehen.

Daneben gibt es einige Sonderfälle:

Bei Cisco – von Peter erwähnt – gab es gar keinen langfristigen Aufwärtstrend, den wir als Ausstiegssignal hätten nehmen können. Inzwischen hat die Aktie allerdings ihre Höchststände aus dem Jahr 2000 wieder erreicht – ähnlich wie Microsoft schon Jahre zuvor. Das ist grundsätzlich ein positives Signal und macht Cisco wieder interessant für die Watchlist.

Old Dominion hat den langfristigen Trend zwar noch nicht zurückerobert, ist inzwischen aber wieder von unten an ihn herangelaufen. Klassischerweise müsste die Aktie dort nun abprallen und bestenfalls seitwärts laufen. Gelingt dagegen die Rückeroberung des Trends, wäre auch Old Dominion wieder ein Kandidat für die Watchlist.

Auch Lotus hat den langfristigen Trend bislang nicht zurückgewonnen, sich nach unserem Ausstieg aber kräftig erholt. Hier wäre etwas mehr Geduld die bessere Lösung gewesen.

Fazit:

Vier fragliche Fälle stehen derzeit 32 aus heutiger Sicht richtigen Entscheidungen gegenüber. Die Trefferquote der Strategie „Bei Trendbruch raus“ liegt damit bei annähernd 90 Prozent. Das Instrument hat sich damit klar bewährt.

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Kommentare

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  • Michael sagt:

    Verlierer rausschmeißen, Gewinner drin lassen.

    Im Endeffekt kommen sämtliche Hoch-KGV Werte auf eine realistische Bewertung zurück. Weitere Werte, die NOCH im WWD sind, folgen dieser gesunden Korrektur. Rollins und Intuitive Surgical sind auf dem Weg nach unten.

    Hohe KGVs werden nur so lange bezahlt, so lange der Markt die Wachstumsstory dahinter abkauft – bzw so lange die Märkte in Liquidität ersaufen.

    Das ist seit Monaten sehr offensichtlich nicht mehr der Fall.