Es kommt auf Deine persönliche Situation an: wie sind deine sonstigen Einkünfte (Renten),
Wohnsitz (D?) steuerliche Situation, Familie (Enkel?),
warum 70 % ? Ab 70 kannst Du neben Zinseinnahmen auch mit Dividendeneinkünften leben.
Ansonsten sind mir Anleihen – egal von wem emittiert- suspekt, also auch Anleihen-ETF, genau so wie Lebensversicherungen.
Na ja, wenn Raimunds Einschätzungen zutreffen, dann müsste man sich ab Ende des Jahrzehnts bei Anleihen Sorgen machen. Vielleicht aber auch schon vorher. Denn in Erwartung eines kommenden Resets dürften Anleihekurse fallen / Zinsen steigen. Es sei denn, die Notenbanken stützen die Anleihekurse zunächst noch durch massive Käufe ausreichend stark…
Ich würde nur kurzfristige Anleihen kaufen, wenn ich nicht wüsste, wohin mit dem Geld oder Schwankungen in anderen Assets nicht ertragen könnte.
Bei Anleihen gibt es auch das Risiko von Kursverlusten. Die Renditen könnten weiter steigen, weil man den Schuldnern nicht mehr traut. Deshalb halte ich Anleihen keineswegs für sicher.
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Es gibt bei Anleihen auch das Risiko des Totalausfalls oder der Zwangsumschuldung in besonderen Situationen. Bei Aktien solider Firmen hat man immerhin die Chance, dass der Kurs wieder steigt.
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Wie wäre es mit “ VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF – EUR DIS ETF“, WKN: A2JAHJ ? Da hast du ca. 4% Dividende und die Chance auf weitere Kurssteigerungen mit den Jahren.
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Da ich auch in dieser Altersklasse unterwegs bin, habe ich den Anteil an Dividenden ausschüttenden ETFs erhöht. Ist doch immer schön, wenn man mal was ausgezahlt bekommt, das man verjubeln kann.
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Ansonsten hängt alles natürlich von deiner Lebenssituation ab. Ich habe es zum Beispiel endlich geschafft, dass meine Frau sich mit unserem Vermögen beschäftigt, damit sie es weiter führen kann, falls ich ausfallen sollte.
Ich halte persönlich nichts von Anleihen, lieber gute Dividendenwerte. Natürlich spielt das Alter eine Rolle und wie Jochen in seinem Beitrag auch gut darstellt, wie ist die persönliche Lebenssituation überhaupt, davon hängt viel für die „richtige Entscheidung“ ab.
Bis 2030 ist nicht mehr so lange hin, wenn man mal davon ausgeht, der Reset könnte schon dann soweit sein. Die nächsten Jahre sollte eine überwiegende Positionierung in Aktien und Edelmetallen (wer mag auch etwas Krypto) nicht verkehrt sein.
Es stellt sich dann die Frage wie positioniert man sich grundsätzlich kurz vor dem Reset am besten: Aktien werden auch fallen, doch ein gewissen Cashbetrag auch auf Konto lassen (die Zahl auf Auszug bleibt gleich, streuen, Einlagensicherung beachten), wenn die Börsen scharf korrigieren. Dazu Edelmetalle, etwas Fremdwährungen, Bitcoin(?), eigengenutzte Immobilie…
Wie Sandro richtig sagt, vor allem auf Sicht fahren und flexibel bleiben.
Da mir nicht klar ist, wie Deine Situation ist, möchte ich meine Antwort für den Fall geben, dass Du in einer Entnahmesituation bist.
Von ca. 2000 bis 2011 lag die Rendite fast aller ETFs bei null Prozent, zwischen beiden Jahren deutlich im Minus. In so einer Phase durch Verkäufe entnehmen zu müssen, wird mehr als weh tun:
Daher könntest Du Dir Deinen Bedarf ausrechen und kommst z. B auf 500 Euro im Monat. Das sind 6000 Euro im Jahr und 90000 bis zu Deinem 85igsten. Allerdings kaufst Du keinen ETF, sondern Staatsanleihen. Für die ersten zwei Jahre nimmst Du Festgeld, dann kaufst Du so, dass jedes Jahr 6000 Euro Staatsanleihen fällig werden. Deutschland kann pleite gehen, die USA aber nicht. Also kaufst Du US Anleihen.
Bleibt die Frage, wie realistisch der Glaube an einen Reset ist:
Nun ja, nehmen wir mal Japan: Die haben zwar Schulden ohne Ende, aber 30 Jahre lang eine Nullzinspolitik durch gezogen. Dabei kam es lustigerweise eher zur Deflation als zu Inflation: Letztes Jahr haben die Japaner ca. knapp 60 Mrd. Euro Zinsen bezahlt. Die Schulden lagen bei ca. 8, 6 Billionen USD. Die USA könnten also ihre Zinslasten langfristig deutlich senken. Ob man einfach mal einen Reset durchzieht? Naja, dann wäre die Rente vieler Amis einfach futsch. Das hätte schwere Unruhen zur Folge.
Außerdem könnten die USA jederzeit auch Steuern erhöhen, das Militär abbauen oder tatsächlich europäische Zölle einführen. Unterm Strich haben sie weniger Probleme als alle EU Staaten.
Aber ich muss Dich auch etwas warnen. Ich bin sowieso anders als die meisten hier: Ich halte z.B. auch nichts vom Bitcoin und habe die auch nicht.
Am Ende entscheidest Du, was Du machen willst: Nimm mich nur als alternativen Denkansatz. Sollten die USA tatsächlich eine Pleite durchziehen, werde ich allerdings mitleiden.
Annahmen:
– die regulären Einkünfte aus Rente(n) decken die (großzügig ermittelten) Ausgaben
– eigene Immobilie
– aktuelles Alter: 70 Jahre
Gedankenspiel:
1) Ermittlung des Betrages x, welcher bis zum 80. Lebensjahr „verprasst“ werden soll
2) liquides Vermögen (Aktien, Cash) minus „zu verprassender“ Betrag x = überschüssiges Vermögen
3) vom überschüssigen Vermögen noch 100k Reserve abziehen – kann regulär via Tagesgeld verzinst werden
4) den Restbetrag via Vorabschenkung verteilen an Kinder und Enkelkinder
Wesentliche Anmerkungen:
– Das Vermögen in den Tod mitnehmen ist komplett sinnfrei. Wozu?!
– Wenn die Kinder erst dann erben, wenn sie selber bereits alt sind, haben sie nichts mehr davon
– Enkelkinder profitieren von einem breit diversifizierten Junior-Depot massiv
– regelmäßig Sport treiben
– keine Angst haben vor der angeblichen Klimakatastrophe, dem „drohenden Reset“ oder den bösen Trump/Putin/sonstwer
– Das Vermögen in den Tod mitnehmen ist komplett sinnfrei. Wozu?!
Sicher einer der besten Anlagetipps 😉
Das Hauptproblem ist eine realistische Abschätzung des Ausgaberisiken für die letzte Lebensphase. Als Orientierung können folgende Angaben helfen:
Die durchschnittliche Verweildauer im Pflegeheim liegt nach einer bundesweiten Caritas-Abfrage bei rund 25 Monaten, also gut 2 Jahren. Die Caritas weist zugleich darauf hin, dass diese Verweildauer in vier Jahren um etwa drei Monate gesunken ist.
Überschlagsrechnung bei 25 Monaten Verweildauer
Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 25 Monaten ergibt sich ungefähr:
Das ergibt insgesamt rund 76.855 € Eigenkosten über 25 Monate.
Das ist ein Bundesdurchschnitt. Je nach Bundesland und Heim können die realen Kosten deutlich abweichen; 2026 lagen die monatlichen Eigenanteile im ersten Aufenthaltsjahr je nach Bundesland etwa zwischen 2.720 € und 3.637 €.
Es kommt auf Deine persönliche Situation an: wie sind deine sonstigen Einkünfte (Renten),
Wohnsitz (D?) steuerliche Situation, Familie (Enkel?),
warum 70 % ? Ab 70 kannst Du neben Zinseinnahmen auch mit Dividendeneinkünften leben.
Ansonsten sind mir Anleihen – egal von wem emittiert- suspekt, also auch Anleihen-ETF, genau so wie Lebensversicherungen.
Entschuldigung ich meinte 30-40% in Anleihen, danke für die Antworten
Na ja, wenn Raimunds Einschätzungen zutreffen, dann müsste man sich ab Ende des Jahrzehnts bei Anleihen Sorgen machen. Vielleicht aber auch schon vorher. Denn in Erwartung eines kommenden Resets dürften Anleihekurse fallen / Zinsen steigen. Es sei denn, die Notenbanken stützen die Anleihekurse zunächst noch durch massive Käufe ausreichend stark…
Ich würde nur kurzfristige Anleihen kaufen, wenn ich nicht wüsste, wohin mit dem Geld oder Schwankungen in anderen Assets nicht ertragen könnte.
Bei Anleihen gibt es auch das Risiko von Kursverlusten. Die Renditen könnten weiter steigen, weil man den Schuldnern nicht mehr traut. Deshalb halte ich Anleihen keineswegs für sicher.
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Es gibt bei Anleihen auch das Risiko des Totalausfalls oder der Zwangsumschuldung in besonderen Situationen. Bei Aktien solider Firmen hat man immerhin die Chance, dass der Kurs wieder steigt.
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Wie wäre es mit “ VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF – EUR DIS ETF“, WKN: A2JAHJ ? Da hast du ca. 4% Dividende und die Chance auf weitere Kurssteigerungen mit den Jahren.
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Da ich auch in dieser Altersklasse unterwegs bin, habe ich den Anteil an Dividenden ausschüttenden ETFs erhöht. Ist doch immer schön, wenn man mal was ausgezahlt bekommt, das man verjubeln kann.
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Ansonsten hängt alles natürlich von deiner Lebenssituation ab. Ich habe es zum Beispiel endlich geschafft, dass meine Frau sich mit unserem Vermögen beschäftigt, damit sie es weiter führen kann, falls ich ausfallen sollte.
Ich halte persönlich nichts von Anleihen, lieber gute Dividendenwerte. Natürlich spielt das Alter eine Rolle und wie Jochen in seinem Beitrag auch gut darstellt, wie ist die persönliche Lebenssituation überhaupt, davon hängt viel für die „richtige Entscheidung“ ab.
Bis 2030 ist nicht mehr so lange hin, wenn man mal davon ausgeht, der Reset könnte schon dann soweit sein. Die nächsten Jahre sollte eine überwiegende Positionierung in Aktien und Edelmetallen (wer mag auch etwas Krypto) nicht verkehrt sein.
Es stellt sich dann die Frage wie positioniert man sich grundsätzlich kurz vor dem Reset am besten: Aktien werden auch fallen, doch ein gewissen Cashbetrag auch auf Konto lassen (die Zahl auf Auszug bleibt gleich, streuen, Einlagensicherung beachten), wenn die Börsen scharf korrigieren. Dazu Edelmetalle, etwas Fremdwährungen, Bitcoin(?), eigengenutzte Immobilie…
Wie Sandro richtig sagt, vor allem auf Sicht fahren und flexibel bleiben.
…und wenn es Anleihen sein sollen, wie wäre es mit Norwegen? AAA Rating und hohe Renditen für 10-Jahres-Titel, bei ca. 4,4%
Außerdem nicht in Euro
Hättest du mal ein Beispiel für so eine norwegische Staatsanleihe mit 4,4%?
NO0013475558 siehe screenshot
Danke!
man findet auch kürzere Laufzeiten, z.B.: NO0012837642
Die Frage ist, wie sich die Krone schlägt, wenn es im Euro zum Reset kommt?
Da mir nicht klar ist, wie Deine Situation ist, möchte ich meine Antwort für den Fall geben, dass Du in einer Entnahmesituation bist.
Von ca. 2000 bis 2011 lag die Rendite fast aller ETFs bei null Prozent, zwischen beiden Jahren deutlich im Minus. In so einer Phase durch Verkäufe entnehmen zu müssen, wird mehr als weh tun:
Daher könntest Du Dir Deinen Bedarf ausrechen und kommst z. B auf 500 Euro im Monat. Das sind 6000 Euro im Jahr und 90000 bis zu Deinem 85igsten. Allerdings kaufst Du keinen ETF, sondern Staatsanleihen. Für die ersten zwei Jahre nimmst Du Festgeld, dann kaufst Du so, dass jedes Jahr 6000 Euro Staatsanleihen fällig werden. Deutschland kann pleite gehen, die USA aber nicht. Also kaufst Du US Anleihen.
Bleibt die Frage, wie realistisch der Glaube an einen Reset ist:
Nun ja, nehmen wir mal Japan: Die haben zwar Schulden ohne Ende, aber 30 Jahre lang eine Nullzinspolitik durch gezogen. Dabei kam es lustigerweise eher zur Deflation als zu Inflation: Letztes Jahr haben die Japaner ca. knapp 60 Mrd. Euro Zinsen bezahlt. Die Schulden lagen bei ca. 8, 6 Billionen USD. Die USA könnten also ihre Zinslasten langfristig deutlich senken. Ob man einfach mal einen Reset durchzieht? Naja, dann wäre die Rente vieler Amis einfach futsch. Das hätte schwere Unruhen zur Folge.
Außerdem könnten die USA jederzeit auch Steuern erhöhen, das Militär abbauen oder tatsächlich europäische Zölle einführen. Unterm Strich haben sie weniger Probleme als alle EU Staaten.
Aber ich muss Dich auch etwas warnen. Ich bin sowieso anders als die meisten hier: Ich halte z.B. auch nichts vom Bitcoin und habe die auch nicht.
Am Ende entscheidest Du, was Du machen willst: Nimm mich nur als alternativen Denkansatz. Sollten die USA tatsächlich eine Pleite durchziehen, werde ich allerdings mitleiden.
Annahmen:
– die regulären Einkünfte aus Rente(n) decken die (großzügig ermittelten) Ausgaben
– eigene Immobilie
– aktuelles Alter: 70 Jahre
Gedankenspiel:
1) Ermittlung des Betrages x, welcher bis zum 80. Lebensjahr „verprasst“ werden soll
2) liquides Vermögen (Aktien, Cash) minus „zu verprassender“ Betrag x = überschüssiges Vermögen
3) vom überschüssigen Vermögen noch 100k Reserve abziehen – kann regulär via Tagesgeld verzinst werden
4) den Restbetrag via Vorabschenkung verteilen an Kinder und Enkelkinder
Wesentliche Anmerkungen:
– Das Vermögen in den Tod mitnehmen ist komplett sinnfrei. Wozu?!
– Wenn die Kinder erst dann erben, wenn sie selber bereits alt sind, haben sie nichts mehr davon
– Enkelkinder profitieren von einem breit diversifizierten Junior-Depot massiv
– regelmäßig Sport treiben
– keine Angst haben vor der angeblichen Klimakatastrophe, dem „drohenden Reset“ oder den bösen Trump/Putin/sonstwer
Genau so sollte es sein, lieber Michael !
Je älter man ist, desto entspannter kann man es angehen lassen. Vive la vie!
– Das Vermögen in den Tod mitnehmen ist komplett sinnfrei. Wozu?!
Sicher einer der besten Anlagetipps 😉
Das Hauptproblem ist eine realistische Abschätzung des Ausgaberisiken für die letzte Lebensphase. Als Orientierung können folgende Angaben helfen:
Die durchschnittliche Verweildauer im Pflegeheim liegt nach einer bundesweiten Caritas-Abfrage bei rund 25 Monaten, also gut 2 Jahren. Die Caritas weist zugleich darauf hin, dass diese Verweildauer in vier Jahren um etwa drei Monate gesunken ist.
Überschlagsrechnung bei 25 Monaten Verweildauer
Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 25 Monaten ergibt sich ungefähr:
12 × 3.245 € = 38.940 €
12 × 2.947 € = 35.364 €
1 × 2.551 € = 2.551 €
Das ergibt insgesamt rund 76.855 € Eigenkosten über 25 Monate.
Das ist ein Bundesdurchschnitt. Je nach Bundesland und Heim können die realen Kosten deutlich abweichen; 2026 lagen die monatlichen Eigenanteile im ersten Aufenthaltsjahr je nach Bundesland etwa zwischen 2.720 € und 3.637 €.