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20 Jahre BUSINESS CLIMATE in „old“ Germany (ifo-index)

25. November 2025
Robert Z.
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von Robert Z.

Vielleicht interessiert sich hier die Eine oder der Andere ausser für Kryptos für die wirtschaftliche SITUATION und ERWARTUNG aus Sicht Deutscher Unternehmen (Chart 2005 – 2025, Zeitskala zeigt Januar-Werte und Nov2025).

BEDENK-liches: Der Verlauf während der FINANZKRISE sieht ja (fast) harmlos aus gegenüber dem von 2018 – der CORONAKRISE – bis HEUTE.

HOFFNUNGS-volles: Im Frühjahr 2025 haben seit Langem die ERWARTUNGEN die gegenwärtige SITUATION nach oben gekreuzt … !

VIELLEICHT kommt doch 2025/26 eine lang ersehnte ERHOLUNG zum Laufen !?

Anmerkung: die rot gestrichelte Linie wird meist als Index-Linie zitiert; sie ist eine “Mittelung“ von blau und grün und enthält keine weitere Information.

(Quelle: Publizierte Datenreihen des ifo-Instituts 11/2025)

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Kommentare

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  • Aries Eeberg sagt:

    Ein schöner Chart. Danke, Robert.
    .
    Es waren also sehr lange die Erwartungen schlechter als die Lage. Aber jetzt haben wir eine Situation wie 2009 oder 2013, als es wieder aufwärts ging.
    .
    Das macht doch Hoffnung – selbst für Deutschland.
    .
    Ich persönlich habe Deutschland sowieso nicht abgeschrieben. (Und dennoch investiere ich lieber anderswo.)

    • Robert Z. sagt:

      Dem kann ich zustimmen, Aries – wenn auch die Hoffnung sich noch nur auf ein kleines (grünes) Pflänzlein stützt.

      • JanG sagt:

        Also ich bin ein kleiner Großhändler und es sieht meiner Meinung nach wirtschaftlich nicht nach kommender Erholung aus. Wenn ich dann sehe wie viel Industrie aus Deutschland unwiederbringlich verschwindet weiss ich nicht woher da noch eine großartige Erholung kommen sollte. Es wird die Substanz der letzten Jahrzehnte aufgebraucht.

        • Robert Z. sagt:

          Danke für Deinen Kommentar Jan,

          ich glaube von „grossartiger Erholung“ träumt hier niemand – vielleicht aber von einer „leichten Aufhellung“. Diese Umfragen sind wie im Untertitel beschrieben zusammengefasst für Verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistungen, Handel und Bauhauptgewerbe. Im Vergleich zu 2015 sind die Dienstleistungen am wenigsten gefallen und der Handel am stärksten. Insofern deckt sich dies mit Deinen Eindrücken.

          Mein Anliegen war eigentlich mit dem Chart darauf aufmerksam zu machen, dass der Abfall seit 2018 „mächtiger“ ist als bei der Corona-Krise und selbstverständlich ein evtl. Aufwärtstrend eine Herkulesaufgabe wäre und sehr grosser Anstrengungen bedürfe.

          Und nun diskutieren wir fast ausschliesslich über den kürzlichen kleinen „Aufwärtshaken“ – positiv wie auch negativ. Bei der Volatilität, die der Chart zeigt, ist das wohl noch „etwas früh“.

  • Michael sagt:

    Robert, entscheidend ist, wo wird Deutschland in 5, 10, 20, 40 Jahren stehen.

    Und diesbezüglich ist die Messe gelesen (was der Mehrheit noch nicht bewusst ist).

    Insofern sollte man kein Wunschdenken in den Chart der Info-Geschäftsklima Umfrage für die nächsten 6 Monate hineininterpretieren, sondern rational die Schlüsselfaktoren im Auge behalten.

    • Robert Z. sagt:

      Michael,

      dieser Chart sollte gerade aufzeigen wie kräftig in den letzten “5 bis 10” Jahren die Unternehmen gelitten haben und natürlich auch einen gewissen Eindruck vermitteln was es aus heutiger Sicht für Anstrengungen bedürfe da wieder hochzukommen. Den kleinen Hoffnungsschimmer am Ende möchte ich den 9000 beteiligten Unternehmen nicht ohne weiteres als “Wunschdenken” vor die Füsse werfen.

      Eine “20 und 40” Jahresperspektive zu geben war nicht mein Anliegen. Du schreibst “diesbezüglich ist die Messe gelesen”. Die würde ich gerne nachlesen falls diese nicht nur “religiösen” Glauben enthält sondern fundiert analysiert und prognostiziert.

      • Michael sagt:

        Hallo Robert,

        „Die würde ich gerne nachlesen falls diese nicht nur “religiösen” Glauben enthält sondern fundiert analysiert und prognostiziert.“

        Erfolgreiche CEOs und Geschäftsführer treffen keine Entscheidung aus GLAUBEN, sondern basierend auf fundierter Analyse der entscheidenden Standortfaktoren.
        Ergebnis: Stellenabbau in Deutschland, Stellenaufbau woanders.

        Hochqualifizierte treffen ihre Entscheidungen ebenfalls basierend auf fundierter Analyse – deshalb wollen ausländische Spitzenkräfte nicht mehr nach Deutschland, sondern insbesondere in die USA.

        Viele Hochqualifizierte in Deutschland wandern ab – ebenfalls nach objektiver Analyse der Lage und Prognose hierzulande.

      • Michael sagt:

        Lieber Robert,

        „Den kleinen Hoffnungsschimmer am Ende möchte ich den 9000 beteiligten Unternehmen nicht ohne weiteres als “Wunschdenken” vor die Füsse werfen.“

        Bitte versetze Dich in die Lage eines Geschäftsführers / CEO in der Industrie:

        Als erfahrener GF oder CEO siehst Du, welche Rahmenbedingungen der Gesetzgeber in Deutschland schafft – und vergleichst diese international.

        Als erfahrener GF oder CEO siehst Du, welche sprachlichen Qualifikationen, welche Zuverlässigkeit, welche mathematischen Kompetenzen und inwieweit „logisches Denken“ Deiner Bewerber vorhanden bzw ausgeprägt sind.
        Als erfahrener GF vergleichst Du diese für den Unternehmenserfolg zentralen Kriterien mit den Bewerbern vor > 15 Jahren – und kommst zu OBJEKTIVEN, der REALITÄT entsprechenden Ergebnissen.

        Dann musst Du als GF – basierend auf Standortfaktoren und der REALITÄT – Entscheidungen treffen, damit Dein Unternehmen im INTERNATIONALEN Wettbewerb bestehen kann. Als CEO musst Du Dich zudem noch vor den Aktionären rechtfertigen.

        Die Entscheidender treffen ihre bekannten Entscheidungen, konkret Stellenabbau in Deutschland und Stellenaufbau woanders.

        Ein GF/ CEO, der auf „Hoffnungsschimmer“ hofft, ruiniert sein (teileweise über Jahrzehnte aufgebautes) Geschäft, oder wird abberufen.

        Ein GF / CEO, der diese Realitäten anspricht, wird medial vernichtet, mit entsprechenden Konsequenzen für sein Geschäft bzw seine Position.

        • Robert Z. sagt:

          Lieber Michael,

          da liegen wir höchstens Nuancen auseinander. Das einzige was man aus dem Chart lesen kann ist dass seit einigen Monaten die “Lage” mehr oder weniger unverändert (schlecht) beurteilt wird – und die Erwartungen besser eingeschätzt werden als die Lage. Natürlich werden z. Z. nur die wenigsten allein deshalb gleich im Lande investieren.

          Ob das nur eine Fluktuation ist oder zu einem Trend wird ? Ich gehe wie Du davon aus dass die Mehrheit der Unternehmen nicht auf Basis von Wunschdenken entscheidet sondern auf Basis von Szenario-Techniken usw. Und dann spielen wohl noch die 50% Psychologie (in beiden Richtungen) nach Ludwig Erhard eine Rolle.

          • Michael sagt:

            Hallo Robert,

            Selbst wenn wir beide unterschiedliche Meinungen haben ist das doch völlig in Ordnung und das normalste auf der Welt.

            Ich möchte hier auch niemanden missionieren. Es bleibt schließlich jedem selbst überlassen, andere Gedanken aufzunehmen und zu reflektieren, oder in seiner Blase gefangen zu bleiben.

            „Und dann spielen wohl noch die 50% Psychologie (in beiden Richtungen) nach Ludwig Erhard eine Rolle.“

            Das (angebliche?) Ludwig Erhard Zitat wird nach wie vor des öfteren herangezogen und wurde auch hier schon mehrfach wiedergeben – allerdings trifft es mEn auf die heutige globale Wirtschaft nicht mehr zu. Investitionsentscheidungen von größeren Firmen / Konzernen werden penibel geprüft, da spielen psychologische Aspekte keine Rolle mehr.

            • Robert Z. sagt:

              Michael, das Ludwig Erhard Zitat – meine ich – spielt im privaten Bereich (Konsum, Investitionen, …) schon noch eine Rolle.

              • Michael sagt:

                Klar, im privaten Konsumbereich spielt die Psychologie zumindest temporär eine gewisse Rolle.

                Im unternehmerischen Investitionsbereich aber nicht.

                Deshalb meine Klarstellung. Alte Zitate werden gerne zitiert, ohne diese zu hinterfragen oder konkret einzuordnen.

  • Michael sagt:

    Hi Robert,

    Anbei gehe ich zunächst auf Euch ein.

    Aries meint es gut…
    „Aber jetzt haben wir eine Situation wie 2009 oder 2013, als es wieder aufwärts ging.
    .
    Das macht doch Hoffnung – selbst für Deutschland.“

    … übersieht aber folgende fundamentalen Unterschiede:

    1) 2009 – 2013 waren China / Indien technologisch noch abgeschlagen hinter Deutschland. Jetzt liegt China uneinholbar vor uns, Indien ist dabei uns zu überholen.

    2) China hat nach der sogenannten Finanzkrise den Markt aufgekauft und somit zur globalen Erholung beigetragen – nicht aus Selbstlosigkeit, sondern parallel mit Technologietransfer.

    3) 2009 – 2013 hat Deutschland noch billige Energie aus Russland bezogen und hatte somit ein konkurrenzfähige Produktionskosten.

    Jan G fast es objektiv zusammen – aus seiner unternehmerischen Erfahrung. Dem ist so, und dessen sollten sich alle bewusst sein und entsprechend handeln. Die Realisten handeln. Die Lemminge werden verarmen und hierzulande ein tristes Dasein fristen.

    Anm.: Unternehmer müssen hierzulande sehr vorsichtig sein, was sie öffentlich äußern! Deshalb hört ihr auch von Unternehmern beschönigende öffentliche Reden… Aber sei Dir dessen bewusst: auch diese agieren…

    • Aries Eeberg sagt:

      Anfang der 90er sah es auch sehr düster für Deutschland aus. Damals war die Arbeitslosigkeit sehr hoch – anders als heute. Und Deutschland musste die Lasten der Wiedervereinigung tragen.
      .
      Deshalb ging man von großen Belastungen für Staat und Wirtschaft aus. Die „Blühenden Landschaften“ Helmut Kohls lassen bis heute auf sich warten. Deutschland galt als „der kranke Mann Europas“. Aber Deutschland hat es geschafft und konnte sogar mit Kanzler Schröder und seinen Reformen zu alter und neuer Wirtschaftsstärke heranwachsen.
      .
      Angela Merkel hat viel von den Schröderschen Reformen profitiert und konnte es dann gemächlicher angehen und mehr verteilen.
      .
      Das war auch verkehrte Welt: Die SPD bringt die Wirtschaft wieder auf Kurs und die CDU sorgt für den sozialen Frieden.
      .
      Warum soll das nicht wieder gelingen? Natürlich muss es Reformen geben. Vielleicht muss es wieder einen Schröder geben, der seiner Partei das Herz aus der Brust reißt, aber das Richtige tut.

      • Michael sagt:

        Aries,

        „Anfang der 90er sah es auch sehr düster für Deutschland aus. Damals war die Arbeitslosigkeit sehr hoch – anders als heute“

        Selber Punkt wie 2009 – 2013: in den 90ern herrschte eine andere Zeitrechnung als heute. Die Welt war damals eine ganz andere, die Gesellschaft in Deutschland ebenso.

        Deshalb kannst Du die Vergangenheit nicht mit heute vergleichen.

        Das wäre in etwa so, wenn Du Italien zutrauen würdest, dass sie wieder Weltmacht werden – nur weil sie vor 2.000 Jahren das römische Weltreich hatten.

        • Aries Eeberg sagt:

          Na ja, Deutschland hat schon 2x versucht, ein Weltreich zu werden. Gut, dass es damals nicht dazu gekommen ist.
          .
          Was ich meine: Es ist nicht nötig und auch nicht wünschenswert, immer die Größten und die Besten zu sein.
          .
          Es würde ja schon reichen, wenn Deutschland seine Einstellung zu den Kapitalmärkten ändern würde. Die Niederländer ticken da zum Beispiel ganz anders. Und sie fahren gut damit.

      • Marco sagt:

        Es hat sich viel verändert.
        Wir sind ein Staat geworden, der gut für Staatsdiener und Sozialhilfe Empfänger ist. Über 50 Prozent aller Leistungsträger (Leute die Geld verdienen, also keine Beamte, die davon leben), verdienen in 45 Jahren weniger Rente als man bekommt, wenn man nie gearbeitet hat. Das war früher anders. 80 Prozent aller Staatsdiener gehen vor 67 ohne Abschläge in Rente. Würde man sagen, dass die Rentenbezahler alle Renten zu finanzieren haben, auch die der Beamten und der Rest würde von den Steuern bezahlt, wird es noch perverser. Dem Staatshaushalt wurde das keine Cent kosten, aber jeder würde erkennen, dass diejenigen, die nichts einzahlen am meisten bekommen. Und würden sie einzahlen, würde die Steuerlast fallen. Aber es wird anders gedreht, damit das keiner sieht. Obwohl wir mehr einnehmen als je zuvor, ist kein Geld da für wichtige Dinge, die uns weiter bringen, weil alles drauf geht für eine Umverteilung, die Leistung zugunsten der Staatseinnahmen belastet. Und wir verlieren vor allem dort, wo eigentlich das Geld verdient wird. Wir stehen kurz davor, dass Mac Jobs Mittelschicht werden, die aber nicht die Rente verdienen, die man Nichtleistungsträgern hinterher wirft. Wir erodieren dort, wo das Geld reinkommt und bauen fleißig den Beamtenstaat aus, die natürlich toll verdienen. Aber nur damit es jeder kapiert. Damit das nicht in Frage stellt, basht man gerade die Rentner. Dabei sollte sich mal jeder klar machen, dass über 50 Prozent aller dieser Rentner auch mit 35 in Rente gehen könnten ohne nach aktuellen Regeln in der Rente später deswegen schlechter gestellt zu werden. Das Lustigste: Das würde die Rentenkassen sogar entlasten, weil es keine Rente ist, wird es aus Steuergeldern bezahlt und darüber wird nicht diskutiert. Also um die Rentenkassen richtig zu entlasten, müssten eigentlich nur die 50 Prozent, die nie die Rente verdienen könne, die Nichtarbeitern hinterher geworfen bekommen, möglichst früh aufhören zu arbeiten. Das würden zwar die Steuern belasten, aber darüber wird nicht geredet.
        Stattdessen überlegen wir, wie wir diese noch weiter belasten und übersehen dabei eine Kleinigkeit. Sie könnten das Arbeiten lassen.

        Und ich denke, genau das wird zum Damoklesschwert. Die Leute schallen es. Und das ist gefährlich. Und genau das ist anders als früher. Wir haben jedes Jahr mehr Beamte und keiner fragt wieso eigentlich. Natürlich gibt es wichtige Beamtenjobs. Aber Politiker schaffen immer mehr Beamtenjobs, deren Leistung nicht mal kontrolliert wird. Und unsere Antwort darauf ist, die stärker zu belasten, die das Geld reinbringen.

        Aber darauf haben diejenigen Unternehmen keinen Bock, die das Geld reinbringen und gerade eine junge Generation sagt, ich mache das nicht. Ich wette in 5 Jahren ist nicht mehr das Geld für uns da ohne das wir massiv Schulden machen. Immer mehr Beamte wird nicht funktionieren, wenn das Geld dafür nicht verdient wird.
        Und um es jeden klar zu machen: Wäre ich heute wieder 20, würde ich nicht arbeiten gehen. Ich würde Beamter werden oder Sozialhilfeempfänger, der nebenbei Putzen geht. Deutlich weniger Stress, mehr Freizeit, das gleiche Geld und dieselbe Rente. Naja, ich hätte die Aktien nicht. Aber ich hätte deutlich gesünder gelebt. Und ich hätte soviel mehr Freizeit gehabt.

        • Michael sagt:

          „Wir haben jedes Jahr mehr Beamte und keiner fragt wieso eigentlich.“

          Diktaturen zeichnen sich durch einen hohen Beamtenapparat / übermäßigen öffentlichen Dienst aus. Insofern läuft hierzulande vielleicht alles nach Plan?

          In Deutschland wurden in den letzten Jahren die Beamten / Angestellten des öffentlichen Dienstes auf ideologische Linie getrimmt.

          Bspw der Verfassungsschützer Maaßen musste gehen, weil er nicht in die vorgegebene Linie passt.

          „Damit das nicht in Frage stellt, basht man gerade die Rentner.“

          Richtig, auch das gehört zum abgekarteten Spiel, was die wenigsten durchschauen: es wird ein Thema breitgetreten, über dass sich die Lemminge dann streiten – divide and conquer, teile und herrsche.

          Die erarbeiteten Steuergelder werden anderweitig hundert-milliardenfach verbrannt…

          • Robert Z. sagt:

            Michael, „Wir haben jedes Jahr mehr Beamte und keiner fragt wieso eigentlich.“

            GENAU das ist der eigentliche Punkt. Das Wirtschaftsministerium ist ein Parade-Beispiel zum WIESO. Da wollte jemand eine „DeGrowth-Philosophie“ einführen – was ja mehr oder weniger gelungen ist. Und jetzt ist wieder Growth angesagt.

            Bei diesen Kurswechseln kommen viele Neue und natürlich bleibt ein Restbestand Alter noch auf seinem Stuhl sitzen falls es für die Pensionärs-Bank noch nicht reicht. Und so wachsen eben die Personal-Etats. Und weil das nicht genug ist werden die jeweils Treuesten beim Regierungswechsel noch vorher befördert – weil es ihnen beim neuen Kurs ja „schlecht“ gehen könnte.

            • Michael sagt:

              „Und jetzt ist wieder Growth angesagt“

              Bist Du Dir da ganz sicher, lieber Robert?

              Ich bin es nicht…blende das mediale Polit-Schauspiel mal aus, und schaue ganz nüchtern auf die „erzielten“ Ergebnisse und deren Nichtwirkungsweise…

              Meiner Meinung nach wird die Deindustrialisierung Deutschlands unverändert fortgesetzt.

              Ps. Sehr gut, mindestens am Wochenende auf Internet zu verzichten!

              • Robert Z. sagt:

                Michael, „und jetzt ist wieder Growth angesagt“. ANGESAGT ist es doch wie Vieles. Man möchte ja Verteilen – und dies nicht nur aus Schulden. Ob die „Neuen“ jedoch ein Mini-Wachstum HINKRIEGEN da habe ich auch (zunehmend) Zweifel.

        • Andreas B sagt:

          Marco, wir stimmen zwar nicht häufig überein, aber da stimme ich dir klar zu…

          Es ist ein absolutes Desaster, dass Beamte nicht in die Rentenkasse einzahlen, aber häufig exorbitante Pensionen im Verhältnis zum normalen Rentner kassieren.

          Das ist ein abolutes Ungleichgewicht… es müssen auch Beamte in die Rentenkassen zukünftig einzahlen, in meinen Augen, aber die Lobby ist zu groß und zu stark. Ich möchte jetzt kein „Beamten-Bashing“ betreiben, aber häufig ist es von Beamten jammern auf echt hohem Niveau, wenn man mal den Ottonormalbürger und seine Bezüge damit vergleicht.

          Marco, da sprichst du eine wichtige Sache an, die mir auch sehr lange ein Dorn im Auge ist und einfach unfair und ungerecht.

          In meinen Augen haben da Michael und Marco recht, es müssen radikal die Sozial- und Rentensysteme überarbeitet werden und tragfähig gemacht werden und jeder muss einen fairen und gerechten Beitrag dazu leisten. Fakt ist, wir können uns das nicht mehr leisten.

          In Deutschland muss man echt wach werden, sonst fährt es noch mehr gegen die Wand. Der Wohlstand schrumpft und wird weiter schrumpfen, für sehr viele, willkommen in der Wirklichkeit.

          • Sandro sagt:

            Die Pensionen sind hoch. Sie sind aber auch an Bedingungen geknüpft. Beamte sollen u. a. unbestechlich sein, und auch in schwierigen Zeiten/Situationen sollen die ihnen anbetrauten hoheitlichen Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen werden – der Rechtstaat muss immer funktionieren. Deshalb sollen Beamte gut versorgt sein. Macht sich ein Beamter strafbar, ist die Pension komplett futsch, dann hat er gar nichts. Letzeres kann einem Rentner nicht passieren.

            Außerdem ist zu bedenken, dass wenn Beamten in die Rentenkasse einzahlen sollen, im Gegenzug im gleichen Maße auch die Löhne erhöht werden müssten, um diese zusätzlichen Beitragszahlungen leisten zu können. Es wäre dadurch also nicht mehr Geld da, auch wenn das gerne medial suggeriert wird. Es ist ja außerdem auch nicht so, dass alle Beamte furchtbar viel verdienen – das ist abhängig vom Dienstgrad.

            Tatsache ist, dass in der Vergangenheit durch die fehlende bzw. unzureichende Rücklagenbildung für die Pensionen viel Geld gespart wurde. Dieses früher eingesparte Geld muss dafür aber nun für die Pensionen aufgewendet werden. Die früheren Einsparungen kommen also quasi wie ein Bumerang zurück.

            Zu hinterfragen wären vor allem die Höhe der Pensionen und die Voraussetzungen, unter welchen Personen verbeamtet werden sollen bzw. wie viele Beamte überhaupt nötig sind. Damit verbunden ist die Frage, ob die betroffenen öffentlichen Stellen dann noch attraktiv wären… ist also alles nicht so einfach ….

            • Sandro sagt:

              Kurzfristig wäre eine Eingliederung der Beamtenpensionen in das Rentensytem auch eine große Herausforderung. Denn würden Beamten in die Rentenkasse einzahlen und dafür ihr Ruhegehalt auch aus der Rentenkasse beziehen, wäre die Rentenkasse damit zunächst völlig überfordert. Sie müsste dazu erst einmal kräftig mit Steuermitteln gefüllt werden. So eine Umstellung wäre also keine leichte Aufgabe. Österreich hat es gemacht, hab ich mal gelesen. Ich weiß aber nicht wie.

              • Andreas B sagt:

                Ja Sandro, da hast du Recht, dass es jetzt nicht sofort geht einzahlen und es eine Art Übergangsphase braucht… mir geht es darum, dass die Reform der Rente so konzipiert wird, dass alle einzahlen müssen…

                Ich stecke jetzt im Detail nicht drin, aber das Argument bringen, ein Beamter soll z.B. unbestechlich sein usw. um Recht auf Pension, das ist absurd… denn es ist normal, dass man Vergleiche mit Recht und Ordnung verbindet und nicht, er könnte seine Pension verlieren, wenn er kriminell wird.

                … ich kenne zumindest aus direkter Quelle, dass für selbe Arbeitsinhalte in der selben Abteilung der Verdienstunterschied extrem ist, das eine eine Beamtenstelle, das andere öffentlicher Dienst, bei Beamten z.B. volle Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, nix Krankengeld und andere Dinge…

                Sicher kann man jetzt nicht Beamte mit Managerposten in der freien Wirtschaft vergleichen… aber was halbwegs vergleichbar ist und mir aus meinem Umfeld auch bekannt, vergleich das mal…

                Wie gesagt, es geht mir nicht grundsätzlich um „Beamten-Bashing“ (Aries auch nicht persönlich nehmen), sondern einfach schon in manchen Facetten, dass Dinge unfair sind, z.B. das Thema Rente von Marco… also um eine Grundsatzbetrachtung und auch eben die notwendige Reform der Sozial-, Rente-, Gesundheitssysteme…

                Anderes Beispiel, unzählige gesetzliche Krankenkassen, völlig absurd… eine einzige gesetzliche Kasse und gut, ein System, eine Abrechnung, ein Wasserkopf, aber dafür in jeder noch so kleinen Gemeinde, ein Büro, eine Ansprechstation für Fragen usw.

                Es gibt so viele Punkte, aber es wird wieder nichts passieren, weil es auch in der Politik nur darum geht, mit den Rücken an die Wand zu kommen oder Lobby, seinen eigenen Bereich schützen… obwohl wir in vielen Bereichen tiefgreifende Reformen brauchen, natürlich gehen Dinge manchmal nur mit Übergangsphasen… aber wir brauchen keine Reförmchen, sondern echte Reformen…

                • Sandro sagt:

                  Die Privilegien, die Beamten genießen, werden halt u. a. damit begründet, dass sie eine weiße Weste haben müssen, diese auch behalten müssen und möglichst nicht in Versuchung geraten sollen, korrupt zu werden. Dem mag man folgen oder nicht. Sie müssen auch andere Dinge hinnehmen. U. a. dürfen sie auch nicht streiken oder müssen Versetzungen an weit entfernte Orte hinnehmen. Etwas flapsig formuliert, könnte man vielleicht auch sagen: Ihre (für den Staat notwendige) Loyalität wird erkauft bzw. durch die gute Pension belohnt. Wenn sie sich stattdessen fehlverhalten, können sie, wie gesagt, sämtliche Pensionsansprüche verlieren, egal wie lange sie schon gearbeitet haben.

                  Was die Löhne betrifft, kann ich nur für Ingenieure sprechen – das bekomme ich aus vielen Gesprächen mit. Die Antwort ist klar: In der freien Wirtschaft verdient man mehr. Die gute Pension und das sichere Beschäftigungsverhältnis sind der Ausgleich, den manche als lohnend empfinden, andere hingegen nicht. Gäbe es das nicht, hätten Behörden mehr Probleme, hochqualifiziertes Personal zu finden.

                  Zu Deinem Beispiel „gesetzliche Krankenkassen“ fällt mir folgendes ein: Auf den ersten Blick klingt das ja sinnvoll, wenn es nur eine Krankenkasse gäbe. Ohne Wettbewerb würden aber wahrscheinlich die Kosten eher noch steigen.

                  Du hast natürlich auch recht damit, dass Lobbyisten überall ihre Finger mit im Spiel haben. Und Politiker machen im Zweifelsfall lieber das, was einfach ist und die meisten Wählerstimmen verspricht, auch wenn es nicht sinnvoll ist.

                  • Michael sagt:

                    „Gäbe es das nicht, hätten Behörden mehr Probleme, hochqualifiziertes Personal zu finden.“

                    Ich bezweifle, dass es im öffentlichen Dienst hochqualifizierte Ingenieure oder Informatiker gibt, die etwas auf die Reihe bekommen. Einzelne Ausnahmen ausgenommen.

                    Wer rundum kompetent ist, geht in die freie Wirtschaft, stellt sich dem Wettbewerb, setzt sich durch, und macht den Reibach (mit etwas Glück).

                • Sandro sagt:

                  „mir geht es darum, dass die Reform der Rente so konzipiert wird, dass alle einzahlen müssen…“

                  Ich verstehe das schon. Aber letztlich geht das nur, wenn auch die Löhne der Beamten entsprechend erhöt werden. Das ist nichts anderes als „linke Tasche, rechte Tasche“. Und am Ende bringt es für niemanden wirklich mehr. Da muss man sich nichts vormachen.

                  Wichtiger wäre es, wie gesagt, zu hinterfragen, für welche Tätigkeiten überhaupt ein Beamtenstatus notwendig oder wünschenswert ist. Und dementsprechnd die Anzahl der Beamten, soweit dann möglich, zu reduzieren. Ggf. auch die Pensionen anzupassen.

          • Aries Eeberg sagt:

            Ich weiß gar nicht, was ihr gegen Beamten habt. Die tun doch gar nichts. (Scherz)
            .
            Im Ernst: Ich bin Beamter. Im Vergleich zu meinen Studienkollegen in der Wirtschaft habe ich weniger verdient mit einer vergleichbaren Qualifikation. Dass jetzt meine Pensionssituation leicht besser ist als bei denen, ist nur fair.
            .
            Ich habe dazu von einer Studie im Handelsblatt gelesen, dass Beamte und gesetzlich Versicherte über ihre Lebensspanne ungefähr gleich viel verdienen.
            .
            Es wird auch schnell vergessen, dass Pensionäre volle Steuern zahlen und sehr hohe Krankenkassen-Beiträge haben. …
            .
            Aber bleibt ruhig bei eurer Neid-Debatte. Ihr hättet ja auch Beamte werden können. … Wenn die Show gelaufen ist, dürft ihr euch nicht beschweren. …
            .
            Der Idealfall wäre natürlich: Im Arbeitsleben ist man in der Wirtschaft und im Ruhestand Beamter.
            .
            Aus Arbeitgebersicht haben Beamten sogar Vorteile. Da kann man die Pensionslasten in die Zukunft verlagern, während die Rentenbeiträge sofort anfallen. Zahlen müssen die Arbeitgeber allerdings immer – außer, wenn sie den Staat dazu bewegen können, für sie einzuspringen.

          • Aries Eeberg sagt:

            Hier noch eine unverdächtige Quelle zum Gehaltsvergleich von Beamten und Angestellten: die Bildzeitung < https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/beamter-oder-angestellter-wer-verdient-im-leben-mehr-87590994.bild.html
            Die dort zugrunde liegende Studie hatte auch das Handelsblatt aufgegriffen.

            • Sandro sagt:

              Hinzu kommt, dass Beamten wie auch alle anderen ja auch Steuern auf ihren Lohn zahlen müssen. Und diese Steuereinnahmen werden wiederum u. a. zunehmend verwendet, um damit die Renten zu finanzieren. Indirekt sind somit auch Beamten an der Finanzierung des Rentensystems beteiligt, wenn auch in geringerem Maße als andere.

          • Michael sagt:

            „es müssen auch Beamte in die Rentenkassen zukünftig einzahlen“

            Linke Tasche rechte Tasche löst das zentrale Problem nicht.

            Die entscheidende Eingangsfrage von Marco war, warum so viele Beamtenstellen geschaffen werden – ich füge hinzu: Stellen im öffentlichen Dienst.

            Ich habe meine Einschätzung geteilt.

        • Robert Z. sagt:

          Hallo Marco, erst heute bedanke ich mich für Deinen Kommentar – habe das Wochenende mal ohne „Internet“ verbracht.

          Ja, da hat sich ordentlich „WAS“ angesammelt im Staate DE – Herkulesaufgabe „DAS“ wieder in Ordnung zu bringen.

          Beim Lesen fielen mir Bruchstücke der Griechischen Mythologie ein.

          „Eurystheus befahl Herakles den Stall des Augias … auszumisten. Augias hatte 3000 Rinder, die in einem grossen ummauerten Stalle vor seinem Palaste lange Jahre gestanden waren, so dass sich eine unendliche Masse Mist angehäuft hatte. …. Herakles riss die Mauer des Viehhofs auf und leitete … die Ströme Alphelos und Penelos herein, liess den Mist wegspülen und die trüben Fluten durch eines der Tore wieder ausströmen. (Zitat G. Schwab).

          In Berlin kämen wohl Spree und Havel in Frage. Ob sie stark genug strömen ? Im Süden der Republik fallen mir natürlich Isar und Lech ein – Wildwasser eben.

        • Aries Eeberg sagt:

          „Wir haben jedes Jahr mehr Beamte …“
          .
          Ich bin dieser Behauptung mal nachgegangen.
          Hier die Entwicklung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und der Beamtenschaft seit 1991 gemäß dem statistischen Bundesamt.
          > https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Oeffentlicher-Dienst/Tabellen/beschaeftigte-geschlecht.html?nn=212936
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          Oh Wunder, oh Wunder: Seit 1991 haben wir sogar heute weniger Beamte und Mitarbeitende im öffentlichen Dienst!
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          Das kann mit der Wiedervereinigung zusammen hängen. Aber auch seit 2000 sind die Beamten nicht wesentlich mehr geworden. Die Bevölkerung ist seit 2000 auch etwas gewachsen.
          > https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2861/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/

          • Sandro sagt:

            Na ja, auch Privatisierungen (insb. Post und Telekom) dürften damals zum Beamtenabbau beigetragen haben.

            Irgendwann ging man dann dazu über, Behörden in „Agenturen“ umzuwandeln. Klingt weniger angestaubt, selbst wenn’s das gleiche ist. Böse Zungen behaupten, dies verhalf u. a. dazu, dass Führungskräfte dort mehr verdienen konnten, da sie nicht mehr nach der Besoldungstabelle bezahlt werden mussten….

    • Robert Z. sagt:

      Hallo Michael,

      ich meine man sollte den kleinen „Zacken“ am Ende weder gross reden noch klein reden. Alles was es bedeutet ist: Diese 9000 abgefragten Unternehmen beurteilen z. Z. überwiegend ihre geschäftlichen Erwartungen mit BESSER als ihre derzeitige Lage – nicht mehr und nicht weniger.

      Und für den Fall dass Eine oder Einer von ihnen hier mitliest: Ich distanziere mich davon diese als „Lemminge“ zu bezeichnen – falls Du dies (verklausiliert) zum Ausdruck bringen wolltest. Von ihnen und deren Engagement hängt zum grossen Teil auch unsere Zukunft ab.

      • Michael sagt:

        Hallo Robert,

        Die Unternehmen – präzise: die erfolgreichen Unternehmer – habe ich als REALISTEN bezeichnet. Sie stehen im globalen Wettbewerb, und müssen entsprechend handeln.

        Deshalb bauen diese ja in Deutschland Stellen ab, und woanders auf. Sukzessive, Schritt für Schritt wird die Substanz hierzulande abgetragen, bis nichts mehr da ist (auch JanG weiß Bescheid).

        Die von mir als „Lemminge“ bezeichneten Menschen sind diejenigen, die die Realitäten und daraus resultierenden logischen Entwicklungen nicht sehen (können oder wollen).

  • Michael sagt:

    Andreas,
    „obwohl wir in vielen Bereichen tiefgreifende Reformen brauchen, “

    Du kennst meine Meinung: aus meiner Sicht wird der Abstieg Deutschlands BEWUSST durchgeführt.

    Deshalb ist es für mich überflüssig, mich zu dem aktuellen Rententheater zu äußern, was derzeit in aller Munde ist.

    Die Wahrheit ist simpel:
    Ein erfolgreicher Staat muss für eine starke Wirtschaft und sorgen.

    Voraussetzung hierfür sind niedrige Steuern, niedrige Energiepreise und starke Anreize für Leistungsträger.

    All das wird in Deutschland BEWUSST negiert: hohe Steuern und Abgaben, hohe Energiekosten, Leistungsträger werden gebasht, Leistungsempfänger hingegen millionenfach ins Land geholt.
    So BESCHEUERT ist kein anderes Land auf der ganzen Welt – vielleicht noch Frankreich mit dem WEF Young Leader Macron (12 Prozent approval rate?).
    So BESCHEUERT war Deutschland früher nicht – warum denn seit ca 10, 15 Jahren?