von Volker Schilling
Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?
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Willkommen zu meiner 333. Ausgabe dieser Kolumne. 333mal Börse, Wirtschaft und Investments zum Anfassen. Fast „unbe-Greiffbar“. Apropos 333, war da nicht was? Ach ja: 333 bei Issos Keilerei. Die gute alte Eselsbrücke zur Schlacht bei Issos im Jahre 333. Donald der Große, Verzeihung, Alexander der Große schlug dort die Perser, wo es heute der US-Präsident ebenfalls versucht. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich bekanntlich. Das diese Woche in Aussicht gestellte Abkommen zwischen den Persern im Iran und dem Kriegsherrn aus den USA wirkte daher an den Börsen wie das Ende einer historischen Schlacht. Dabei fand das Scharmützel nicht auf dem Schlachtfeld, sondern auf dem Nachrichtenfeld statt. Mal droht man, mal lobt man, mal sieht man das nahende Ende. Die Meldungen ändern sich 3-mal an 3 Tagen in 3 Richtungen. Inzwischen misst man die Stimmung in „Barrel pro Tag“. Die Börsen dagegen kannten diese Woche nur eine Richtung: Auf zu neuen Hochs. Nasdaq und S&P500 in vorauseilender Freude. Dabei fuhren gerade einmal 3 Schiffe mit 3 Knoten begleitet von 3 Kriegsschiffen diese Woche durch die Straße von Hormuz. 3x3x3 wären aber deutlich besser, um das drohende Desaster bei der Inflation abzumildern.
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Das 2 Prozent Inflationsziel der Notenbanken in den USA und Europa rückt in weite Ferne. 2 Prozent, 2 Notenbanken und 2 Sorgen: Zum einen, wie bekämpfe ich die wieder aufflammende Inflation, ohne die Zinsen zu erhöhen? Und zum anderen, wie stütze ich die Wirtschaft, ohne die Zinsen zu senken? Ein Drahtseilakt in 222 Meter Höhe. Bundesbankpräsident und möglicher Nachfolger auf dem EZB-Chefsessel Joachim Nagel warnte daher diese Woche: Zinserhöhungen seien keineswegs ausgeschlossen. 2-felhafte, 2-deutige Aussagen, um mögliche Ab-2-gungen der Notenbankpolitik schon zu adressieren. Doch auch die europäischen Aktien und allen voran der DAX fühlen sich in ihrer 2-samkeit dadurch nicht gestört und legen kräftig zu. Der STOXX Europe 600 schloss an einem Tag dieser Woche doch tatsächlich um 2,22 Prozent höher. Ein Zeichen? Wohl eher ein Fragezeichen! Aber was die 2 an der Börse und bei Notenbankern, das ist die 1 an der Spitze.
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An der Spitze des Staates zum Beispiel. Da ist die Nummer 1 in Deutschland genau 1 Jahr im Amt und politisch etwas 1-sam geworden. Die Rede ist von Bundeskanzler Friedrich Merz. Bei einem Interview für n-tv durfte ich diese Woche Bilanz ziehen, was die deutsche Börse daraus gemacht hat. Und siehe da, wäre der Finanzmarkt der Gradmesser für seine Popularität, dann stünde es gar nicht so schlecht um den 1. Mann im Staate. 8 Prozent Plus im Dax stehen nach dem 1. Amtsjahr auf der Anzeigetafel. Ob wir dabei über Korrelationen oder Kausalitäten reden, überlasse ich gerne Ihnen. Was ich aber weiß: 1 Jahr in der Politik ist ungefähr so wie 1 Jahr an der Börse, es zählt nur 1: Wie sieht die Performance aus? Da geht hoffentlich noch mehr. Und dann noch das schönste Gerücht dieser Woche: GameStop prüft angeblich einen Kauf von Ebay. Das klingt 1-deutig 1-gebildet und 1-fältig. Ausgerechnet GameStop, das wandelnde Meme der Finanzmärkte will Ebay übernehmen. Da bleibt eigentlich nur ein würdiger Schluss für meine dieswöchige Kolumne:
3…
2…
1..
Deins!
Ihr Volker Schilling

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