von Volker Schilling
Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?
- Glaube
- Liebe
- Hoffnung
Glaube
Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. So glaubten diese Woche zum Beispiel die katholischen Bischöfe in Dresden, dass ihnen in Sachen Missbrauchsaufklärung noch jemand glaubt. Oder die Aktionäre von Tesla, deren Messias Elon Musk diese Woche am Investorentag eine Bergpredigt gehalten hat. Er glaubt an seinen Masterplan Teil 3, der 2030 mit 20 Mio. verkauften Autos pro Jahr rechnet. Wem der Berg zu hoch ist, dem hat Heilsbringer Elon diese Woche auch gleich einmal gezeigt, wie Wunder aussehen können: Seine deutsche Autokathedrale in Grünheide meldete stolze 4.000 produzierte Autos pro Woche und mehr als 10.000 Beschäftigte. Das hat auch die Aktionäre überrascht, die die Tesla-Aktie erst gegen Himmelfahrt schickten, um dann nach der schwachen Predigt am Investorentag der Aktie eine Höllenfahrt zu bescheren. Der kurze Höhenflug machte Elon Musk für 24 Stunden wieder zum reichsten Mann der Welt, bevor er diesen Titel wieder an den Handtaschengott Bernard Arnault abgeben musste. Man kann es kaum glauben.
Liebe
Die Liebe der Deutschen galt in der Vergangenheit seit jeher der Geldwertstabilität. Wie kein anderes Volk fürchtete man die Inflation und so war die Bundesbank jahrzehntelang der Hort für eine starke D-Mark. Die Europäische Notenbank (EZB) dagegen ist großzügiger, liebt es gerne laissez faire und gab der Stabilität eine lange Leine. Eine zu lange Leine wie wir seit letztem Jahr wissen. Die EZB ist neue Liebschaften eingegangen, zum Beispiel die Euro- und Staatenrettung oder die Förderung eines nachhaltigen Umbaus der Wirtschaft. Doch alte Liebe rostet nicht und so ist die Notenbank seit einigen Sitzungen gezwungen, den Schraubstock der Geldwertstabilität, den Zins, wieder anzuziehen. Die Inflation will sich aber nicht so recht umarmen lassen und zeigte sich auch diese Woche hartnäckig. Unverändert bei 8,7% lag die deutsche Inflation im Februar und damit völlig ungerührt von den Liebesbekundungen der Notenbanker. Der Druck durch Lohnforderungen und Nahrungsmittelpreise will einfach nicht nachlassen und die Bremsspuren in der Wirtschaft bleiben aus. Letzteres macht allerdings Hoffnung:
Hoffnung
Die Wirtschaftsindikatoren des Ifo-Institutes, des ZEW und die PMIs für Europa kommen alle besser rein als erwartet. Es keimt Hoffnung auf eine Absage an die Rezession. Europa ist der Hoffnungsträger an den Börsen: Seit Oktober 2021 über 26% Outperformance gegenüber dem US-Index S&P500. Seit Jahresanfang fast 8% mehr Ertrag als der US-Markt, trotz Krieg, trotz hohen Energiepreisen, trotz Inflation, trotz Zinserhöhungen. Was kommt jetzt? Bleibt das so? Dazu mein ganz aktuelles Interview beim Börsenradio: „Der Dax ist ein gewaltiger Outperformer“. Ich mache Ihnen in meinem Interview Hoffnung darauf, dass es gute Gründe gibt, dass diese Entwicklung anhält. Dazu braucht es weder Glaube oder Liebe noch Hoffnung. Es braucht lediglich die vierte oft vergessene Weisheit: Bewertung! Hören Sie doch einfach mal rein. Hoffentlich haben Sie diese Woche meine Kolumne bis zu diesem Ende gelesen, denn ich habe sie mit viel Liebe geschrieben. Warum? Das sagt Ihnen die Bibel: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Kor 13,1ff.) In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Liebe und einen guten Start in die kommende Woche.
Ihr Volker Schilling

„Bewertungen“ US-Aktien wird im Verhältnis zu deutschen Werten seit Jahren grundsätzlich ein höheres KGV zugebilligt. Dafür gibt es Gründe…auch politische. Es handelt sich um einen Trend. Trends dauern oft länger als angenommen. Die Bewertungsunterschiede können aber nicht ständig wachsen. Irgendwann erfolgt eine Korrektur.
Ich will immer noch keine Bayer, BASF oder SAP kaufen
Marco, das kannst du doch auch machen… jeder soll und muss seine eigene Anlagestrategie finden, muss sich Gedanken machen und dann allen hier im Blog viel Erfolg mit der jeweiligen Strategie.
Ich habe BASF und auch Bayer im Depot… auch Mercedes und VW. Bei VW sieht man am Freitag, peng, +10% und das für einen so großen Dax-Wert. Es ist in meinen Augen absurd, wie niedrig VW bewertet ist. KGV 4 etwa. Selbst wenn sich der Gewinn halbieren würde, wären wir immernoch bei einstelligem KGV und selbst wenn sie überhaupt nicht mehr wachsen würden und den Gewinn nicht steigern könnten, wären sie beim jetzigen Kurs weiterhin nur bei dem KGV. Eine sehr gute Dividende und über die Sonderdividende von Porsche will ich ja noch nicht mal reden…
Ob Tesla 20 Millionen Fahrzeuge 2030 schafft… und selbst wenn, es ist doch in der jetzigen Bewertung für mich schon längst eingepreist… Tesla muss auch massiv investieren, um überhaupt die 20 Millionen Fahrzeuge bauen zu können. Warten wir ab, ich fühle mich mit einer VW im Depot klar wohler als mit einer Tesla…
Mit SAP stimme ich Marco zu, sie sind für mich auch zu träge, die Welt in ihrem Bereich dreht sich schneller… Salesforces macht es besser.
@Peter: zu deinem Beitrag im anderen Blog. Du kannst in meinen Augen die Bevölkerung von Deutschland nicht mit der Weltbevölkerung gleichsetzen, sondern ich denke, du müsstest den Anteil an dem Anteil der Industrieländer und entwickelteren Nationen (z.B. China) ins Verhältnis setzen, wenn du die Anzahl der Patente vergleichst. Habe den Beitrag auch gesehen…
Ich kann aber – zumindest zum Großteil 😉 – die Argumente von Michael verstehen und sehe auch Gefahren für Deutschland, der Chef von BASF hat klar Dinge kommuniziert…
Die Frage ist z.B., hat BASF vielleicht doch, wenn auch mit Verzögerung eine gewisse Preissetzungsmacht als größter Chemiekonzern der Welt? Ich denke schon, was wäre z.B. wenn es BASF plötzlich nicht mehr geben würde? Unzählige Wirtschaftszweige hängen irgendwie von BASF ab bzw. die Konkurrenz kann den kompletten Markt mit ihren Kapazitäten nicht abdecken… natürlich kenne ich auch die Probleme von BASF, deswegen ist meine Position nun nicht riesig…
Es hieß mal 7-8% pro Jahr kann man im Durchschnitt maximal an der Börse nur erwarten… und inzwischen gibt es Konzerne, die fast diese Divi-Rendite liefern…
Glückwunsch zu VW, Andreas. Ich halte meine Mercedes und erfreue mich ebenfalls über die bald anstehenden Dividenden.
Beim Weltkonzern BASF ist die Marschrichtung klar:
Eine Entkopplung des Westens von China bedeutet das Quasi-Aus von BASF.
Wenn Europa weiterhin Geschäfte machen darf mit China, dann hat BASF eine hervorragende Zukunft vor sich. Das neue BASF-Werk in China wird eine Cashcow werden.
Tesla hatte ich nie und werde sie nie haben. Klar, den Hype habe ich verpasst. Aber auch den Absturz. Tesla wird früher oder später eine normale Bewertung erfahren.
Danke Michael, trotz des Anstiegs bin ich mit VW noch leicht im Minus (Sonderdividende mal nicht berücksichtigt, sonst bereits leicht im Plus)… Blume wird VW auf Profitabilität trimmen, denn inzwischen haben die Autobauer erkannt… nicht die Nr. 1 in Stückzahlen ist entscheidend, sondern was hängenbleibt…
@Peter: Danke für deine Kryptowünsche, ich weiß es ist spekulativ und auch sehr volatil, habe aber weiter fest den Glauben, dass Bitcoin und auch manche Projekte bei den Altcoins sich durchsetzen werden, der Finanzmarkt nach einer (notwendigen) Regulierung Kryptos als Asset sehen wird… viele große Konzerne und Banken beschäftigen sich inzwischen mit Kryptos und Blockchain… ob da mal eine Kryptobörse pleite geht, ist mir völlig Wurst… ich sehe die Projekte und wie immer und immer mehr weiter entwickelt wird…
Eine Entkopplung bedeutet aber auch das quasi-aus für die deutschen Automobilhersteller.
Die verkaufen alle >40% in China, bei Mercedes sind die chinesischen Firmen sogar direkt beteiligt. Mercedes zudem Zykliker und wo die gerade stehen kann man auch schön sehen…
Zu VW. Die haben eine der beiden Gewinnbringer nun ausgelagert (Porsche). Bin gespannt wie die bei den hohen Invests die Gewinne steigern wollen.
Andreas „Patente ..Weltbevölkerung“ Selbst wenn man nur die entwickelten Länder (USA, China, Japan, Südkorea u.a.)in den Vergleich einbezieht, stehen wir hinsichtlich der Patente in der Realtion der Bevölkerungszahlen doch offensichtlich hervorragend da . Rechne mal nach . Bei der Gelegenheit ganz aktuelle Meldung (Zeit)…Der chinesische Volkskongress legt Wert auf harmonische Beziehungen zu EU. Man sieht die EU ist wirtschaftspolitische als großer Absatzmarkt ein Machtfaktor. Wie die Sache China, USA, EU letztlich ausgeht bleibt natürlich ungewiss. Jedenfalls bin ich heilfroh, daß es Trump nicht gelungen ist die EU zu spalten. Die wirtschaftlichen Folgen für uns wären nicht unbedingt positiv gewesen. Ein Forist hier im Forum hat ja auch den Brexit begrüßt, weil dieser zumindest f. GB vorteilhaft sei. Wie es GB heute geht wissen wir inzwischen…. auch was mit den hier vereinzelt v. einem Foristen über den grünen Klee gelobten russischen Aktien passiert ist. Viel Glück mit den Kryptos.
Zitat:“ Ich habe BASF und auch Bayer im Depot…“
Nun warum habe ich BASF nicht im Depot? Für mich wäre zum Beispiel eine Frage, wann hatte BASF den höchsten Gewinn und Umsatz gemacht? Die Frage stelle ich Dir, weil ich nicht denke, dass Du Dir die Frage schon vorher gestellt hattest.
Damit kommen wir zum nächsten Punkt: Wenn Unternehmen richtig abbauen, dann steigt deren Dividendenrendite und fällt ihr KGV und auch der Kurs. BASF mal über 80 Euro? War mal. Warum eigentlich? Ist BASF seitdem nicht viel attraktiver geworden? Weil Dividendenrendite gestiegen und KGV niedriger wurde. Also gegenüber 80 Früher klingt doch BASF super oder? Außer, wenn BASF kein Zykliker mehr ist, der mit jedem Zyklus mehr Umsatz und Gewinn macht? Ist BASF den noch ein Zykliker, der mit jedem Zyklus mehr Gewinn und Umsatz macht. Wir hatten in den letzten 15 Jahren auch etwas Inflation. Also wann hatte BASF seinen höchsten Gewinn und Umsatz?
Wen Du dazu dazu die Antwort raus hast, bekommst Du eine kleine Ahnung davon, warum ich BASF heute für richtig teuer halte, nachdem sie richtig stark gefallen sind. Dividendenrendite und KGV sind Warnungen.
„Seit Oktober 2021…“
Warum willkürlich diesen Monat rauspicken? Milchmädchenrechnung?
Man betrachte den 5-Jahreschart DAX vs S&P500.
Ps. Bibelfest sind mehrere Foristen hier. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ – elementar!
Der Trend ist Dein Freund. In einem Jahr 26%. Das hat Gründe.
Na ja, ich musste halt den Starzeitpunkt der Outperformance wählen, um über die Outperformence zu schreiben und das war nunmal der Oktober 2021. Und lass und doch den kommenden 5.Jahreschart betrachten, wenn es soweit ist ;-).
„Na ja, ich musste halt den Starzeitpunkt der Outperformance wählen, um über die Outperformence zu schreiben und das war nunmal der Oktober 2021“
Geiler Humor! 😉
Einen schönen Sonntag und guten Start in die neue Woche…
„kommenden 5-Jahreschart betrachten, wenn es soweit ist“ Jo jeder Börsianer sollte sich
vor evtl. Transaktionen ohnehin zunächst mal überlegen, wann es für ihn soweit ist. Wer sich unsicher ist, kann auf statistische Daten (Sterbetafeln) über seine Lebenserwartung zurückgreifen. So gesehen gibt es keine allgemeingültige Anlagestrategie f. alle Altersgruppen. Jüngere haben m.E. jedenfalls als Daueranleger beste Chancen, wenn sie international breit streuen u. kontinuierlich investieren. Der beste Kaufzeitpunkt ist immer „jetzt“
Milchmädchenrechnung oder genau hinsehen? Also den Spruch finde ich gut. 2021 war also super?
Gucken wir mal nach 2011:
Ergebnis pro Aktie: 6,74 Euro
2021:
Ergebnis pro Aktie: ca. 6 Euro glatt
uiii úiii, wie wäre mal mit ein paar Milchmädchen anheuern oder so?
BASF ist massiv abgestürzt und die Zahlen sagen warum. Nur weil es dann mal eine Gegenbewegung gibt, wird man mit BASF kein Gewinner. Man konnte seit 2011 nur mit Timing mit BASF Geld verdienen. Wer das auch immer kann, bitte schön.
Früher hatte BASF mit jedem Zyklus mehr Geld verdient und Umsatz gemacht. Das ist jetzt irgendwie vorbei. Und das hat Bewertung gekostet.
Als ich BASF verkauft hatte, lag die Dividendenrendite bei etwas unter 4 %. 3,5 % ist mein rotes Tuch. Seitdem hat niemand mit BASF gewonnen ausser mit Timing. Ich war damals zögerlich und hatte gezweifelt, hatte Dämonen an die Wand gemalt. Aber die Entscheidung war richtig.
BASF hat deswegen eine so hohe Dividendenrendite, weil der Kurs geschlachtet wurde. Und der Grund findet sich in den Zahlen. BASF ist ein Zykliker, der mit jedem Zyklus verliert. Und genau das spiegelt der Kurs. 26 % Gewinn nach 50 % Kursverlust ist kein Gewinn. Gucke Dir doch nur den Chart seit 2011 an und frage nach Gründen.
BASF ist eine deutsche Lieblingsaktie für *ok ich sage es* echte Aktienprofies).
Peter, das mit dem Volkskongress habe ich auch gehört… und Deutschland und die EU tut gut daran wirtschaftlich neutral zu sein, gegenüber USA, aber auch gegenüber China…
Und dann könnte auch eine gewisse Stärke für die EU wieder entstehen… denn stellen wir uns mal vor, insgesamt ist das Verhältnis zu China wirtschaftlich neutral, EU will Handel mit China, umgekehrt aber auch… weil China ja die USA „spüren“… und die EU sogar nun auch.
Umgekehrt was wäre denn die USA, wenn die Wirtschaftsbeziehungen USA zum Rest der Welt plötzlich schwierig werden… plötzlich EU, Indien, China, Südafrika, Brasilien machen auf neutraler Ebene Handel und die USA weil sie den Bogen überspannt hat als Wirtschaftssupermacht… reduziert sich plötzlich stärker selbst nur auf ihren eigenen Binnenmarkt…
Die EU tut gut daran, aus der aktuellen Situation, ihren Konsequenzen zu ziehen, das Abwerben von Industrien in die USA kann für sie selbst eines Tages zum Boomerang werden…
Wir stellen uns vor China und USA eskaliert wirtschaftlich… peng, plötzlich darf Apple und Tesla keine Produkte mehr in China vertreiben und die EU findet mit China ein neutralen Weg zum wirtschaftlichen Handeln, egal wie man sonst zu politischen Dingen steht… was heißt das z.B. für Konzerne wie BASF und VW, was würde das aber für Tesla bedeuten?
Und gerade das Bekenntnis Chinas zur EU ist ein Angriff gegen die USA, weil diese die Daumenschrauben für China merklich anziehen… und deshalb wird China bis auf absehbare Zeit Taiwan in meinen Augen in den nächsten Jahren niemals angreifen, weil sich dann China selbst isolieren würde… China ist wirtschaftlich aktuell auch angeschlagen… und ein Konflikt mit der Welt kann auch China sich nicht leisten, die Spannungen mit USA reichen China schon…
Kein Land, auch die USA nicht, können sich leisten wirtschaftlich stärker auf der Welt isoliert zu sein… Handel mit der Welt ist für alle großen Wirtschaftsnationen essentiell…
Andreas „USA isoliert“. Hhm. m.E. könnten sich die USA am ehesten im Fall einer Isolierung über Wasser halten. Öl, Gas vorhanden, große ldw. Flächen, Bodenschätze (verbandelt mit Kanada). Sehr wehrhafte Armee. Vmtl. dürfte aber der amerikanische Verbraucher leiden, wenn die vielen Einfuhren entfallen. Tesla halte ich nicht….auch ein Kauf ist nicht beabsichtigt. Da find ich Bayer besser.
Bei Baier gibt es übrigens seit einigen Monaten Insiderkäufe…ich mein ja nur guckt mal rein
So einfach werden sich die Beziehungen zu China nicht entwickeln. Irgendwann wird die USA Europa und deren Unternehmen auffordern, den von den USA erhobenen Sanktionen zu folgen.
Falls man das nicht tut, gibt es auch Sanktionen gegen Europa.
Das hat Trump ja schon vorgemacht.
Wie hat es Buffett so schön formuliert: „Kurzfristig ist der Markt eine Wahlmaschine, aber langfristig ist er eine Waage“.
Der Markt schaut Monate und Jahre in die Zukunft und wiegt die Aussichten der Unternehmen auf Gewinne ab. Momentan traut der Markt Tesla wohl deutlich mehr in Zukunft zu als VW und Bayer, ob es so kommt wird man sehen.
Ich persönlich kaufe bis zu einem gewissen Punkt lieber Anteile an einem „teuren“ wachsendem Unternehmen als Anteile an einem „günstigen“ aber stagnierenden bzw. schrumpfendem.
Chris, ich gebe dir im Grundsatz vollkommen recht.
Tesla ist für mich ein Hype und ja, wächst gegenüber den etaliblierten Herstellern gigantisch, das wird aber auch von Tesla erwartet. Selbst mit den 20 Mio Fahrzeugen 2030, was für mich gar nicht geht, weil Tesla erstmal die Kapazitäten dafür aufbauen müsste, der Markt hat nicht reagiert.
Es zählt der Gewinn… und wenn ich mir anschaue, was Mercedes, VW, nehmen wir noch Stellantis, Toyota, Hyundai und noch 1-2 andere dazu. Was haben diese Konzerne alle zusammen für ein Gewinn 2022 gemacht, was haben sie für unzählige Fabriken, wieviel zig Millionen Autos verkaufen sie… usw. usw. und was haben sie zusammen für eine Marktkapitalisierung? Und was hat Tesla?
Ja, ich habe bei dem Absturz von Tesla dieses Jahr gar mal eine Mini-Zock-Position gestartet und nach 20% Gewinn letztlich wieder raus (auch wenn rückblickend etwas zu früh)…
Das Wachstum ist bei Tesla doch schon bis 2030 ohne Probleme eingepreist, die gigantischen Investionen die Tesla auch noch tätigen muss… wieviel macht Tesla unterm Strich bis 2030 in Summe an Nettogewinn und was machen alle die o.g. Unternehmen zusammen bis 2030 für Mrd-Nettogewinne… selbst wenn wir annehmen, sie wachsen nicht mehr… das ist für mich der Bewertungsunterschied… und selbst wenn sich Tesla vom aktuellen Niveau halbieren würde, selbst die Bewertung hat Tesla in meinen Augen nicht verdient bzw. der Markt preist dann die Bewertung von 2030 von Tesla im Jahr 2023 schon ein…
Man wird sehen… aber im Grundsatz gebe ich dir recht und ich investiere auch gern in wachsende Unternehmen, selbst wenn die Bewertung teurer ist… aber Tesla wie VW im direkten Vergleich sind für mich absurd, beide nur in unterschiedlicher Richtung…
Bei Tesla kommt als Risiko hinzu, dass Elon Musk sich – zumindest vordergründig – als „Anti-Establishment“ präsentiert.
Er macht sich über Bill Gates lustig, kommentiert den Krieg in der Ukraine und unterstützt die Republikaner. Kauft Twitter und veröffentlicht Korrespondenzen vor zig Millionen Followern…
Über Tesla lässt sich vortrefflich streiten und diskutieren, das sieht man ja immer wieder. Ich tue es auch gern.
Z.b. finde ich die Richtung wichtig und gut in die das Unternehmen geht, wobei der Masterplan 3 von Musk ja gar nicht so Tesla-spezifisch ist, sondern eher eine Skizze für die Entwicklung der erneuerbaren Energien in der Weltwirtschaft und wie sich Tesla darin positionieren möchte.
Auch finde ich gut, dass sie im Vergleich zu anderen Großkonzernen sehr offen zeigen was sie entwickeln und wohin die Reise hingeht. (AI Day, Investor Day usw.)
Zitat: „Das Wachstum ist bei Tesla doch schon bis 2030 ohne Probleme eingepreist.“
Jetzt glaube ich z.b. gar nicht an die 20 Millionen Fahrzeuge in 2030, aber wie rechnest Du aus, dass der Markt das schon eingepreist hätte beim aktuellen Preis von 200 Dollar? Grob hochgerechnet ergibt sich für mich ein Kurs von 200 Dollar wenn man Tesla in 2030 ein KGV von 5 zugesteht und Tesla dann ca. 10 Millionen Autos verkauft. Von daher könnte man argumentieren 10 Millionen Autos wären eingepreist, aber 20?
Für mich war Tesla ein klarer Kauf bei 100 und jetzt gerade eher ein Halten.
Die Investitionen der Zukunft für das Wachstum erscheinen mir unlogisch als Grund für verringerte Gewinne, Tesla musste doch auch schon die letzten Jahre massivst in Fabriken investieren und hat es trotzdem geschafft mit einer doppelt so hohen Marge wir die anderen Autohersteller zu operieren. (In 21 und 22 Berlin und Austin gebaut aber noch ohne nennenswerte Produktion)
Für mich liegt der Bewertungsunterschied in der Marge, den erheblichen Wachstumschancen und den anderen Geschäftsfeldern wie z.b. die Energiesparte oder das Feld Software und Autonomes Fahren bzw. Robotik (Worüber sich auch wieder sehr gut streiten lässt 😉 Diese zusätzlichen Felder sind aber für mich der Grund warum Tesla in 2030 eben nicht nur ein KGV von 5 zugestanden werden könnte.
Übrigens hat Tesla im Jahr 2022 mit 1,3 Millionen verkauften Autos fast genauso viel Gewinn wie Volkswagen mit über 8 Millionen verkauften Autos gemacht oder? Das würde mich als VW Aktionär nachdenklich machen.
Tesla hat 15 Mrd. Nettogewinn in 2022 gemacht, wirklich?
Ich gebe zu, dass ich die Zahlen von Tesla nicht im Detail kenne, aber sie machen jetzt schon so viel Gewinn?
Hatte Raimund früher nicht mal vorgerechnet, dass der Großteil des Gewinns von Tesla aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten kommt und gar nicht vom Autoverkauf… oder erinnere ich mich da nicht richtig? Das wäre ja dann ein Sondereffekt…
Ich gebe zu, Tesla ist extrem profitabel, egal wo der Gewinn herkommt, und VW könnte nach meiner Meinung mehr Gewinn heben… bei dem Umsatz da muss mehr hängenbleiben… man wird sehen… und auch, ob Tesla 2030 10 Millionen Autos wirklich verkauft.
Ich wünsche dir natürlich viel Glück mit Tesla, vielleicht hast du recht…
Nicht ganz 15 stimmt, es sind nur 13,7.
Was die Zertifikate angeht weiss ich nur, dass pro 1 Dollar Umsatz 2 Cent auf die Regulatory Credits entfallen. Also nicht viel.
Man wird sehen, Tesla ist immer zu sehr gehyped und dann auch zu teuer, keine Frage.
Danke für die Antwort Chris. Auf alle Fälle wünsche ich dir natürlich viel Erfolg mit deinem Tesla-Investment.
Siehe ASML.
ASML, ist für mich eine Spezialsituation und nicht mit der Thematik Tesla vergleichbar… E-Autos können im Grundsatz erstmal alle bauen und alle werden E-Autos auch verkaufen können… die einen mehr, die anderen weniger… die einen verlieren Marktanteile, die anderen gewinnen welche, aber in meinen Augen rechtfertigt dies den gigantischen Bewertungsunterschied nicht…
… und alle können wir sowieso nicht zukünftig E-Autos fahren… in meinen Augen wird und muss es eine Antriebsmischung in der Zukunft geben… E-Autos (auch mit unterschiedlichen Batterieformen, nicht nur Li-Ion), Wasserstoff, Verbrenner mit neuem „Brennstoff“ …
So einfach ist es für die USA auch nicht. Sanktionen=Gegensanktionen. Die USA sind weltweit größter Schuldner mit erhebl. Handelsbilanzdefizit. Biden könnte kompromissbereiter als Trump sein. Schaun mer mal
Trumps Forderungen nach fairen Handelsdeals und ein paar Fabriken in den USA waren ein Kindergeburtstag im Vergleich zu dem, was Europa jetzt durchmachen muss…
Dank der Biden-Administration erfreut sich Europa über…
Krieg, Flüchtlingsströme mit den entsprechenden Kosten, Handelssanktionen gegen eine Rohstoffmarkt, hohe Inflation aufgrund Angebotsknappheit, 100 Mrd „Sondervermögen“ für Kriegsgerät (made in USA), 2 Prozent ins Militär vom BIP stecken (made in USA – wiederkehrende Einnahmen), Sprengung von Pipelines, die nach Deutschland führen, Abwerben und Abwandern der Industrie, …
Aber das finden die Deutschen eben ok. Wozu braucht man denn Wohlstand oder Investitionen in die eigene Infrastruktur? Viva Deutschland-Takt der Bahn ab 2070 – Realsatire pur. Dafür hat man kein Geld, hätte 80 Milliarden gekostet…
Dank der Biden-Administration erfreut sich Europa über…
Krieg, …
Alles klar, also hat Biden den Krieg begonnen?
„2 Prozent ins Militär vom BIP stecken“… äh, wie war doch gleich Trumps Meinung dazu?
„Aber das finden die Deutschen eben ok.“ Ja was denn sonst. Normal, oder? 🙂
Wer hat am meisten Schuld?
a) Trump
b) Biden
c) Putin
d) Scholz
e) Merkel
f) Die Nato
g) Die EU
h) Der komplette Westen
i) Die Medien
j) Die Lobbyisten
k) Bill Gates
l) Der Klimawandel
m) die SPD
n) Corona
o) Impfstoffe
p) alle
q) niemand
r) Affenpocken
Ich tippe auf m) oder q), denn dass nur die SPD Schuld hat, wusste schon Rudi Carrell und „niemand“ hatte ja auch vor, eine Mauer zu bauen. 🙂
n) denn dank der Coronamaßnahmen wurden wir alle vor dem sicheren Tod gerettet – da sind wir uns doch einig.
Und dank der Coronabillionen – die unsere Wirtschaft gerettet hat – erfreuen wir uns jetzt einer Inflation.
Ach ja, Trump fand ja auch Nord-Stream 2 super! 🙂
Und nicht vergessen: Biden hat den Krieg schon im Jahr 2014 begonnen….
Wer war 2014 Vizepräsident der USA?
Und was hat Victoria Nuland 2021 in Moskau besprochen?
Na, das kann man anders sehen. Was Medien schreiben, ist mir eher egal, ich denke nach.
Die erste Frage wäre, wurde etwas von der Seite des Westens und ich sage mal USA getan, um den Krieg in Gang zu bringen. Ist der Westen also unschuldig?
Ich sage nein.
Die zweite Frage: Hat Amerika ein Interesse an den jetzigen Zuständen? Ja unbedingt. Europa geht als wirtschaftliche Konkurrenz unter, Russland verliert sein Gefahrenpotential, alles im Interesse der USA.
Deutschland wird gewaltig verlieren. Das kapieren die meisten nur nicht. Deutschland ist in 10 Jahren keine wirtschaftliche Macht mehr. Wir haben fertig.
Egal wie wir denken, wir haben einen Zustand, der in erster Linie den Amis in die Hände spielt.
Die Frage bleibt offen, ob es andere Wege gegeben hätte.
Allerdings hat Deutschland seine Denkfabriken vor ein paar Jahren geschlossen.
Eine Sache muss noch erwähnt werden: Seit dem 2. Weltkrieg ging es bei allen großen Kriegen nie um Demokratie oder ähnliches, sondern um Stellvertreterkriege. Warum sollte es dieses mal anders sein? Weil es Zeitungen schreiben? Die kann man so leicht kaufen wie nie zuvor.
„Eine Sache muss noch erwähnt werden: Seit dem 2. Weltkrieg ging es bei allen großen Kriegen nie um Demokratie oder ähnliches, sondern um Stellvertreterkriege. Warum sollte es dieses mal anders sein?“
Ein klassischer Stellvertreterkrieg ist das m. E. nicht. Denn anders als in früheren Stellvertreterkriegen wird Russland als Kriegspartei nicht vertreten.
„Dank der Biden-Administration…Krieg Flüchtlingsströme“…..Danke f. Info. Wusste garnicht, daß in Wirklichkeit die USA in die Ukraine einmaschiert sind….vmtl. in russischen Uniformen. Ja ja die Mainstream-Medien…..
Peter und Sandro, alles eine Frage der Perspektive.
https://thewire.in/world/more-indians-hold-us-nato-responsible-for-ukraine-war-than-russia-survey
Die Mehrheit der 1,3 Milliarden Inder sieht die Verantwortung nicht bei Russland, sondern „beim Westen“ Die Ergebnisse finde ich faszinierend, aber sie sind logisch.
Der aufstrebende Osten, welcher sich der kolonialen Ausbeutung sehr bewusst ist. Und all die Kriege…
Gerne könnt ihr eure Empörung zur Schau stellen, und euch moralisch super fühlen.
Ich interessiere mich eben für die globale Betrachtungsweise.
Ach, natürlich fühl mich moralisch super! 🙂
Wusstest Du schon: Das 10. Sanktionpaket gegen Russland umfasst auch Toilettenartikel. Um 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschissen!
„Der aufstrebende Osten, welcher sich der kolonialen Ausbeutung sehr bewusst ist“, bgrüßt die Kolonialisierung der Ukraine. Logisch. Ach nee, es ist ja gar nicht nur eine Kolonialisierung. Kann es gar nicht sein, denn die Ukraine ist ja gar kein echtes Land.
„bgrüßt die Kolonialisierung der Ukraine.“
Mal wieder ein klassischer Sandro: in meinem Posting habe ich eine Umfrage zitiert. Nirgendwo steht, dass der Osten den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands „begrüßen“ würde – aber Du dichtest das hinzu.
Meine Meinung: schwacher Stil, einem Foristen Worte unterzujubeln. Schade.
Nochmal zur Umfrage: Wie sinnvoll ist es, die Umfrageergebnisse für USA und Nato als diejenigen des „Westens“ zu addieren, wenn doch die USA auch in der Nato sind? Was wäre die Nato überhaupt ohne die USA? Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
Der Punkt geht an Dich. Den selben Gedanken hatte ich auch.
Offenbar folgt die indische Regierung dennoch der Mehrheitsmeinung der indischen Bevölkerung.
Auch historisch haben Indien und Russland passable Beziehungen. Ähnlich Südafrika.
Zugespitzte und sarkastische Formulierungen sind Dir ja außerdem nicht fremd – Du machst ja auch häufig Gebrauch davon. Da muss ich mich schon fragen, wie Du darauf kommst, dass ich Dir etwas „unterjubel“.
Angesichts Deines Eingangskommentars (und dem dabei gewählten Diskussionstil) könnte ich auch nur schwer glauben, dass Du ursprünglich nur eine globale Betrachtungsweise und geopolitische Verschiebungen thematisieren wolltest.
Wie man in den Wald ruft…
Natürlich interessiert mich die globale Betrachtungsweise, die geostrategischen Entwicklungen.
Einen Foristen falsch zitieren lehne ich als Stilmittel ab.
Machen wir eine Pause und harren der Dinge. Der Krieg geht weiter, die Inflation im Westen bleibt auf erhöhtem Plateau, und auch die Zinsen sinken nicht.
Never fight the FED.
Nochmal: Ich habe Dich doch gar nicht zitiert!
(Siehe unten: Der Kommentar dort hätte eigentlich weiter oben erscheinen sollen)
Ich hatte nur einen Halbsatz von Dir als Zitat in Anführungszeichen gesetzt. Vielleicht hat das ein Missverständnis ausgelöst. Der Rest stand – erkennbar als nicht zitatzugehörig – nicht in Anführungszeichen.
Alles gut, we make no war and remain peaceful. 😉
👍
Lawrow wurde in Indien f. Äußerungen, die deinen ähneln, ausgelacht. Die UN hat die unmenschliche russische Invasion in der Ukraine mit einer historischen Mehrheit 2x verurteilt. Ich vermute, der Moderator des Konkurenzforums „wahre Werte Depot“ hätte zu Recht anders auf Deine Äußerungen reagiert.
Peter, Einzelmeldungen und Einzelmeinungen sind irrelevant.
Natürlich sind die geopolitischen Standpunkte unterschiedlich, und falls beim Lavrov-Interview ein paar westliche Journalisten laut gelacht haben, dann wurde eben Gelächter vernommen.
Mein wesentlicher Punkt ist: ich kommentiere die geostrategischen Verschiebungen, versuche die globale Betrachtungsweise wiederzugeben. Das finde ich wahnsinnig spannend! Zudem ist es essentiell, dies bei Investitionsentscheidungen im Auge zu behalten.
Es ist Russland nicht gelungen, die Ukraine in einem schnellen Enthauptungsschlag auszuschalten.
Es ist dem Westen nicht gelungen, Russland zu isolieren und wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, geschweige denn einen Regime Change in Moskau zu erreichen.
Chinas aktuelle Äußerungen sind nebenbei bemerkt eindeutig. Sie stellen Europa vor die Wahl, ein Vasall der USA zu sein, oder eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu führen.
Mal sehen wie sich Europa entscheidet, falls Europa überhaupt eine Entscheidungsfreiheit hat.
Spannende Zeitenwende!
Na ja, untergejubelt habe ich Dir diese Aussage eigentlich nicht wirklich. Ich habe ja nicht gesagt, dass Du das so behauptet hättest. Es war allerdings eine Anspielung auf das Thema „Kolonialisierung“, das Du angesprochen hattest, und unter diesem Gesichtspunkt kann man eben auch eine ganz andere Logik konstruieren. Mehr wollte ich damit gar nicht sagen.
In Bezug auf den von Dir verlinkten Artikel kann man auch ein bisschen genauer hinschauen. An erster Stelle geben Inder demnach Russland die Schuld, gefolgt von USA und Nato. Erst wenn man USA und Nato als „den Westen “ zusammenaddiert, ergibt sich die von Dir gemeinte Aussage der Umfrage. Aber ist das dann überhaupt tatsächlich ein „korrektes“ Ergebnis der Umfrage, wenn doch eigentlich zwischen Nato und USA differenziert wurde?
Was das „Unterjubeln“ betrifft: Ich glaube nicht, daß ein “ Unterjubeln“ – in welcher Form auch immer – ein “ klassischer Sandro“ wäre. Den Rest, den ich geschrieben habe, jubel ich Dir übrigens auch nicht unter.
BTW: „… Eure Empörung zur Schau stellen, .. Euch moralisch super fühlen“ Ist das etwa ein guter Diskussionsstil? Da brauchst Du Dich doch auch nicht zu wundern, wenn ich schroff antwortete.
Vielleicht können wir ja trotzdem noch vernünftig über die Frage der Verantwortung reden, ohne dass sich irgend jemand dafür moralisch super fühlen muss.
Nehmen wir einmal an, wir würden geopolitisches Schach spielen, und einer von uns hätte sich dabei einen Vorteil erspielt. Wenn nun der augenscheinlich unterlegene Spieler das Schachbrett umwirft und einen Krieg anzettelt, wer trägt dann die Verantwortung für den Krieg?
Machen wir uns doch nichts vor: Es gibt nun einmal ein paar geopolitische Hauptstrippenzieher, die mit vielen Mitteln wetteifern, aber es gibt auch Spielregeln. Manchmal werden sie gebrochen. In diesem Fall hat Russland die Spielregeln gebrochen.
Imperien blühen auf und vergehen. Auch die USA werden nicht bis in alle Ewigkeit ihre Vormachtstellung behalten. Irgendwann ist es vielleicht China oder Russland oder Indien, und kein Land wird für immer und ewig die Welt beherrschen. Aber so lange sie können, werden sie ihre Vormachtstellung zum eigenen Vorteil nutzen wollen. Und natürlich gibt es immer Teile der Welt, denen die Vormachtstellung des jeweiligen Imperiums missfällt bzw die darunter leiden.
Dinge wie z. B. die vielbeschworene „Bündnisfreiheit“ der Ukraine sind dabei eine Illusion. Echte Bündnisfreheit gibt es nicht. Sie muss sich der Realität anpassen. Genauso müssen sich ein Biden oder ein Trump der Realität anpassen und können nicht ohne Weiteres einfach mal so plötzlich „Frieden machen“.
Natürlich haben die USA Einfluss auf die Ukraine ausgeübt, in einer Weise, die Russland nicht gefallen konnte, genausowenig wie die Nato-Osterweiterung. Russland hat aber genauso Einfluss ausgeübt, nur weniger erfolgreich. Nicht nur in der Ukraine. Man denke z. B. an die US-Wahlen, etc. Und natürlich haben Nato und USA Putin nicht ernst genug genommen, Russlands Interessen nicht respektiert. Aber wäre „der Westen“ deshalb in einer größeren Verantwortung oder gar Schuld am Krieg?
Man muss ausserdem viel weiter in die Geschichte zurückblicken: Stalin, Deportation von Menschen aus den baltischen Staaten nach Sibirien, Vertreibung der Krim-Tataren, „Russifizierung“, Verdrängung von Kultur und Sprache, etc.. Und die Gegenreaktionen. Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, dass Nato und USA als attraktive Partner erschienen. Und nun will Putin die Ukraine wieder „entnazifizieren“, was vermutlich ungefähr das Gleiche sein dürfte, wie sie erneut zu „russifizieren“. Wobei gar nicht so klar ist, was Putins Plan ist. Alles Ukrainische auszutreiben und sie für immer zu Russen umzuerziehen? Oder doch nur eine Marionettenregierung installieren? Weitere Gebiete annektieren?
Der Konflikt ist eben kompliziert.
Es geht immer um Macht und Interessen – nichts neues. Die US-amerikanische Geschichte ist vielen Bevölkerungen bekannt, insbesondere deren Kriege ab 1898 („Remember the Maine, to hell with the Spain“).
Die Strategien sind ebenfalls bekannt – bspw. Zbigniew Brzeziński, Thomas P.M. Barnett.
Übrigens hätte ein neuer eiserner Vorhang auch viele Vorteile für uns. Zur Erinnerung: In Zeiten des Kalten Krieges war die westliche Politik ihrer Bevölkerung gegenüber sehr liberal und sozial eingestellt. Grund: die „soziale Marktwirtschaft“ musste dem sogenannten Sozialismus überlegen sein. Gute Jobs, gute Löhne, soziale Sicherheit.
Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks hat der Turbokapitalismus erst loslegen können.
Wäre auf Dauer irgendwie peinlich, wenn die chinesische Diktatur ihrer Bevölkerung einen höheren Wohlstand beschert als der „Westen“. Dann wäre das chinesische Modell beliebter und erstrebenswert als die sogenannten Demokratien.
Übrigens hat Putin auch deshalb einen Rückhalt in der russischen Bevölkerung, weil er einen Teil der Rohstoffeinnahmen wieder dem Staat zugeführt hat und Oligarchen teilweise entmachtet hat. Dass er dabei sich und seine Buddies begünstigt dürfte kein Geheimnis sein.
„Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks hat der Turbokapitalismus erst loslegen können.“
Ich wäre mir da nicht so sicher, ob es da einen so starken Zusammenhang gibt, aber vielleicht trifft das auf Deutschland und die hiesige soziale Markwirtschaft zumindest teilweise zu. Den Turbokapitalismus gab es aber schon vorher. Ronald Reagan soll ein Fan der Trickle-Down-Theorie gewesen sein. Vielleicht wurde der Turbokapitalismus einfach nur sichtbarer, mit fortschreitender Ungleichverteilung der Vermögen, zunehmender Macht internationaler Großkonzerne und Lobbyisten, ihren finanziellen Mitteln und Liberalisierungen. Die Ungleichverteilung der Vermögen erreicht ein feudalistisches Ausmaß. Diese Entwicklungen gehen einher mit der Entwicklung des Geldsystems. Dass das nicht ewig so weitergehen kann, mag dabei fast als Milchmädchenrechnung erscheinen, selbst wenn man glaubt, dass die Notenbanken den Reset noch ewig hinauszögern könnten.
Die chinesische Regierung wirkt solchen Entwicklungen seit einiger Zeit entgegen, indem sie die Macht von Großkonzernen beschränkt und Milliardäre an die Leine nimmt, wie z. B. den Alibaba-Chef Jack Ma. Damit macht sie vielleicht einiges richtig, auch wenn das Motiv wohl eher sein dürfte, dass die Macht und Unabhängigkeit der Regierung nicht in Frage gestellt werden soll und bewahrt wird.
Durchaus möglich, dass das chinesische System erfolgreicher ist. Die Menschen werden zu ihrem Glück gezwungen für den Preis der Freiheit. Das kann aber nur so lange erfolgreich sein, wie die chinesische Regierung die richtigen Entscheidungen trifft. Liegt sie falsch, kann sie dummerweise nicht einfach abgewählt/entmachtet werden.
In Systemen gibt es einen Trade-Off zwischen Effizienz und Stabilität. Das westliche System war lange Zeit sehr effizient, doch nun zeigt sich langsam die Instabilität. Zumindest in Bezug auf den Kapitalismus und das Geldsystem.
Völlig richtig, die USA waren schon immer Vorreiter in Sachen Kapitalismus (Ronald Reagen).
Bei den Briten war es Thatcher.
Die Kontinentaleuropäer waren bis zum Zusammenbruch des Ostblocks sehr sozial eingestellt. Mussten sie auch, denn bspw in Griechenland oder Italien gab es sehr starke „linke“ Strömungen (Italien Serientipp „Don Camillo“ 😉 )
Die BRD wurde ein sozialer Musterstaat und hat damit die DDR-Bürger neidisch gemacht – u.a. deshalb wurde die BRD wieder stark gemacht.
Ab den 90ern ging es dann langsam los…2001 dann die ersten Freiheitsbeschränkungen nach den Terroranschlägen. Etc. pp.
Ich behaupte auch, dass es in den 80ern keine Coronamaßnahmen im Westen gegeben hätte. Wäre ja allzu peinlich gewesen, wenn der Ostblock nicht mitgemacht hätte, während im Westen Lockdowns und implizite Zwangsimpfungen durchgeführt werden. Klammern Wir aber meine Behauptung aus – und beschränken uns auf die Wirtschafts- und Sozialpolitik. 😉
„Das westliche System war lange Zeit sehr effizient, doch nun zeigt sich langsam die Instabilität.“
Stimme vollumfänglich zu. Womöglich spielt die extreme Vermögensanhäufung einer kleinen Gruppe wesentlich mit rein. Früher hieß es mal „Reichtum verpflichtet“. Heute haben Einzelpersonen 2 oder 3stellige Milliardenvermögen „erwirtschaftet“. Gut für diese Personen, dass dies medial nicht thematisiert wird… 😉
Es gab mehrere Möglichkeiten:
Erstmal so gesagt. Der Ukraine Krieg muss uns nichts angehen. Wir hatten mit der Ukraine keine Verträge. Natürlich war der Angriff der Russen böse. Aber das sind viele andere Angriffe auch. Müssen wir also deswegen überall dabei sein? In Afrika vielleicht? Nein sind wir auch nicht. Wir machen hier ein Fass auf, weil es in Europa passiert. Dafür werden wir einen hohen Preis zahlen. Unseren wirtschaftlichen Untergang. Das kapieren die meisten noch gar nicht. In 10 Jahren ist nichts mehr wie es war. Wir werden ersticken in Verteilungskämpfen. Rentenkürzungen, Sozialhilfekürzungen werden dazu gehören. Dabei gab es auch immer den Schweizer Weg: Neutral bleiben. Aber den Weg haben wir verpasst.
Ich denke, die USA hätten den Ukraine Stress alleine ausbaden müssen. Es war ihr Spiel. Sie haben es aber zu unserem Spiel gemacht. Europa und Russland haben sich vorführen lassen. Und ehe jemand mit Medien verblendeten Sprüchen kommt. Seit dem 2ten Weltkrieg gab es nie einen Krieg für Demokratie. Das ist jetzt auch nicht anders.
Ich werde jetzt mal sagen, was meiner Meinung nach passieren wird: Russland verliert seine militärische Bedeutung. Europa verliert seine wirtschaftliche Bedeutung. Wer in der Ukraine gewinnt ist den USA scheiß egal. Und der Geschichte auch. Wir haben Fakten geschaffen, die unseren Abgesang einleiten.
Jetzt kann natürlich jeder sagen: Ui was für ein feiges Gewäsch zugunsten eines Despoten.
oh, dazu sage ich folgendes:
1) Es war nie unser Spiel, nicht wir haben provoziert
2) Wenn wir militärisch die Klappe aufreißen wollen, sollten wir vorher uns darauf vorbereiten. Das wären 5% Militärbudget seit 2000 mindestens gewesen.
Ich meine, wenn ich mich mit dem Schulschläger anlegen will, muss ich vorher fett trainieren. Sonst halte ich meine Klappe, wenn er mir blöde kommt. Wir machen es genau umgekehrt.
Nur damit es jedem klar ist. Ich wiederhole nochmal. Es wird egal sein, wer in der Ukraine gewinnt. Die Folgen für Europa, Ukraine und Russland werden davon nicht beeinflusst. Es ist der Abgesang von allen Dreien.
Nur um es noch genau sagen zu wollen: Wenn wir militärisch unsere Klappe aufreißen wollen, dann sollten wir uns 15 Jahre lang darauf vorbereiten. Militärisch, Logistisch und Wirtschaftlich. Jetzt mache wir uns nur kaputt. Und wir waren dazu nicht verpflichtet. Wir hätten auch sagen können: Germany first. Amerika hatte eigentlich genau das salonfähig gemacht.
Auch mal zum Überlegen: Es gibt überall Despoten. Saudi Arabien, Kuwait. Moskau, Syrien, etc. Es ist heuchlerisch zu sagen, wer schlimmer ist. Aber genau die Wahl haben wir getroffen. Deswegen folgt uns aber nicht die ganze Welt. Eigentlich folgen uns nur sehr wenige. Vielleicht 10 % der Welt.
Ich kann Deine Argumente durchaus nachvollziehen.
Ich will es aber mal so ausdrücken: Es gibt viele Wahrheiten in diesem Konflikt, was vielleicht auch der Grund ist, weshalb sich manche Länder nicht so klar positionieren zu wollen scheinen.
Es geht auch nicht nur um die Ukraine oder Demokratie. Häufig wird vorgetragen, dass Russland/Putin gezeigt werden müsse, dass sich Krieg nicht lohnt. Putin soll damit nicht durchkommen und Russland vom Krieg nicht profitieren.
Das klingt zunächst nach Prinzipienreiterei. Tatsächlich ist es aber mehr als nur das. Denn es wird befürchtet, dass Russland so weitermacht, wenn es mit der Ukraine fertig ist. Der nächste Kandidat wäre dann wohl Moldau. Einige Länder fühlen sich berechtigterweise bedroht von Russland. Es gibt auch die Meinung, dass die Krim-Besetzung nur ein erster Test Putins war. Und im Westen wurde es hinter vorgehaltener Hand ja auch längst schon akzeptiert, dass die Krim wieder russisch ist. Offiziell durfte man das natürlich nicht sagen, da völkerrechtswidrig. Aber der Westen hatte es eigentlich längst hingenommen. Weil der Test Putins also erfolgreich war, sei dies eine Einladung für Russland gewesen, so weiterzumachen. Es gibt die Meinung, dass der Westen Russland nicht entschieden genug klar gemacht hat: Hier ist Schluss und nicht weiter.
Hört man die Worte der Scharfmacher in Russland, dann sehen die sich tatsächlich schon in weiteren Ländern einmarschieren, sogar in Ostdeutschland, das als ehemalige russische Besatztungszone wieder russisch kontrolliert werden soll. Das ist natürlich nur martialisches Geprahle. Trotzdem sollte man es nicht vollständig ignorieren.
Russland das Land der Blöden, anders geht es nicht mehr. Seit dem Untergang der UDSSR geben die Amis pro Jahr 10 mal soviel für das Militär aus wir Russland. Alleine GB und Frankreich geben seitdem mehr für die Armee aus als Russland. Das wissen eigentlich alle? Nein nicht alle. Da gibt es ein unbeugsames Dorf mit einem Russen, der Widerstand leistet. Der kapiert das nicht.
Alles was wir schreiben und fürchten baut auf nur einen Ansatz auf. Niemand ist blöder als Putin. Es kann keinen blöderen Menschen geben als Putin. Selbst jeder Schimpanse würde das so sehen.
Nein gefährlich werden da eher die Chinesen. Die pumpen aber auch fast 5 mal soviel wie Russland ins Militär.
Es ist nur eine Sicht, dass der Westen Russland keine Grenzen gesetzt hat. Der Westen ist mächtig, hat aber nur ca. 10 Prozent der Weltbevölkerung. Da fällt doch auf, dass komplett Afrika diesbezüglich auf der Seite des Westens ist. Naja oder eher überhaupt nicht. Außerhalb Europas gibt es eigentlich eher keine Unterstützung. Merken wir das eigentlich? Nein!!!! Eigentlich ist fast keiner auf unserer Seite außerhalb von Europa. Man akzeptiert eher nur, das wir mächtig sind.
Eine Sicht, dass Russland mit dem Rücken zur Wand stand, will keiner sehen.
Und nochmal erwähnt. Es gibt keine Kriege, in denen es wirklich um Demokratie geht. Gab es noch nie. Es geht immer nur um persönliche Vorteile.
Ehrlich? Russland braucht Grenzen und nicht der Westen? Weil wir das Monopol für das Gute haben? Echt jetzt? Wir sind immer die Guten? Und außerhalb des Westen will das einfach keiner kapieren?.
Na ja, man kann alles mögliche über Putin behaupten, wenn man will. Aber “ Blödheit“ könnte man ihm nun wirklich nicht unterstellen.
Was Deine Prognosen für Deutschland betrifft, sehe ich nicht ganz so schwarz.
Sicherlich wird z. B. Gas dauerhaft mindestens doppelt so teuer bleiben wie das günstige russische Pipeline-Gas. Das ist aber ein Schicksal, das viele Länder teilen und in der Vergangenheit auch geteilt haben.
Und sofern Deine düsteren Prognosen für Deutschland eintreffen sollten, wäre daran bei Weitem nicht nur der Ukraine-Konflikt schuld.
Der Abstieg Deutschlands und Europas geht nicht von heute auf morgen. Aber er ging bereits vor geraumer Zeit los, und wird sich fortsetzen.
Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man seine Investitionsentscheidungen trifft.
Darüber ärgern hilft nicht und ist Lebenszeitverschwendung.
Nüchtern und objektiv analysieren, ohne Emotionen.
Dass Russland mit dem Rücken zur Wand stand, sehe ich nicht so. Entcheidend ist aber, dass Putin das offensichtlich anders gesehen hat, und dies hätte der Westen respektieren müssen. Hatte er nicht. Nun ist es aber zu spät.
Flächenmäßig das größte Land der Welt, mit genug Atomwaffen, um die Welt zu vernichten, reich an Rohstoffen und damit in der Lage Europa in wirtschaftliche Abhängigkeit zu bringen, innenpolitisch alles unter Kontrolle, stand Russland keineswegs mit dem Rücken zur Wand. Mit der der Krim hatte es eine wirtschaftlich und militärstrategisch äußerst wichtige Region zurückerlangt.
Man sollte wissen, wann genug ist.
Das kleine unbeugsame Dorf Moskau, mit einem Russen, der „Widerstand“ leistet, indem er einen Angriffskrieg gegen ein Land führt, das (zumindest noch) kein Nato-Mitglied war, dessen Schutzmacht Russland eigentlich ist ( neben GB und USA, siehe Busapester Verträge – die Ukraine hatte dafür ihre Atomwaffen abgegeben an Russland), hätte einen anderen Weg einschlagen sollen.
Nun geht es erst einmal um den Konflikt und die weiteren aktuellen, sich anbahnenden Entwicklungen.
Putin hat den falschen Weg eingeschlagen und von dem muss er angebracht werden. Im Idealfall auf diplomatische Weise und mit Angeboten. Aber momentan scheint das kaum möglich.
Den Bogen weiter zu spannen, Grundsatzfragen nach Gut und Böse, Machtmonopolen etc. zu stellen, kann man natürlich
machen. Wenn man will, kann man dafür sein, dass viele Staatsoberhäupter (einschließlich westliche) den Rest ihres Lebens im Knast verbringen sollten. Aber das hilft im konkreten Konflikt wenig.
Zitat“ Das kleine unbeugsame Dorf Moskau, mit einem Russen, der „Widerstand“ leistet, indem er einen Angriffskrieg gegen ein Land führt, das (zumindest noch) kein Nato-Mitglied war, dessen Schutzmacht Russland eigentlich ist ( neben GB und USA, siehe Busapester Verträge – die Ukraine hatte dafür ihre Atomwaffen abgegeben an Russland), hätte einen anderen Weg einschlagen sollen.“
Ja, aber Europa vielleicht auch. Dieser Krieg ist der Abgesang von Russland und Europa. Wir hätten auch einen anderen Weg einschlagen sollen. Wir sind in einem Krieg, den wir nur als Verlierer verlassen werden.
„Ja, aber Europa vielleicht auch. Dieser Krieg ist der Abgesang von Russland und Europa. Wir hätten auch einen anderen Weg einschlagen sollen. Wir sind in einem Krieg, den wir nur als Verlierer verlassen werden.“
Zustimmung. Leider. In diesem Krieg gibt es eigentlich fast nur Verlierer, außer vielleicht den USA (aber selbst sie müssen viel Geld für die Waffen ausgeben, während das Thema auch in den USA polarisiert). Den anderen Weg hätte Europa vorher einschlagen sollen. Nun ist es sehr schwierig, da ohne viele weitere Opfer (für alle Seiten) wieder herauszukommen.