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GROWTH (and Degrowth) rund um den GLOBUS

7. Januar 2026
Robert Z.
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von Robert Z.

GROWTH (and Degrowth) rund um den GLOBUS

Von 44 Staaten publiziert die OECD Quartalszahlen zum Realen BIP und hat u. a. die Jahreswerte für 2020 jeweils zu 100 gesetzt. Für China und Russland gabs solche Daten nicht. 14 Staaten und 2 Gruppen habe ich mal im beigefügten Chart ausgewählt.

*  Für “Schnell-Leser” sind USA und Germany besonders hervorgehoben. Die US-Wirtschaft wuchs sehr stetig seit 2020 um ca. 18%. DE ist seit einem relativen Hoch im 3. Qua. 2022 bei etwas über 105 stetig in einem schwachen Minus-Trend und jetzt in 2025-Q3 etwas unter 105. Eine vorrübergehende KONJUNKTUR-SCHWÄCHE sieht m. E. anders aus – eine fortwährende STRUKTUR-SCHWÄCHE – ob gewollt (“Degrowth”) oder nicht – passt wohl besser zu diesem Verlauf.

**  Gewinner mit grossem Abstand ist zweifellos India mit 147. Dann folgt die Türkei (Inflation im Verlauf 80% und heute 30%) und Costa Rica (Kleinstaat) mit Werten über 130 – beide nicht hier im Chart. Saudi-Arabia um 130 und Indonesia sind noch über 125.

*** Die 3 letzten (nicht nur im Chart sondern der gesamten 44 Staaten) sind Finland mit abfallender Tendenz, DE wie anfangs besprochen und Japan, das anscheinend gerade dabei ist, seine langjährige Wachstumsschwäche zu überwinden (!?).

**** Die G7 ausser DE und Japan sind alle im Bereich 110-120. Die Europäer Spain und Poland sowie die G20-Gruppe sind sogar zwischen 120 und 125 und für die EU27 reicht es zu 114.

***** Ein üblicher Einwand bei solchen Charts ist: Wie wäre die Diskussion, wenn nicht 2020 sondern ein anderes Jahr zu 100 gesetzt worden wäre – und dieses wg. der Corona-Krise dazuhin ein „besonderes“ Jahr war.

VIEL WICHTIGER ist deshalb ausser (oder sogar „anstatt“) den 2025er Endwerten den Trend, d. h. die Steigungen zu betrachten. Bei den „oberen 3“ und den „unteren 3“ läuft dies zwar auf dasselbe Ergebnis hinaus. Aber besonders bei Italy, das sehr gut aus der Corona-Krise kam, wie auch United Kingdom und (nicht ganz so deutlich) bei France gibt es von ca. 2022 an geringer werdende Steigungen, die auf künftige Wachstumsschwäche hindeuten können.

ALLES GUTE noch für 2026 !!! Mit Urlauben bitte behutsam umgehen; wir brauchen BIPs in DE. Dies gilt besonders für Indien, Arabien und Indonesien-Reisen. Die haben genug BIPs. Italien, Frankreich, England, Polen … na ja – wegen mir – etwas Gutes tun ist bekanntlich für DE immer ein paar BIPs wert ! Schnell durch Bayern nach Österreich (116) und die Schweiz (113) fahren – wie letztes Jahr ? Die paar BIPs für Raststätten-Aufenthalte bringen uns auch nicht viel weiter. (Dieser Abschnitt wurde in noch nicht ganz abgeklungener Sylvesterlaune geschrieben)😏

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Kommentare

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  • Stefan Freichel sagt:

    Ein frohes neues 2026 zusammen,

    sehr interessante Grafik über die man Tagelang diskutieren könnte 😉

    Meine Erkenntnis: Für Finnland gilt, kaum ein EU-Land war wirtschaftlich so eng mit Russland verflochten wie Finnland und Deutschland war dies im Bereich Energiepreise, was für ein Industriestandort essenziell ist. Ist natürlich nur ein teil der Erklärung sollte, aber für ca. 30-50 % der Stagnation als Begründung ausreichen.

    • Robert Z. sagt:

      Stefan,

      JA, die Spitze in 2022-Q3 war ziemlich genau beim Stopp der Gaslieferungen aus Russland.

      ABER, bereits in 2021 verlief die Kurve von DE deutlich unterhalb denen der vergleichbaren europäischen Staaten.

      Da kann – wie Du andeutest – noch ausgiebig spekuliert werden.

  • Michael sagt:

    Vielen Dank lieber Robert, mal wieder glasklare Zahlen Daten Fakten von Dir.

    Ich leite daraus ab: De-Growth für Deutschland ist beabsichtigt.

    „Urlaub“ ist ein schönes Stichwort, wir sind gerade im Oman (Roadtrip). Ich habe dort noch KEIN EINZIGES eAuto gesehen. Keine Ladestation.

    Wenn wir tatsächlich in die globale Klimakatastrophe wandern würden, müssten ja auch die sehr sympathischen, wohlhabenden und gebildeten Omanis Ängste vor dem Weltuntergang haben und demzufolge die entsprechenden Maßnahmen ergreifen (und sich bspw eAutos aus der Porto-Kasse kaufen). Sie tun es aber nicht – WARUM nicht?

    Den Deutschen wurde durch eine massive Medienkampagne eingetrichtert, dass die Klimakatastrophe bevorsteht, und demzufolge CO2 eingespart werden muss. WARUM ausgerechnet den Deutschen?

    Ich finde außerhalb der EU kein Land auf der Welt, wo die Menschen diesbezüglich so gebrainwasht wurden und mit wehenden Fahnen ihren eigenen Wohlstand sukzessive schreddern.

    • Stefan Freichel sagt:

      Kennzahl Oman Deutschland

      BIP pro Kopf (Kaufkraft – KKP) ~38.000 USD ~67.000 USD

      Die Zahlen sind „International Dollars“ – eine fiktive Währung, die zeigt, wie viel man sich vor Ort im Vergleich zu den USA leisten könnte.

      Diese Zahlen (ich hoffe, sie stimmen) sollten deine Frage doch weitgehend erklären.
      Wenn die Chinesen Ihr Vertriebsnetz für E-Autos in den Oman erweitert haben, wird sich das auch im Oman ändern. Zurzeit wird erstmal Asien beliefert, wir dürfen weiterhin mit Explosionsmotoren fahren 🙁

      • Michael sagt:

        Stefan, wir fahren im Oman einen chinesischen Mietwagen…die gibt’s hier en masse (allesamt Verbrenner). Deutsche Fahrzeuge sieht man hier selten…

        Nochmal meine konkrete Frage: warum glaubt außerhalb Deutschlands fast niemand an die Klimakatastrophe?

        Warum ergreifen bspw die wohlhabenden Omanis keine entsprechenden Maßnahmen, wo doch die „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ angeblich eindeutig sind?

        • Raimund Brichta sagt:

          „Warum ergreifen bspw die wohlhabenden Omanis keine entsprechenden Maßnahmen,…“

          Ich möchte mich nicht in eure Diskussion einmischen, mir fiel zu deiner Frage nur eine mögliche Antwort ein: Im Oman ist es ohnehin heiß, da kommt es auf 1-2° mehr vermutlich nicht an.

          • Robert Z. sagt:

            „Im Oman ist es ohnehin heiß, da kommt es auf 1-2° mehr vermutlich nicht an.“

            Ich möchte mich da auch nicht einmischen – sondern beisteuern:

            In vielen Ländern ist es im Winter sowieso sehr kalt z. B. DE wie jetzt. Da könnte man 1-2 Grad mehr gut gebrauchen und noch Heizenergie sparen.

            Also für BEIDE wären doch 1-2 Grad völlig OK. 🤔

            • Raimund Brichta sagt:

              Ja, aber wir haben die Unwetter, Überschwemmungen, Stürme etc. Die hat Oman eher nicht.

              • Robert Z. sagt:

                „Ja, aber wir haben die Unwetter“ Ja, aber deren Ursprung ist eher nicht in DE – sie kommen von sehr weit her.

                • Raimund Brichta sagt:

                  na klar, aber trotzdem dürften sie mit dem Klimawandel zu tun haben. Und wir sind davon betroffen. Der Oman eher nicht.

                  • Robert Z. sagt:

                    Bei der langen Küstenlinie – und die wichtigsten Metropolen sind meist die geschäftigen Häfen in einem so trockenen Land, werden sie spürbar betroffen sein wenn der Wasserpegel steigt.

                    • Raimund Brichta sagt:

                      Wenn dem so ist, wäre ja ihre Gleichgültigkeit wieder fragwürdig 🤨

                      • Robert Z. sagt:

                        Ja, so ist es. Zitat aus carnegieendowment.org/ siehe beigefügtem Ausschnitt

                        • Raimund Brichta sagt:

                          na dann sollen sie mal ganz entspannt so weitermachen wie bisher 😉

                        • Michael sagt:

                          „climate models predict…“ Bla bla bla.

                          „As a result… Water resource management…“ Bla bla bla.

                          Fakt ist, die Omanis beziehen das meiste Wasser aus dem Meer dank entsprechender Anlagen. Und bauen weitere, denn das Land boomt – Dank gut gemanagter Politik. Es gibt also kein Wasserproblem, auch nicht in Zukunft!

                          Nochmal: außerhalb Deutschlands glaubt fast niemand an die Klimakatastrophe.

                          Und niemand betreibt deshalb wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Suizid.

                          Weitere Frage: nehmen wir mal an, die Klimakatastrophe kommt tatsächlich – welche Länder werden diese am besten meistern können:
                          a) wirtschaftlich starke Länder
                          b) wirtschaftlich schwache Länder?

              • G.Braig sagt:

                In der Bibel waren die jünger Jesu auf dem See Genezareth und Jesus war dabei. Es kam ein Sturm auf und die Jünger hatten Angst. Jesus schlief und Sie wecketen ihn. Er befahl dem Wind still zusein und der Wind hörte auf.
                Sturm gab es schon in der Bibel ohne Autos,Flugzeug
                usw. Vielleicht sollten wir wieder mehr Gott Vertrauen haben. Einfach mal nachdenken.

                • Raimund Brichta sagt:

                  Und auf wen vertrauen die, die an keinen „Gott“ glauben?

                • Aries Eeberg sagt:

                  Die Holländer gehen nicht mehr so viel in die Kirche wie früher. Dafür haben sie ihre Deiche höher gebaut und verstärkt. Das Motto der Aktion: „drooge foeten“
                  .
                  Der Klimawandel ist real. Aus welchem Grund er auftritt, ist umstritten. Aber seinen Folgen muss man sich stellen.
                  .
                  Vertrauensvolles Schlafen hilft da nicht. Was dabei herauskommt, sieht man bei der deutschen Autoindustrie.
                  .
                  In Holland fahren übrigens auch viel mehr Elektroautos als in Deutschland. Und das Ijsselmeer steht inzwischen voller Windräder, was mich als Segler etwas stört.
                  .
                  Dafür haben sie mehrere Inseln aufgeschüttet und Feuchtgebiete geschaffen – für die Vögel, die in den Niederlanden Rast machen oder überwintern. …. Das versöhnt mich dann wieder mit den Niederländern.
                  .
                  Ach ja, und das know how aus dem Inselaufschütten verkaufen sie dann weltweit … zum Beispiel in den Golfstaaten.
                  .
                  So kann man doch konstruktiv mit dem Klimawandel umgehen.

                  • Robert Z. sagt:

                    Aries, ja die Holländer scheinen geschickter als wir zu sein.

                    Im obigen Chart würden sie bei 114,2 liegen – also ein kleines etwas besser als die EU27.

                    „Ijsselmeer steht inzwischen voller Windräder“ sowas versuchen wir ja auch. Aber die Holländer tun NOCH mehr fürs Klima. Sie planen weitere Kernkraftwerke während wir unsere abgerissen haben. Das hast Du in Deiner („objektiven“) Beschreibung WEGGELASSEN.

                    • Aries Eeberg sagt:

                      Robert, zu Kernkraftwerken ändere ich gerade meine Meinung. Mit neuen Technologien könnte ich mich dafür erwärmen.
                      … Ansonsten ist alles, was ich schreibe, subjektiv. Allerdings lerne ich immer dazu und überprüfe meine Meinung an der Wirklichkeit.

                      • Michael sagt:

                        „… Ansonsten ist alles, was ich schreibe, subjektiv. Allerdings lerne ich immer dazu und überprüfe meine Meinung an der Wirklichkeit.“

                        Top, Aries, Klasse!
                        Davon könnten einige lernen.

                        Aber tust Du das wirklich, oder glaubst Du es zu tun?

                        Ergänzung Oman: wir haben kein einziges Windrad gesehen und kein Solarfeld, obwohl es hier extrem viel Platz hat.

                        Nochmal: warum werden fast nur die Deutschen mit „Klimawandel“ und „Klimakatastrophe“ via Medien/Politik konfrontiert, obwohl dies ja ein GLOBALES Phänomen ist?

                        Darüber bitte mal nachdenken…

                    • Aries Eeberg sagt:

                      Gerade habe ich mich über Kernkraftnutzung in den Niederlanden schlau gemacht. Sie planen eine nForschungsreaktor und Mini-KKWs … Mal sehen, was dabei heraus kommt.
                      .
                      Die Nation, die ASML (und den Philishave) hervorgebracht hat, bringt die Menschheit vielleicht auch in der Kernenergie weiter. …
                      .
                      Die Deutschen waren in der Innovation allerdings auch immer gut. … Wenn sie nur ihre aktuelle Technologie-Feindlichkeit ablegen würden.
                      .
                      Die Firma, die Inseln aufschüttet und Deiche baut, heißt übrigens Boskalis. Diese Firma hat auch die Ever Given im Suezkanal flott gekriegt. New Orleans wurde auch von den Niederländern trocken gepumpt.

                      • Sandro sagt:

                        Geplant / angekündigt wird bei der Kernkraft mittlerweile wieder viel. Was dann tatsächlich gebaut wird, wie schnell und zu welchen Kosten, sind andere Fragen…

                        Neue Kernkrafttechnologien (4. Generation) und SMR könnten zukünftig durchaus was sein, aber das muss sich noch zeigen. Von herkömmlichen Atomkraftwerken halte ich nix. Atommächte brauchen natürlich AKWs und werden sie daher auch immer haben. Aber selbst in China, wo (im Unterschied zu westlichen Ländern) in den letzten Jahrzehnten viele neue Atomkraftwerke gebaut wurden, macht die Kernkraft gerade einmal knapp 5 % vom Strommix aus (global knapp 10 %). AKWs werden zukünftig / langfristig auch immer weniger CO2-neutral sein, weil der Urangehalt in den förderbaren Erzvorkommen sinkt, d. h. die Förderung wird energieintensiver.

                        • Michael sagt:

                          „AKWs werden zukünftig / langfristig auch immer weniger CO2-neutral sein, (…)“

                          Nochmal: „CO2-Neutralität“ interessiert viele Nationen nicht…

                          Nur Deutschland schreibt sich den Schwachsinn ins Grundgesetz.

                          Die Länder, welche AKWs bauen, werden das sauber durchgerechnet haben.

                          Deine Annahme, dass Du (bzgl AKWs) richtig rechnest, aber die entsprechenden Länder falsch liegen, halte ich für überheblich – aber das ist ok.

                          • Sandro sagt:

                            Ich informiere mich nur, und hin und wieder teile ich etwas davon mit, was ich gelesen/erfahren habe. Das ist überhaupt nicht überheblich (wie sollte es?) Noch nicht einmal im Ansatz. Und schließlich habe ich auch eine Meinung, die mit den Schlussfolgerungen von sehr vielen nicht überheblichen Leuten übereinstimmt, die sich damit intensiv und teilweise auch wissenschaftlich beschäftigt haben.

                            • Sandro sagt:

                              p. s. Natürlich abgesehen davon, dass die Kernkraft auch in verschiedenen Ländern (in denen man rechnen kann) unterschiedlich bewertet wird.

                            • Dietmar sagt:

                              Sandro, wahrscheinlich nimmst du deine Informationen aus anderen Quellen als ich. Eher linkslastig vermute ich. Was hältst du zum Beispiel von diesem Bericht:
                              https://www.achgut.com/artikel/der_wirtschaftscrash_hat_viele_vor_und_einen_nachnamen_energiewende

                              • Sandro sagt:

                                Ich halte es weniger für einen „Bericht“ als für einen unausgewogenen Meinungsartikel. Ich weiß, dass es viele solcher Artikel gibt und spare es mir, näher darauf einzugehen, wo der Autor Dinge unterschlägt oder zur Unsachlichkeit neigt. Es ist mühsam, solche Artikel zu kommentieren. Eigentlich habe ich auch längst genug von all diesen Klima- und Energiewende-Diskussionen. Für manche Leute sind bestimmte Dinge in Stein gemeißelt: Erneurbare automatisch immmer teuer, den technischen Fortschritt ignorieren sie genauso wie Subventionen fossiler Energien und manche Rohstoffproblematiken (insb. volkswirtschaftliche Kosten für den Import fossiler Energieträger, Abhängigkeiten, zukünftige Verfügbarkeiten). Manche reden sich auch Atomkraft schon alleine deshalb schön, weil sie etwas gegen Windräder haben. Bei manchen Themen schauen sie auf Kosten und scheinen dabei zu vergessen, was eine Investition ist. Und tatsächliche Probleme werden nicht angegangen oder verschlafen und verursachen zusätzliche Kosten, die viele nicht sehen wollen. Und es gibt jede Menge Pseudo-Experten und Lobbyisten, die mitmischen. Ich habe langsam genug davon…

                                Zu deiner Frage nach Quellen: Am liebsten mag ich Quellen, die möglichst nahe an der Wissenschaft sind und möglichst unpolitisch sind. Aber natürlich lässt sich Politik nicht ausblenden. Ob man z. B. wieder Erdgas aus Russland importieren möchte (sofern man kann), ist eine politische Entscheidung.

                                • Dietmar sagt:

                                  Ok, deine Quellen würden mich interessieren, damit ich mir selber ein Bild machen kann. Du meinst, dass das ein „unausgewogener Meinungsartikel“ sei. Schön, dass du den Artikel gelesen hast. Danke. Mir fehlt da die Begründung, Gegenargumente. Aber ich stimme dir zu, bei dem Thema sind die Ansichten meist diametral. In vielen Ländern werden Atomkraftwerke neu gebaut, zum Beispiel in Polen und Tschechien. Das würden diese Länder nicht tun, wenn am Ende teure Energiepreise rauskommen würden. Deutschland hingegen setzt auf „erneuerbare“ Energien und hat die höchsten Strompreise der Welt und macht sich gleichzeitig von den Nachbarländern abhängig, die uns versorgen, wenn hier kein Wind weht und die Sonne nicht scheint. Man kann ein Industrieland nicht mit Strom aus Sonne und Wind versorgen. Der Energiebedarf wird in Deutschland, wenn es wohlhabend bleiben will, steigen. Dafür ist gar nicht genug Platz da für dafür notwendige zusätzliche Windräder.

                                  • Sandro sagt:

                                    “Mir fehlt da die Begründung, Gegenargumente.“

                                    Ich muss nicht auf jeden Artikel eingehen. Das kostet viel Zeit. Auch wenn mich vieles stört, will ich eigentlich auch nicht einen Erklärbär, Klimamissionar oder Gegenbekehrer spielen. Davon gibt es schon genug.

                                    Ausnahmesweise widme ich mich nun doch noch umfassend dem Artikel, was aber viel Text (sorry) von mir erfordert:

                                    Der Autor spricht zu Beginn vom „weltweiten Glauben an Weltenbrand“. Das Wort „Weltenbrand “ wiederholt er später und schreibt dann später noch: „Das Ende der Welt ist da. Dieses Narrativ, genannt Klimawandel, …

                                    Diese als angenommenen Klimawandel umgedeuteten Übertreibungen (Klimawandel = Ende der Welt?) sind nichts anderes als eine Art plumpe Strohmann-Argumentation, als ob alle, die den Klimawandel als Problem sehen, so denken würden. Dass er den Klimawandel dann außerdem zum “Narrativ“ degradiert, ist weiterhin ignorant und nichts als Stimmungsmache.

                                    Eigentlich würde mir das schon reichen, um diesen Artikel nicht weiter zu lesen, da offensichtlich unsachlich. Später macht er wieder so weiter: “Untergang der Welt …“ und in einer Fußnote nochmals “Weltenbrand“ Langsam reicht’s!

                                    Und es finden sich weiterhin merkwürdige Aussagen im Artikel:

                                    “Es war eine brillante Idee zum Gelddrucken.“ Was genau soll angeblich die Idee zum Gelddrucken gewesen sein? Der Klimawandel (etwa eine Erfindung?) oder die Energiewende? Und nein: Natürlich steht dahinter nicht eine Idee zum Gelddrucken, auch wenn natürlich Unternehmen auch Geld durch die Energiewende verdienen, was banal ist.

                                    “Seit geraumer Zeit wird allerdings nicht mehr von absoluten Temperaturen gesprochen, sondern nur noch von prozentualen Anstiegen. Zunächst war von 2,5 Prozent, dann von 1,5 Prozent in 30 oder auch 50 Jahren die Rede.“ Was behauptet er denn da und wozu? Wer soll das angeblich sagen?

                                    “Werden diese Steigerungen, die unmittelbar mit dem CO2-Anstieg zusammenhängen sollen, …“
                                    Was heißt „sollen“? Die wissenschaftlich Faktenlage ist so evident, dass ein Zusammenhang mit CO2 (und anderen Treibhausgasen) schon lange nicht mehr ernsthaft bestritten werden kann …

                                    Es ist ihm offenbar wichtig, darauf zu verweisen, dass CO2 “ein Spurengas mit 0,04 Prozent Luftgehalt“ sei. Damit zündet er eine millionenfach nachgeplapperte Nebelkerze. Wer aufgeklärt ist, fällt auf diesen Taschenspielertrick nicht herein. Denn es kommt nicht auf den relativen Anteil in der Atmosphäre an, der abhängig ist von von der Menge klimaunwirksamer Gase (N2, O2), sondern auf die absolute Menge an CO2. Bei einer erhöhten oder reduzierten Menge der klimaunwirksamen Gase in der Atmosphäre ergäbe sich natürlich eine andere Konzentration als 0,04 Prozent für CO2, was dann nach viel mehr oder noch viel weniger klingen würde. Aber die absolute Menge bliebe trotzdem gleich und somit auch der Einfluss auf das Klima. Es führt also völlig in die Irre, auf den niedrigen relativen Anteil (Konzentration) hinzuweisen. So etwas sollte man doch mittlerweile niemandem mehr erklären müssen! Da ich dem Autor, der sich zumindest dem vermittelten Anschein nach mit Klimafragen beschäftigt hat, nicht unterstellen will, dass er unaufgeklärt sei, muss ich ihm leider unterstellen, diese Nebelkerze ganz bewusst als Mittel zur Desinformation ins Spiel zubringen.

                                    Nach einer Plattitüde (“…obwohl es katastrophale Wetterlagen (mit viel mehr Opfern als heute) schon immer gab“) kommt er langsam zur Sache.

                                    “Seit 20 Jahre werden die Installationen und der Betrieb dieser Anlagen subventioniert.“
                                    Stimmt, aber fossile Energien werden ebenfalls subventioniert, sogar massiv… weltweit und auch in Deutschland. Dazu gibt es Studien/Berechnungen, z. B. IEA, OECD, IWF, DIW, Umweltbundesamt…

                                    “Diese [Zusatzmaßnahmen] standen bei Beginn der Energiewende Anfang des Jahres 2000 kaum im Vordergrund und wurden erst recht nicht bedacht.“ Nein. So doof ist niemand. Fehler mögen gemacht werden, Annahmen mögen falsch sein, aber natürlich wurden sie bedacht.

                                    Endlich kommt er nun zu handfesteren Argumenten, in dem er schließlich Zahlen nennt, die u. a. von Agora und DIHK stammen sollen. Nehmen wir an, sie stimmen. Wenn man Geldsummen über sehr viele Jahre aufaddiert (u. a. bis 2049), ergeben sich natürlich sehr hohe Gesamtsummen, die erschrecken können. Genau dies bezweckt der Autor offensichtlich, denn auf weitere Informationen, die helfen könnten, diese Zahlen einzuordnen, verzichtet er vollständig. Er könnte z. B. auch anführen, dass Deutschland in der Vergangenheit jährlich ungefähr knapp 80. Mrd. Euro für den Import fossiler Energieträger ausgegeben hat: Geld, das zu 100 % ins Ausland geht und dem deutschen Wirtschaftskreislauf vollständig entzogen wird, im Unterschied zu Ausgaben für die Energiewende im Inland. Durch die Energiewende könnte viel davon eingespart werden, und über sehr viele Jahre ergeben sich aus diesen Importen natürlich ebenfalls sehr hohe Gesamtsummen. Er könnte auch auf die Subventionen fossiler Energieträger eingehen, die ebenfalls sehr ordentlich zu Buche schlagen. Nicht nur erneuerbare Energien werden subventioniert (s. o.). Er könnte auch auf darauf hinweisen, dass Teile der Investitionen ohnehin notwendig werden, z. B. aufgrund des steigenden Energiebedarfs, also gar nicht alleine der Energiewende geschuldet sind. Er könnte auch auf weitere Dinge hinweisen, z. B. dass es ja nicht so toll ist, ganze Dörfer für Braunkohle wegzubaggern. Macht er alles nicht, weil es seinem erklärten Ziel widerspräche: “Den Wahnsinn zu stoppen“, wie er schreibt.

                                    Der Autor verweist auf die Belastung der Wirtschaft durch hohe Strompreise. Das ist zwar richtig, aber m. E. nur einer von vielen Gründen für die aktuelle Wirtschaftsschwäche von Deutschland. Außerdem greift es viel zu kurz, dabei nicht auch auf die Gaspreise einzugehen. Denn schließlich waren die Gaspreise aus bekannten Gründen stark gestiegen. Auch der Kohlepreis war 2022 sehr stark gestiegen. Das belastet ebenfalls, und die Gaspreise erhöhen auch den Strompreis, insb. in Verbindung mit dem Merit-Order-Prinzip. Über weitere selbstverschuldete Gründe, welche die Energiewende und den Strompreis unnötig verteuern, schweigt der Autor genauso wie über manche mögliche Maßnahmen, Strompreise zu verringern.

                                    “Die gut bezahlten Manager, die Familienunternehmer und so weiter trauen sich nur nicht, das auszusprechen. Es würde den sofortigen Ausschluss aus „Unserer Demokratie“ bedeuten und erhebliche wirtschaftliche, gesellschaftliche und aber auch private Nachteile mit sich bringen…“ Sorry, aber das ist Geschwätz und wiederum nur Stimmungsmache.

                                    Der Autor fordert, die Energiewende zu stoppen und alte Kernkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Inwieweit das möglich ist, zu welchen Kosten und Konsequenzen, lässt er offen.

                                    Der Autor schreibt: “Begleitet und ergänzt werden müsste die regenerative Stromerzeugung komplett von inländischer konventioneller Stromproduktion, damit die preistreibenden Stromimporte auf ein Minimum zurückgefahren werden könnten.“ Das ist schon etwas abenteuerlich. Es gibt Tage mit Stromknappheit, an denen Stromimporte teuer sind. Über das Jahr gesehen fallen diese aber nicht so sehr ins Gewicht. Deutschland ist (zumindest derzeit) nicht abhängig von Stromimporten, aber es wäre dann vielfach teurer, alte Kohle- oder Gaskraftwerke hochzufahren anstatt Strom zu importieren. Der Autor könnte auch erwähnen, dass hohe Preisspitzen dann durch das Merit-Order-Prinzip zustande kommen. Atomstromimporte aus Frankreich sind zudem vielfach eine Win-Win-Situation für beide Länder. Denn Atomkraftwerke lassen sich nicht mal eben so schnell hoch- und runterfahren. So hat z. B. Frankreich nachts und im Sommer überschüssigen Atomstrom günstig abzugeben, und Deutschland kann davon profitieren. Wenn sich der Autor tatsächlich am (geringen) Anteil von Stromimporten stört, dann sollte er sich ebenfalls an den (hohen) Importen fossiler Energieträger stören, die uns in viel größerem Umfang abhängig machen. Tut der Autor aber nicht. Abhängigkeiten interessieren ihnen offensichtlich nicht. Er spricht sich sogar dafür aus, Gas aus Russland zu importieren. Als ob das derzeit so einfach möglich wäre. Dass in vielen Teilen der Welt erneuerbare Energien stark boomen (nicht grundlos!) und darin international viel mehr Geld investiert wird als in fossile Energien und Atomkraft, scheint dem Autor nicht der Rede Wert zu sein, genauso wie technische Fortschritte und sinkende Kosten, z. B. bei Energiespeichern und Solarmodulen. Oder zukünftige Verfügbarkeiten / mögliche Preise einiger Energieträger, die man zumindest dann nicht ganz außer Acht lassen sollte, wenn man auch über Jahrzehnte spricht, wie es der Autor bei den Kosten tut.

                                    Dass der Autor in der Fußnote auch Gas zu den billigen Energieträgern zählt, kann er nicht ernst meinen. Seine Behauptung “Deshalb ein ehemals prosperierendes Industrieland voll vor die Wand zu fahren, ist doch mehr als fragwürdig.“ ist die (fragwürdige) persönliche Meinung des Autors. Dass er zweimal die Worte „Unsere Demokratie“ in Anführungszeichen setzt („Unsere“ dabei großgeschrieben), lässt tief blicken. Will er damit vielleicht so etwas wie eine Diktatur der Mehrheit andeuten?

                                    • Dietmar sagt:

                                      Sandro, vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. Das sind für mich interessante Einblicke. Aber sie erklären nicht die höchsten Strompreise weltweit. Ausserdem will Deutschland ja ausschließlich auf Wind und Sonne setzen (mit Backup-Kraftwerken), was völlig unrealistisch für ein Industrieland ist (der Strombedarf dürfte steigen und die Fläche für weitere Windkraftanlagen ist einfach nicht da). Dass Deutschland täglich teuer Strom importiert, erfährt man im Morgenwecker von Tichy, in dem jeden Tag die Importe und Exporte berichtet werden. Und ich glaube es war Schweden, die sich weigern, weiterhin Strom nach Deutschland zu schicken, wenn es bei uns benötigt wird, weil das den Preis im eigenen Land in die Höhe treibt und die Menschen dort deswegen nicht begeistert darüber sind.
                                      „dann sollte er sich ebenfalls an den (hohen) Importen fossiler Energieträger stören, die uns in viel größerem Umfang abhängig machen. “ Deutschland hat noch Braunkohle für viele hundert Jahre. Die ist billig, aber die Kraftwerke werden trotzdem gerade still gelegt. Deutschland hat eigene Gasvorkommen, die aus ideologischen Gründen nicht gefördert und lieber teuer importiert werden. Und Deutschland hat seine Atomkraftwerke stillgelegt, die die besten weltweit waren und sehr billig grundlastfähige Energie geliefert haben.
                                      Dass Deutschland beginnend mit Merkel, weiter mit Scholz und Merz gegen die Wand gefahren wird, ist fakt. Jeden Monat verschwinden 10.000 Industriearbeitsplätze und die teure Energie ist ein Hauptgrund dafür. Zum Beispiel verschwindet wahrscheinlich komplette Chemieindustrie in Ostdeutschland, weil diese billige Energie braucht, aber nicht bekommt.
                                      „Unsere Demokratie“ heißt eben, dass die Leute, die kritisch sind und andere Ansichten haben, ausgeschlossen werden. Siehe Umgang mit der AfD. Bei der letzten Bundestagswahl und auch bei der vorletzten, haben die Bürger mehrheitlich eine rechts-bürgerliche Mehrheit gewählt, bekommen aber immer wieder linke Politik.

                                      • Sandro sagt:

                                        – Zum Platzbedarf für Windräder hatte ich schon etwas geschrieben (s. u.).

                                        – Im Jahr 2024 erreichten die Jahres-Netto-Stromimporte Deutschlands ein Maximum ungefähr zwischen 25 TWh und 28 TWh (je nach Quelle) bei einem Jahresstromverbrauch von insgesamt ca. 464 TWh. In der Bildzeitung wurden die Kosten für diese Netto-Stromimporte mit 2,3 Mrd. Euro beziffert (zwar nicht die beste Quelle, aber es erscheint realistisch). Das kann man ärgerlich finden, aber im Verhältnis zu anderen Ausgaben ist das auch kein Beinbruch, finde ich. Im vergangenen Jahr betrugen die Netto-Stromimporte Deutschlands ungefähr 18,3 TWh.

                                        – Tatsächlich gab es zwei Dunkelflauten, in denen viel Strom aus Norwegen und Schweden importiert wurde, was die Preise dort vorübergehend stark steigen ließ und Kritik verursachte. „Geweigert“ hatte sich Schweden zwar nicht, aber es war zu lesen, dass die schwedische Energieministerin Ebba Busch wütend gewesen sei und gedroht hätte, den Bau einer zweiten Seeleitung zu stoppen, wenn Deutschland sich nicht ans nordische Modell anpasst und für Norddeutschland eine eigene Preiszone einführt, um die Preise im Zaum zu halten. Strompreiszonen in Deutschland wären zwar ggf. sinnvoll, sind aber politisch kaum durchsetzungsfähig. Am meisten Widerstand dagegen gibt es aus Bayern, wo der Strom dann teurer werden würde. Der zuvor genannten Kritik lässt sich zudem einiges entgegenhalten: Erstens profitieren Norwegen und Schweden, wenn sie uns Strom sehr teuer verkaufen können. Zweitens profitiert Schweden häufiger davon, dass umgekehrt Deutschland auch Strom zum Nulltarif abgibt, wenn wir überschüssigen Solar- und Windstrom erzeugen. Norwegen produziert außerdem dauerhaft überschüssigen Strom (durch Wasserkraft), den es sonst ggf. verschenken/wegwerfen müsste. Nur ca. die Hälfte dieses Dauerüberschusses kann überhaupt über die Leitungen nach Deutschland übertragen werden. Außerdem gibt es in Norwegen auch eine 90%tige Strompreisdeckelung für Kostensteigerungen, die die Folgen für die Verbraucher mit dynamischen Tarifen dort dämpft. Dies wird zumindest in einem n-tv-Artikel behauptet: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-Norwegen-auf-die-deutsche-Dunkelflaute-schimpft-article25500679.html . Demnach also alles halb so wild.

                                        – Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man – soweit möglich – die AKWs in Deutschland nicht so frühzeitig hätte abschalten sollen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man vorerst gut ohne sie auskommen kan, sofern der sonstige Ausbau nicht zu sehr verschleppt wird.

                                  • Sandro sagt:

                                    „Dafür ist gar nicht genug Platz da für dafür notwendige zusätzliche Windräder.“

                                    Das habe ich auch mal gedacht, aber wir sind noch weit entfernt davon, dass es nicht mehr genug Platz gäbe. Dazu wiederhole ich etwas, das ich schon einmal geschrieben habe: In Deutschlandweit sind aktuell 0,8 % der Landesfläche für Windkraft vorgesehen. Das soll laut Gesetz auf 2 % gesteigert werden. Letzteres ist immer noch deutlich weniger als die aktuelle Fläche der Straßen in Deutschland (mit Lärm, Abgasen und ohne so strenge Abstandsregeln). Die Windräder selbst nehmen dabei wiederum nur einen kleinen Teil der vorgesehenen Fläche ein. D. h. die Flächen können also größtenteils zugleich noch anderweitig genutzt werden, z. B. für die Landwirtschaft – industrielle Monokulturen sind ja auch nicht gerade schön – oder z. B. für Solarparks oder Speicher. Auch kann es Waldflächen unterhalb der Flügelspannweite der Windräder geben.

                                    Und nein: Ich würde Windräder auch nicht überall aufstellen wollen, aber muss man ja auch nicht.

                                    • Aries Eeberg sagt:

                                      Also, wir haben gewiss noch jede Menge Platz für Windräder. Das sehe ich in den Niederlanden. … Jetzt haben sie Zonen im Ijsselmeer mit Windrädern bestückt – zuerst am Rand und dann auch noch 2-3 Reihen im Wasser. Das stört mich als Segler etwas. Aber man muss auch sagen, dass ich in diesen Bereichen sowieso nicht gefahren wäre. Na, und auf den Äckern stehen sowieso Windmühlen. Da kann der Bauer doppelt verdienen – an den Tulpen und dem Strom.
                                      .
                                      Man gewöhnt sich auch. Früher standen in den Niederlanden tausende Windmühlen, die das Land trocken pumpten. Als man die gebaut hat, hat man sie vielleicht auch als störend empfunden. … Heute sind sie gefragte Sehenswürdigkeiten.
                                      .
                                      Man muss auch sagen, dass ganze Bundesländer – wie Bayern – bei der Windenergie praktisch gar nicht mitmachen. … Da wäre auch noch viel Platz. Dann müssten wir nicht so viele Stromtrassen Richtung Süden bauen. So eine Trasse geht jetzt gerade in NRW durch unsere Natur für den durchreisenden Strom. Es ist nicht gerade schön, wenn man unter den summenden Stromleitungen wandert. …. (Haben die Bayern das verdient, wenn sie uns als durchreisende Menschen nicht haben wollen?)
                                      .
                                      In NRW wird auch die Braunkohle abgebaggert. Ganze Landstriche werden davon aufgefressen. Gut, dass das jetzt aufhört. Bis wir daraus schöne Wassersportreviere geschaffen haben, dauert noch Jahrzehnte. Andere denken vielleicht: Besser die Braunkohle-Löcher in NRW als die Windräder bei uns. …
                                      .
                                      Was die Braunkohle angeht und die ganze fossile Energie-Geschichte: Ich begrüße es sehr, dass wir uns davon verabschieden. Je mehr ich auf erneuerbare Energie umstelle, desto mehr genieße ich es, dass ich die alten Stinker los bin. Das ist ein Lebens- und Wirtschaftsmodell, das sich auch sehr gut exportieren lässt. Leider dominieren die Chinesen schon fast diesen Markt. Da hat sich Deutschland den Schneid abkaufen lassen. Aber das muss ja nicht so bleiben.

                                      • Robert Z. sagt:

                                        Aries, da fährst Du Deine obligate SUBJEKTIVITÄT mal wieder mächtig auf.

                                        “Dann müssten wir nicht so viele Stromtrassen Richtung Süden bauen. So eine Trasse geht jetzt gerade in NRW durch unsere Natur für den durchreisenden Strom. Es ist nicht gerade schön, wenn man unter den summenden Stromleitungen wandert. …. (Haben die Bayern das verdient, wenn sie uns als durchreisende Menschen nicht haben wollen?)”

                                        Der “Süden” kam bisher sehr gut OHNE diese Stromtrassen aus. Aber wenn KKWs abgeschaltet werden müssen und dasselbe mit konventionellen Heizungen (Gas …) usw. schnell passieren soll – dann empfehle ich Dir bei denen Dich zu beklagen, die die betreffenden Gesetzte unterstützt haben – also z. B. bei DIR SELBST. Verstehst Du diese Zusammenhänge tatsächlich nicht? Da braucht man keine wirtschaftlichen Grundkenntnisse. Oder ist das Gegenteil der Fall und Du willst nur SCHLECHTE STIMMUNG gegen die Südländer auf diese Weise HIER verbreiten.

                                        Im übrigen machen wir Südländer sehr häufig Urlaub an unseren nördlichen Küsten – die paar km weiter in Holland oder Dänemark haben wir natürlich nicht völlig ausgelassen. Du weisst sehr wohl dass das Thema als “NUR Durchreisen” zu verstehen ist.

                                        Ich finde es schon sehr deplaziert dass Du die Südländer auf diese unfeine Weise angreifst. Bitte vergiss nicht dass Baden-Württemberg und Bayern im Finanzausgleich die früheren Ost-Länder (was völlig in Ordnung ist) aber auch NRW (und damit auch Dich) schon sehr lange über Wasser halten. Die sprichwörtliche “Schwäbische Hausfrau” weiss, dass – wenn keine besonderen plötzlichen Notlagen vorliegen – die Ausgaben nicht dauernd grösser als die Einnahmen bleiben können. Überleg Dir das mal – ruhig auch zusammen mit einer NRW-Hausfrau – wenn Du gemütlich unter einer Trasse hindurchwanderst WER da WAS wohl “VERDIENT” hat.

                                        • Aries Eeberg sagt:

                                          Okay Robert, diesen Kommentar habe ich mir wohl verdient. Mich hat vor einiger Zeit geärgert, wie hier über NRW geredet wird und dass ich als durchfahrender Elektromobilist wohl nicht in Bayern willkommen sein soll.
                                          .
                                          Im Ernst: Ich bin es leid, dass immer auf die Regierung geschimpft wird. Wie steht es mit den Eigeninitiativen derjenigen, die schimpfen? Was tun sie, um aus der gegenwärtigen Situation Profit zu schlagen und weiter zu kommen? … Das „Mia sein mia“ ist zu selbstgefällig.
                                          .
                                          Ich vermisse eine konstruktive Haltung von euch. Was könnt ihr selber aus der jetzigen Situation machen, statt auf andere zu schimpfen? Es ist doch nicht so, dass mit einer anderen Regierung alles plötzlich anders wäre. Die sachlichen Probleme bleiben. Und die sind auch in der Haltung der Bevölkerung begründet.
                                          .
                                          Zum Beispiel ist es dringend geboten, selber in Photovoltaik mit einem großen Speicher zu investieren. Das spart sehr viel Geld. Und, wenn man schon mal so weit ist, könnte man auch über einen kleines E-Auto nachdenken. Das gilt besonders, wenn man mehrere Autos in der Familie hat. Für das Herumgegurke im Alltag ist das E-Auto allemal die bessere Wahl – schon allein aus finanziellen Gründen.
                                          .
                                          Ja, und da ist es bis zur Wärmepumpe auch nicht weit. Das lohnt sich mittlerweile sogar für Altbauten.
                                          .
                                          Und, wenn man wie viele hier seit Jahrzehnten in Aktien spart, sollten die nötigen Investitionen kein Problem sein.

                                    • Johanne sagt:

                                      Sandro, wie kannst Du die hier Flächen der Straßen mit der für Windkraft vergleichen? Sind es Dir zu viele Straßen? Willst Du laufen? Sollen alle nur noch laufen? Sollen Güter mit dem Schubkarren geliefert werden? Windräder brauchen riesige Betonfundamente. Wenn Du genug hast von den ständigen Umweltdiskussionen hier, warum fängst Du ständig damit an ? Warum schreibst Du ellenlange Artikel darüber, wenn Du es leid bist?

                                      • Sandro sagt:

                                        Also mal sachte…

                                        Erstens bin ich nicht unbedingt derjenige, der immer damit anfängt, habe aber irgendwann angefangen, mich für diese Themen zu interessieren. Manche pfeffern immer wieder irgendwelche Behauptungen in den Raum (vielfach wiederholt), was sehr einfach ist. Sich damit stattdessen zu beschäftigen, es tatsächlich zu diskutieren, Aussagen zu hinterfragen, ohne viele nicht unswesentliche Dinge unter den Teppich zu kehren, ist dagegen sehr viel aufwendiger. Sofern man es tut, bedarf es ungleich viel Text (oder langer Vorträge, die manche Leute halten). Es sind viele Themen, und sie sind nun einmal komplex. Wenn man sich nur mit zu stark vereinfachten Pauschalaussagen begnügt oder halbwahren Mantras, kann man es im Grunde gleich sparen (und muss sich ggf. die Ohren zuhalten, wenn man nicht alles ertragen kann).

                                        Und ja: Es kostet Zeit, die ich mir dafür nicht mehr ewig nehmen will und kann. Da Dietmar allerdings höflich war, habe ich mir diese Zeit noch einmal genommen. Am Wochenende hatte ich auch die Zeit dazu.

                                        Und nein: Ich sage nicht, dass es zu viele Straßen gäbe oder Güter mit Schubkarren transportiert werden sollen. Wie kommst Du denn darauf?
                                        Genauso wie Windräder stellen Straßen aber Beeinträchtigungen da, und der Flächenvergleich liefert ebenfalls eine anschauliche Vorstellung. Selbstverständlich brauchen sie Betonfundamente. Wie groß die sind, weiviel CO2 für den Beton emittiert wird etc., kann jeder selbst recherchieren. Falls jemand dazu etwas abenteuerliches in den Raum pfeffern muss (als welchem Motiv auch immer), könnte es mir natürlich passieren, dass ich auch darauf eingehe und auch Details anspreche (die manche vielleicht auch schon deshalb nicht hören wollen, weil sie eventuell gerne geglaubten Behauptungen widersprechen). Ich hoffe aber nicht, dass mir das nicht passiert, denn wie gesagt habe ich ja eigentlich genug davon und will mich lieber anderen Dingen zuwenden.

                                      • Robert Z. sagt:

                                        Hallo Johanne,

                                        freut mich sehr dass Du Dich mal wieder meldest.

                                        Einmischen oder gar Dich Korrigieren möchte ich nicht. Nur erwähnen dass wir erst bei einer Empfehlung für das LASTENFAHRRAD sind – SCHUBKARRE (wie bekanntlich auch Systemcrash) voraussichtlich nicht vor Ende dieses Jahrzehnts (Quelle: private Communications R. Z. Jan. 2026).😏

                                        • Johanne sagt:

                                          Hallo Robert, dass mit den (Lasten-) Fahrrädern funktioniert bei uns in der Gegend schlecht , weil wir wenig bis keine Fahrradwege haben. Da warte ich immer noch auf den Doppelwumms und dass vom Infrastrukturpaket hier was ankommt. Fahrradwege wurden von deutschem Steuergeld in den letzten Jahren wohl in anderen Ländern gebaut, habe ich jedenfalls gehört. Aber hey, ist ja auch egal wo, Hauptsache es sind für den Klimaschutz überhaupt irgendwo welche gebaut worden.

                                          • Robert Z. sagt:

                                            OK Johanne, dann musst Du eben den Fahrradteil „überspringen“ und bald an die Schubkarre denken. „Fahrradwege wurden von deutschem Steuergeld in den letzten Jahren wohl in anderen Ländern gebaut“. Den Umweg über Peru möchte ich Dir nicht vorschlagen.

                                            „Doppelwumms“. Ohne Spass. Von unseren Spitzenpolitikern hörte man bei ernsten Gesprächen: Deutschland ist fast seit WW2 ein aussen-und sicherheitspolitischer Zwerg und/aber ein wirtschaftspolitischer Riese. Nun sind wir nicht mehr weit davon entfernt ein DOPPEL-ZWERG zu werden. Von 44 Staaten Vorletzter beim BIP mit abnehmender Tendenz ist schon allerhand. Und keiner unserer Grünen-Jünger äussert sich direkt zum Thema – was natürlich indirekt beweist dass sie wissen warum die deutsche Wirtschaft an die Wand gefahren wurde.

                        • Aries Eeberg sagt:

                          Ich habe gehört, dass bei neuen AKW-Technologien das alte Brennmaterial verwendet werden könnte. … Das würde doch den Atommüll reduzieren. … Für den gibt es ja immer noch keine Lösung. …

                      • Robert Z. sagt:

                        Da bist Du m. E. mit Holland zu überschwänglich. Diese Forschung läuft schon lange bei den grossen und mittleren Nuklear-Ländern – aber wichtig ist dass Holland in Europa mit dabei ist!

                        Was meinst Du mit „Technologie-Feindlichkeit der Deutschen“ – das ist ja ein sehr „breiter“ Begriff?

                        Dass Holland bei den Technologien zu Wasser u. a. toppp ist – zweifellos – Tradition und Spitze heute.

                        • Michael sagt:

                          Die sogenannte „Technologie-Feindlichkeit der Deutschen“ ist historisch betrachtet falsch.

                          Im 19. und 20. Jahrhundert haben Deutsche reihenweise neue Technologien entwickelt und zur Serienreife gebracht.

                          Die Niederlage im 2. Weltkrieg hat naturgemäß die USA in die Pole Position gebracht.

                          In den letzten Jahrzehnten liefen mediale Kampagnen der Medien und bestimmte Gruppierungen gegen „deutsche“ Technologien, bspw sichere AKWs, Dieselmotoren, Transrapid…

                          Nutznießer dieser Kampagnen sind die Konkurrenten Deutschlands….und AKWs werden trotzdem gebaut und betrieben…

                          Die verbleibenden deutschen Ingenieure aus der Privatwirtschaft werden in den Vorruhestand geschickt, weil sie nicht mehr gebraucht werden.

                          Nach TVÖD bezahlte Ingenieure sind mEn nicht konkurrenzfähig am Weltmarkt.

                          Insofern: game over!

                          • Robert Z. sagt:

                            Diese letzte Zeile zu unterschreiben fällt mir noch sehr schwer Lieber Michael – den anderen Zeilen stimme ich ausnahmslos zu.

                            Technologiefeindlichkeit der Deutschen kann ich auch heute nicht verorten – ausser natürlich gegen KKWs – da ist tatsächlich das Wort FEINDLICHKEIT angebracht.

                            Da dieselben Gruppen auch Wirtschaftswachstum in Frage stellen, kann man daran zweifeln ob aus der Feindlichkeit in naher Zukunft Freundlichkeit d. h. Wachstum werden kann.

                          • Aries Eeberg sagt:

                            „Die Niederlage im 2. Weltkrieg hat naturgemäß die USA in die Pole Position gebracht.“
                            .
                            Ja, es sind viele jüdische Forscher aus Deutschland in die USA geflüchtet. Das war ein großer wissenschaftlicher Aderlass, von dem sich Deutschland nur schwer erholen konnte. Vor dem 2. Weltkrieg war Deutschland in vielen Wissenschaftsbereichen führend.
                            .
                            Möglich, dass jetzt Spitzenwissenschaftler aus den USA in andere Länder emigrieren werden. Es muss ja dort jeder Angst haben, auf der Straße verhaftet oder sogar erschossen zu werden, wenn er nicht weiße Haut und möglichst blonde Haare hat.

                            • Robert Z. sagt:

                              Oh JEEE !!!,

                              “ … jüdische Forscher aus Deutschland in die USA geflüchtet …“.

                              „…wenn er nicht weiße Haut und möglichst blonde Haare hat …“.

                              Das mögen ernste Themen sein. Aber willst Du jetzt tatsächlich aus meinem Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt eine Rassismus angrenzende Debatte machen? Mich würde das nicht freuen!

                              • Aries Eeberg sagt:

                                Entschuldigung Robert, meine Worte waren auf Michaels Beitrag gemünzt.
                                .
                                Zum BIP-Wachstum: Ich sehe die hohe Insolvenzrate in Deutschland gegenwärtig eher positiv. Da scheiden Firmen aus dem Markt, die nicht mehr stark genug sind. Durch die ganzen Rettungsmaßnahmen seit 2008 ist es den Firmen unmöglich gemacht worden, zu sterben. Das ist nicht gesund, so brutal sich das anhört.
                                .
                                Aus diesem Grund rechne ich für Deutschland ab jetzt mit einer neuen Wachstumsdynamik. ….
                                .
                                Die Autoindustrie wird vielleicht irgendwann nicht mehr die Leitindustrie sein. Dafür wird es andere Branchen geben. ….
                                .
                                Bitte macht mich für diese Sätze nicht fertig! Ich jedenfalls bleibe optimistisch – auch für Deutschland.
                                .
                                Geld wird auf jeden Fall aus den Sonderschulden genug bereit gestellt. …. Es fehlt nur noch ein tieferer Kapitalmarkt auf europäischer Ebene. … Leider hat man dazu von unserer Regierung noch nichts gehört. – oder doch?

                                • Michael sagt:

                                  Dir fehlt leider das grundsätzliche Verständnis von Wirtschaft, Aries.

                                  Und dieser Satz macht einen nur noch sprachlos:

                                  „Ich sehe die hohe Insolvenzrate in Deutschland gegenwärtig eher positiv.“

                                  Die Deindustrialisierung Deutschlands ist mEn gewünscht – und somit positiv für die Konkurrenten Deutschlands. Diese profitieren davon.

                                  Es profitieren übrigens auch die Gegner der sozialen Marktwirtschaft von der Deindustrialisierung Deutschlands…

                                  …denkt mal darüber nach!

                                • Robert Z. sagt:

                                  Aries, das liest sich für mich nicht nur ein wenig fremd.

                                  Du vergisst den wesentlichen Punkt bei der “Schöpferischen Zerstörung” auf die Du wohl abhebst. Der Schöpferische Teil findet z. Z. leider kaum am Standort Deutschland statt. Und das alleinige “Sterben” muss nicht ein Grund für Wachstumsdynamik sein. “Schöpferisches” muss das Alte “Zerstören” (Verdrängen).

                                  Die Rettungsmassnahmen bei der Finanzkrise 2008 für die jetzt hohe Insolvenzrate in 2025/26 als Ursache zu sehen ist m. E. schon sehr “weit hergeholt”. Ich meine seit 2020/21 hat sich vielmehr eine zunehmende schwere Vertrauenskrise bzgl. der Praktizierten Wirtschaftspolitik aufgebaut und etabliert.

                                  Den Verbrauchern eigene Gasheizungen austreiben zu wollen und dann jede Menge Gaskraftwerke “zur Überbrückung” (wohin? Und dann?) zu planen und zu bauen braucht rechtzeitige Erklärung – falls es denn eine vernünftige gibt. Und ein Unternehmer, der sich eine Insolvenz wegen nicht mehr tragbarer Energiepreise überlegt, bräuchte wenigstens plausible Begründungen warum gerade in dieser Situation funktionierende KKWs sofort abgerissen werden müssen.

                                  So bleibt eben der Eindruck dass die DNA einer kleinen Truppe, die mal an der Macht teilhaben konnte, höchste Priorität hatte und das LAND ??? – kann sehen wie es damit klarkommt.

                                  Wie Du daraus “eine neue Wachstumsdynamik” ableitest ist mir ein Rätsel. Da braucht es eine grosse Anstrengnung um auch nur zu verhindern dass es weiter zurückgeht. Ob diese erfolgt bleibt dem üblichen abschliessenden Hoffnungssatz ….. überlassen.

                                  • Aries Eeberg sagt:

                                    2008 hat die Bundesregierung etwas richtig gemacht. Da hat man auf breiter Front Kurzarbeit eingeführt. Und als die Wirtschaft wieder ansprang, konnte Deutschland mit der Stammbelegschaft wieder voll produzieren.
                                    .
                                    Die Zinssenkungen 2008 und dann wieder während der Coronakrise haben unsere Wirtschaft gerettet. Sie mussten wohl sein. Ein Nebeneffekt der Rettungsmaßnahmen 2008 und dann wieder 2020 war allerdings, dass schwache Firmen am Leben gehalten wurden, die sonst vom Markt verschwunden wären. Sie haben sich daran gewöhnt, bei Schwierigkeiten nach dem Staat zu rufen. (Vielleicht haben sie das immer schon gemacht.) … Dabei geht Wettbewerbsfähigkeit verloren.
                                    .
                                    Dass jetzt zum Beispiel die europäische Autoindustrie mildernde Umstände bekommt, wird sogar von Wirtschaftsweisen kritisiert. So lässt sich der Abstand zu China nicht aufholen. Eine konzertierte Industriepolitik der EU würde da schon eher helfen. Dafür gibt es heute Ansätze.
                                    .
                                    Eine Wirtschaftspolitik mit zu viel Regulierung halte ich auch für falsch.

    • Robert Z. sagt:

      Michael, „De-Growth für Deutschland ist beabsichtigt“. Ja, die Kurve ist so stetig und glatt – wie wenn da jemand im Geiste sie schon so vorher gezogen hätte. Heute habe ich mit einem Unternehmer (Baugewerbe) gesprochen. Der hat die Kurve beschrieben ohne sie zu kennen: „Seit Corona und was alles dazu gehört ist für ihn die Wirtschaft eine andere“. Und dabei meinte er nicht eine bessere.

  • Aries Eeberg sagt:

    Robert, wir haben über den Jahreswechsel das österreichische BIP vergrößert.
    .
    Die Österreicher sind nämlich viel freundlicher zu mir als die Bayern.
    .
    Bei den Österreichern gibt es ausreichend Ladestationen für mein E-Auto an den Hauptverkehrsadern. (Sie haben ja auch das bessere BIP-Wachstum.) In Bayern waren auf einer Riesen-Raststätte nur 2 Ladepunkte mit nur 100 KWh. Da hat sich im Laufe des Jahres überhaupt nichts verbessert.
    .
    Und die Österreicher behindern auch nicht den Reiseverkehr durch alberne Grenzkontrollen. Auf der Rückreise gab es in Deutschland große Verzögerung. Und als wir am Grenzer-Häuschen vorbeirollten, haben die Beamten uns nicht einmal angeschaut. – Auch sehr unfreundlich.
    .
    Den Bayern fehlt es doch sehr an Enthusiasmus für die Energiewende. Da ist es auch kein Wunder, dass die bayerische Autoindustrie gegenwärtig so erfolglos ist.

    • Robert Z. sagt:

      Aries: „Den Bayern fehlt es doch sehr an Enthusiasmus für die Energiewende“. Hast Du da eine Umfrage durchgeführt? Bitte hier posten! Aber im Ernst: Auch mir hat z. B. beim „Heizgesetz“ und beim Abriss der „KKWs“ der Enthusiasmus gefehlt – aber ich respektiere dass er Dir nicht fehlt. Schlimmer ist m. E. jedoch wenn die VERNUNFT fehlt.

  • Michael sagt:

    GROWTH für die USA:

    https://www.trend.at/news/us-handelsdefizit-ging-im-oktober-klar-zuruck

    Donald Trump’s Wirtschaftspolitik zeigt Wirkung, siehe auch https://wahrewerteblog.de/2025/12/18/usa-wahlsieg-der-vernunft-eine-erste-bilanz/

    So sehen erfolgreiche Strukturreformen aus. Zahlen Daten Fakten.

    Was sagen die sogenannten „Experten“ aus bestimmten Medien über die erfolgreiche Wirtschaftspolitik der USA?

  • Michael sagt:

    Zum Thema GROWTH passt auch der Aufstieg Polens, den ich mW hier auch schon erwähnt habe – jetzt auch ein Artikel der MSM

    https://www.focus.de/finanzen/news/europas-neue-supermacht-polen-macht-sich-bereit-deutschland-und-grossbritannien-zu-ueberholen_bb08b4ea-efae-4fda-ad15-2d0027f1aeae.html

    Wesentliche Erfolgsfaktoren für Polen sind

    1) Günstige Energie
    2) Strikte Migrationspolitik

    Glückwunsch an alle Polen zu ihren Erfolgen in ihrem Vaterland!

  • Michael sagt:

    Sandro, hat die Wissenschaft denn schon herausfinden können, welchen Einfluss die CO2-Einsparungen Deutschlands auf die Klimaerwärmung haben?

    Wie ist Deine Einschätzung dazu?

    Denn genau das ist ja die zentrale Frage: welchen Effekt und welchen Nutzen haben die CO2-Einsparungen Deutschlands?

    • Sandro sagt:

      Die Antwort ist einfach: Für sich genommen haben sie einen geringen Einfluss. Dafür braucht man keinen Wissenschaftler. Aber Deutschland ist ja nicht das einzige Land, das CO2 einspart. Wenn jedes Land natürlich einfach nur sagen würde, dass ihr eigener Beitrag gering sei und deshalb nichts einsparte, würde natürlich weltweit gar nichts eingespart, und Deutschland wäre dumm, sofern es dafür als einziges Land nur Nachteile in Kauf nähme. Das ist banal. Aber glücklicherweise ist es ja nicht so. Und deshalb ist die Frage, wieviel die CO2-Einsparungen von Deutschland für sich allein genommen bewirken, auch gar nicht so relevant. Zumindest nicht „die zentrale Frage“.

    • Sandro sagt:

      Hier mal eine Grafik zur Entwicklung der weltweit installierten Kraftwerksleistung bis 2024 (s. u.). Dabei deutlich zu erkennen: Der Anstieg der Kohleverstromung flacht ab, Kernkraft bleibt ungefähr konstant, regenarative Kralfwerksleistung nimmt stark zu. Diese Veränderungen sind noch nicht einmal annähernd alleine auf Deutschland zurückzuführen.

      Da Du oben die „günstige Energie“ Polens angesprochen hast (im Focus-Artikel stand nichts dazu), auch dazu noch eine Anmerkung: Polen hatte zuletzt erneuerbare Energien stark ausgebaut, will das fortführen (wenn auch weniger ambitioniert als Deutschland – im Unterschied zu Deutschland haben sie noch viele günstig förderbare Kohlevorkommen) und plant sehr große Summen für regenerative Energien und Netzausbau ein. Sie beabsichtigen auch, neue Atomreaktoren zu bauen – der erste soll 2033 fertig werden, weitere sollen folgen. Tatsache ist allerdings auch: Bisher haben sie keinen einzigen Reaktor am Netz.

      Die Grafik (s. u.) stammt übrigens von Quaschning. Er gibt dazu folgende Quellen an:
      1) EIA US Energy Information Administration
      2) Windkraft siehe http://www.volker-quaschning.de/datserv/windinst/index.php
      3) Photovoltaik siehe http://www.volker-quaschning.de/statistiken/weltweite-photovoltaikleistung-2025/index.php
      4) eigene Abschätzungen auf Grundlage von IRENA und EIA

      Wenn Du ihm nicht glaubst, bekommst Du ähnliches aus anderen Quellen.

      Nur der Vollständigkeit halber: Natürlich ist das nur die Kraftwerksleistung und nicht der Gesamtenergieverbrauch (primär oder Endenergie).

  • Michael sagt:

    Erfolgreiche Verschlankung der vom TAXPAYER bezahlten Behörden in den USA:

    https://www.n-tv.de/politik/Daten-zeigen-Trumps-Kahlschlag-in-Behoerden-id30227040.html

    Und trotzdem funktioniert die Verwaltung in den USA wie bisher…

    …was sagt uns das – logisch abgeleitet?

    In Deutschland ist der öffentliche Dienst in den letzten Jahre massiv gewachsen – bezahlt von den STEUERGELDERN der produktiv arbeitenden Bevölkerung.

    Rechenbeispiel: 335.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst kosten JÄHRLICH rund 27 MILLIARDEN – Dollar oder Euro (bei 80k Bruttogehalt zzgl Kosten).

    Jährlich!

    So lassen sich STEUERSENKUNGEN finanzieren – aber nicht in Deutschland.

  • Michael sagt:

    Sandro, den folgenden Punkt bringst Du desöfteren – deshalb widerlege ich diesen

    „dass Deutschland in der Vergangenheit jährlich ungefähr knapp 80. Mrd. Euro für den Import fossiler Energieträger ausgegeben hat: Geld, das zu 100 % ins Ausland geht und dem deutschen Wirtschaftskreislauf vollständig entzogen wird,“

    Falsch.

    Deutschland hat in Russland GÜNSTIG Rohstoffe (Öl, Gas, …) eingekauft..als Gegenleistung hat die deutsche Industrie in Russland hervorragende Geschäfte gemacht, exportiert, Projekte durchgezogen etc pp (die günstigeren Chinesen waren außen vor).

    Nur ein Rechenbeispiel:
    100.000 Beschäftigte der deutschen Export-Industrie – produktive Arbeitnehmer – erhalten 8 Milliarden Euro brutto (bei 80k) jährlich.

    Von den „100%“, die angeblich „durch den Schornstein gehen“ kommt ein beträchtliches Sümmchen wieder zurück. Und das ist nicht einmal der einzige Mehrwert.

    So laufen internationale Wirtschaftsbeziehungen.

    Gerhard Schröder und Helmut Kohl haben es verstanden, allerdings haben sie die Rechnung ohne die USA gemacht…

  • Michael sagt:

    Sandro und Dietmar, interessanter Austausch zum Artikel https://www.achgut.com/artikel/der_wirtschaftscrash_hat_viele_vor_und_einen_nachnamen_energiewende

    Entscheidend ist – und das betone ich stets – was der Rest der Welt macht und wie der Rest der Welt mittlerweile über Deutschland denkt.

    Und mit diesen Sätzen hat der Autor des obigen Artikels vollumfänglich Recht:

    „Die deutsche Energiewende sollte Vorbild für die Welt sein. Wegen der fatalen wirtschaftlichen Auswirkungen ist das Gegenteil der Fall. Der weltweite Glaube an den „Weltenbrand“ durch CO2 nimmt ab. (…) Der Treibhausgas-Ausstoß (THG) inklusive CO2 steigt weltweit. Viele Menschen, die in Armut leben, wollen am Wohlstand teilhaben.
    (…)
    Deutschland könnte komplett aus der CO2-Erzeugung aussteigen; dieser Schritt hätte auf die weltweite THG-Erzeugung und den angenommenen Klimawandel keinerlei Auswirkung. Deshalb ein ehemals prosperierendes Industrieland voll vor die Wand zu fahren, ist doch mehr als fragwürdig.“

    Wer über internationale Erfahrung verfügt und frei im Denken und Handeln ist, kann dies bestätigen.

    Den Schwachsinn, den Deutschland mit der sogenannten „Transformation“ (de facto: „DE-GROWTH“) macht, macht sonst kein Industrieland auf der Welt mit.

    Nur zwei Beispiele:

    1) Die Industrienation Japan bleibt Industrienation; Google KI „Atomausstieg Japan“:

    „Kurswechsel Japans:
    Wiederinbetriebnahme: Um Importe fossiler Brennstoffe zu reduzieren, hat Japan die Sicherheitsstandards verschärft und viele abgeschaltete Reaktoren wieder in Betrieb genommen (Stand 2025: 14 Meiler ans Netz).

    Laufzeitverlängerung: Die Regierung erlaubt nun Laufzeiten über 60 Jahre hinaus (bis zu 70 Jahre).

    Neubau-Pläne: Japan erwägt den Bau neuer Reaktoren und langfristig den Ersatz alter Meiler durch neue Generationen.“

    2) Die Marschrichtung der USA ist ebenfalls bekannt…

    • Robert Z. sagt:

      Michael,

      „Wiederinbetriebnahme: Um Importe fossiler Brennstoffe zu reduzieren, hat Japan die Sicherheitsstandards verschärft und viele abgeschaltete Reaktoren wieder in Betrieb genommen (Stand 2025: 14 Meiler ans Netz).“ Das ist ja klar, die müssen authark sein und können nicht mal Strom aus Frankreich oder Schweden beziehen.

  • Michael sagt:

    Aries, „die Deutschen“ haben sich nicht den Schneid abkaufen lassen:

    „Das ist ein Lebens- und Wirtschaftsmodell, das sich auch sehr gut exportieren lässt. Leider dominieren die Chinesen schon fast diesen Markt.“

    Produziert wird stets dort, wo die Energie günstig ist, und die Qualität passt.

    Das war so, ist so, und wird so bleiben.
    Dies ist keine wissenschaftliche Erkenntnis, sondern eine Binsenweisheit.

    Insofern war es glasklar, dass die Versprechungen insbesondere von Scholz und den Grünen eine Veräppelung des Wahlvolkes war.

    Zur Erinnerung, Euer ehemaliger Bundeskanzler von der SPD:

    „Wegen der hohen Investitionen in den Klimaschutz wird Deutschland für einige Zeit Wachstumsraten erzielen können, wie zuletzt in den 1950er- und 1960er-Jahren geschehen“

    Wenn dieses Versprechen ernst gemeint gewesen wäre, hätte man in Deutschland als Voraussetzung demzufolge die Energiekosten senken müssen – nebst weiteren Rahmenbedingungen.

    Dass das Bildungsniveau der Bevölkerung in Deutschland sukzessive sinkt, kommt bestimmten Kreisen sehr entgegen…

  • Michael sagt:

    „Es sind viele Themen, und sie sind nun einmal komplex.“

    Nein, sie sind sehr einfach.
    Nur Deutschland macht den CO2-Wahnsinn mit, zerstört eigene Infrastruktur, schreibt sich „Klimaschutz“ ins Grundgesetz und verliert massiv Industriearbeitsplätze BRANCHENÜBERGREIFEND.

    Andere Länder liefern maximal Lippenbekenntnisse – das sind nun mal die Realitäten. Die Weltwirtschaft wächst weiter.

    Menschen weltweit wollen niedrige Steuern, Wohlstand, Familie, und keine Gängelung oder Weltrettung vor der „Klimakrise“.

  • Michael sagt:

    GROWTH in Ungarn – Mercedes-Benz:

    „Deutschland deindustrialisiert, Ungarn jubelt. (…)
    Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó bestätigte den Deal und nutzte die Gelegenheit für einen Seitenhieb gegen Berlin und Brüssel. Seine Botschaft: Während Europa unter „fehlgeleiteter Politik“ leide, biete Ungarn „politische Stabilität und gesunden Menschenverstand“.“

    https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/mercedes-benz-kehrt-deutschland-den-ruecken-sind-hier-tausende-jobs-in-gefahr-20393284.html

    Herzlichen Glückwunsch an die Regierung Ungarns, die hochwertige Jobs in ihr Vaterland holt.

    Wie gesagt, in den Chefetagen wird nüchtern gerechnet – und entschieden.

    Stromkosten kWh Ungarn: ca 10 Cent
    Stromkosten kWh Deutschland: > 30 Cent

    Google KI: „Ungarn betreibt mit dem Kernkraftwerk Paks (Paksi Atomerőmű) sein einziges Atomkraftwerk an der Donau, das rund die Hälfte des Strombedarfs des Landes deckt. Es besteht aus vier älteren, sowjetischen WWER-Reaktoren. Zusätzlich läuft das Projekt Paks II zur Erweiterung um zwei neue Blöcke mit russischer Beteiligung und Finanzierung, (…)“

    Nochmals Glückwunsch an die Ungarn für ihre demokratische Wahlentscheidung.

    • Raimund Brichta sagt:

      „Nochmals Glückwunsch an die Ungarn für ihre demokratische Wahlentscheidung.“

      Zumindest scheint es im Frühjahr spannend zu werden, wie die demokratische Wahlentscheidung diesmal ausfallen wird 😉

      • Michael sagt:

        Regierungswechsel sind gut in einer Demokratie und gehören dazu.

        Es ist Sache der Ungarn ihre Regierung zu wählen.

        Objektiv betrachtet haben die Ungarn die letzten Wahlen richtig gewählt – niedrige Kriminalität, Wachstum der Industrie etc. pp.

        Lauf mal durch Budapest und vergleiche es mit den Innenstädten Deutschlands… Oder frage ausländische Touristen /. Geschäftsleute, wo sie sich wohler und sicherer fühlen.

    • Sandro sagt:

      „Stromkosten kWh Ungarn: ca 10 Cent“

      Ja, seit 10 Jahren relativ konstant, selbst im Jahr 2022 und obwohl sich der Strommix über die Zeit stark verändert hat (mittlerweile weniger Kohle, mehr Atom und ganz plötzlich dann auch massiver Solarausbau). Wie ist das möglich? Massiv subventioniert, habe ich dazu irgendwann mal gelesen (weiß nicht mehr genau wo).

      Das ist mein letzter Kommentar zu diesen Themen.

      • Sandro sagt:

        Ergänzend dazu jetzt auf die Schnelle nochmal die Google-KI gefragt (die Quellen zu prüfen habe ich mir jetzt mal gespart):

        Frage: Wird der Strompreis in Ungarn subventioniert?

        Google: „Ja, der Strompreis für private Haushalte in Ungarn wird stark durch staatliche Preisdeckel und massive Subventionen gestützt, wodurch er deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegt, insbesondere für den Grundverbrauch. Diese Subventionen finanzieren sich über den Staatshaushalt und spezielle Abgaben, während der Marktpreis für Strom über dem Grundbedarf deutlich höher liegt, ähnlich wie in anderen Ländern, jedoch ohne die staatlichen Entlastungen.“

        „Die ungarische Regierung begrenzt die Strompreise für Haushalte bis zu einem bestimmten Verbrauch (ca. 2500 kWh/Jahr), wobei der Staat die Differenz zum Marktpreis ausgleicht.“

        „Wird der subventionierte Verbrauch überschritten, zahlen Haushalte den deutlich höheren Marktpreis, der den Kosten in anderen EU-Ländern ähnelt.“

        Ein anderer Vergleich wäre derjenige der Industriestrompreise anstatt derjenige der Privathaushalte.

        Nur ein weiteres Beispiel, dass man vielleicht erstmal genau hinschauen sollte.

        • Stefan Freichel sagt:

          „Wird der subventionierte Verbrauch überschritten, zahlen Haushalte den deutlich höheren Marktpreis, der den Kosten in anderen EU-Ländern ähnelt.“

          Sollte man auch in Deutschland einführen 😉

        • Aries Eeberg sagt:

          Wer eine PV-Anlage hat, zahlt auch ca. 10 Cent pro kWh für selbstgenutzten Strom.

      • Michael sagt:

        Die „massiven Subventionen“ des ungarischen Staates hast Du womöglich von dort (oder einem ähnlichen Artikel):

        https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/383-cent-deutschland-zahlt-europas-teuersten-strom-merz-greift-nicht-ein-li.10013647

        „Die niedrigen Haushaltsstrompreise in Ungarn sind kein Marktergebnis, sondern Ergebnis staatlicher Preisdeckel und massiver Subventionen“, sagt Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieökonomin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
        (…)
        Langfristig sei das Modell jedoch riskant. „Fiskalisch ist das wenig transparent und auf Dauer schwer tragfähig“, warnt Kemfert.“

        Der Begriff „massive Subventionen“ ist nichtssagend, soll aber für eine negative Wahrnehmung sorgen.

        Die obigen Subventionen des ungarischen Staates sind objektiv betrachtet ERFOLGREICH und SINNVOLL, und Ungarn kann sich das fiskalisch offensichtlich erlauben.

        Deutschland subventioniert seit 2015 massivst illegale Migration, mit horrenden Beträgen.
        Die Ungarn nicht – sie wollen das nicht und ihre Regierung handelt entsprechend.

        Darüber hinaus ist mein zentraler Satz aus dem obigen Posting der folgende:

        „Wie gesagt, in den Chefetagen wird nüchtern gerechnet – und entschieden.“

        Der zentrale Satz ist prinzipiell ausreichend.

        • Sandro sagt:

          Was Frau Kemfert im Detail dazu sagt, ist mir an dieser Stelle Wurst. Sie ist gewiss nicht die einzige Quelle zum Thema…

          Mir ging es jetzt auch nicht darum, Ungarn zu kritisieren.

          Zeigen wollte ich damit u. a. dass es sich lohnt, Dinge zu prüfen und zu hinterfragen. Besonders, wenn sie in alernativen Medien zirkulieren und als Argumente eingesetzt werden (für welche Schlussfolgerungen auch immer). Dabei will ich es belassen.

        • Aries Eeberg sagt:

          Michael: „Ungarn kann sich das fiskalisch offensichtlich erlauben.“
          .
          Nein, Ungarn kann es sich eigentlich nicht erlauben. Ungarn wird von der EU massiv mit finanziert – das heißt auch von Deutschland. Wir zahlen in Deutschland sozusagen für den billigen Strom in Ungarn. ….
          .
          Dafür revanchieren sich die Ungarn mit Aushöhlung der Rechtsstaatlichkeit und der Pressefreiheit.
          .
          Der einzelne Ungarn bekommt pro Kopf mehr Geld von der Eu als ein Rumäne.
          >>> https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/europa/70580/nettozahler-und-nettoempfaenger-in-der-eu/
          .
          Ungarn zählt auch zu den EU-Ländern mit den niedrigsten Arbeitskosten (14,10 €). Man könnte diesem Land Lohndumping vorwerfen. Auf jeden Fall werden die Arbeitnehmer dort sehr schlecht bezahlt. Darin könnte auch ein Grund für den subventionierten Strom liegen. Die Menschen müssen schließlich leben.
          >>> https://www.zeit.de/arbeit/2025-04/arbeitskosten-lohn-lohnnebenkosten-wettbewerbsfaehigkeit-eu
          .
          Aber gut, geht doch wegen der niedrigen Strompreise nach Ungarn. Mit einer PV-Anlage könntet ihr diesen Strompreis allerdings auch in Deutschland haben ….

          • Peter Czeck sagt:

            @Aries…Och manche Probleme erld. sich durch Zeitablauf. Einfach mal den April abwarten. Evtl. sind die Ungarn bei Wahlen ja nicht geschichtsvergessen.

          • Michael sagt:

            Aries, es geht in diesem Thread um GROWTH und DE-GROWTH.

            In diesem Kontext geht es darum, dass Mercedes-Benz und weitere ihre Produktion raus aus Deutschland verlagern, u.a. nach Ungarn und nach Polen (Growth Country).

            Diese wirtschaftlichen Entscheidungen werden von Entscheidungsträgern aus der Industrie getroffen, die penibelst rechnen (lassen) und OBJEKTIV die Standortfaktoren bewerten.

            In diesem Thread geht es nicht um Deine PV-Anlage. Es interessiert nämlich niemanden, was Du hast.

            Es geht auch nicht um Dein persönliches Empfinden zur Rechtsstaatlichkeit in Ungarn oder Polen. Das entscheiden die Polen und Ungarn.

            • Aries Eeberg sagt:

              Michael, es ist wesentlich einfacher von dem Stand eines Entwicklungslandes aus hohe Wachstumsraten zu haben als vom Stand eines hoch entwickelten Landes.
              .
              Unser kleiner Exkurs über den Strompreis hat mich darauf gebracht, dass in Ungarn besonders die Lohnstückkosten wesentlich niedriger sind als in Deutschland. … Das will sich ja wohl niemand für Deutschland wünschen. Aber deshalb investieren unsere Industriebetriebe in Ungarn. Der Strompreis ist da mehr ein Nebenaspekt.
              .
              Wenn man auf das Geheimnis des Wachstums für hochentwickelte Länder kommen will, sollte man sich lieber bei den Niederländern umsehen oder in der Schweiz oder in Schweden.
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              … Ich persönlich kenne die Niederlande. Und ich kann nur sagen: Da ist vieles wesentlich pragmatischer als in Deutschland. Sie sind innovativ. Die Digitalisierung ist weiter fortgeschritten. Die Infrastruktur funktioniert. Naturschutz, erneuerbare Energien und Lebensqualität gehen Hand in Hand mit wirtschaftlichem Denken. … Vieles läuft gemütlicher bis hin zu den 100 Km/h tagsüber auf den Autobahnen. … Und sie wachsen.
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              Niederländer denken ökonomisch. Sie haben Aktien und Eigentum. …. Und sie machen etwas daraus. … Deshalb hebe ich auch darauf ab, was man alles selber tun kann, um auch in Deutschland seine Situation zu verbessern. Wenn jeder etwas tut neben seiner normalen Arbeit, fördert das das allgemeine Wachstum. … Ich meine hier keinen Nebenjob, sondern kreative selbstständige Tätigkeit. … Es geht um das Mindset der Menschen.
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              Soweit ich das beurteilen kann, gibt es dort weniger Gejammere als in Deutschland.

              • Michael sagt:

                Aries, Du liegst falsch.

                1) die hoch entwickelten USA bekommen nach wie vor ein solides Wachstum hin, Deutschland nicht. Die objektiven Gründe habe ich hier mehrfach genannt und sind bekannt.

                2) „Der Strompreis ist da mehr ein Nebenaspekt.“

                Falsch. Im Zeitalter von Automatisierung und Digitalisierung sind die Strom-/Energiekosten DER zentrale Faktor.

                Hast Du schonmal eine moderne Produktionsstraße von innen gesehen?

                Welche berufliche Erfahrung hast Du in der Industrie?

                Deutschland hatte schon immer hohe Lohnkosten, dennoch ging der Exodus in diesem Ausmaß erst vor wenigen Jahren los.

                3) Die Lohnzusatzkosten sind in Deutschland exorbitant hoch, da der Staat ein massives Ausgabenproblem hat. Auch deshalb wandert die Industrie ab.

                4) „Sie sind innovativ. Die Digitalisierung ist weiter fortgeschritten.“

                Es geht um deutsche Konzerne, Aries. Diese sind innovativ und durchdigitalisiert. Jeder Prozess ist hoch effizient und optimiert, seit Jahren. Also kann es daran NICHT liegen.

                Deine Berufserfahrung bezieht sich lediglich auf den öffentlichen Dienst, für den „Effizienz“ und „Digitalisierung“ Fremdwörter sind.

                • Aries Eeberg sagt:

                  Unser Bundeskanzler hat gerade angemahnt, dass die Deutschen zu wenig arbeiten. ….
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                  Das verstehe ich. Ob die Deutschen im Beruf zu wenig arbeiten, will ich hier nicht diskutieren. Zumindest in der Verwaltung sind durch Home-office und automatische Krankschreibungen ziemlich viele Fehlzeiten entstanden. Ein falscher Lebensstil führt zu körperlichen und seelischen Erkrankungen. …. So geht das nicht weiter.
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                  Worauf es mir ankommt ist, dass die Deutschen auch außerhalb der regulären Arbeit wirtschaftlich aktiver sein sollten. Damit meine ich nicht, dass sie noch einen Job annehmen sollen. …. Geldanlage, Mietimmobilien, Serviceleistungen …. Das sind Dinge, die jeder machen sollte. … Dabei wächst das Verständnis für Wirtschaft, die eigene Leistungsbereitschaft und die Motivation …. ja, und der Wohlstand. …. Letztendlich bringt das Wachstum.
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                  Mein indischer Freund spricht da von „income generating activities“. Dieses Mindset kann zum Habitus werden. … Das ändert dann auch die politischen und ökonomischen Verhältnisse. … Ich glaube, die Schweiz ist da ein gutes Beispiel für.
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                  Wer so tickt, wird nicht krank … wenigstens nicht mit Grippe und Rückenschmerzen oder bore out.

    • Robert Z. sagt:

      @Michael. Ergänzung: Der Wert für 2025-Q3 im obigen Chart für Ungarn ist 112 (hat über das Jahr gering zugenommen) – ist also wenig unterhalb EU27 mit 114.

      • Stefan Freichel sagt:

        Ich muss Michael Recht geben, der Industriestrompres spielt bei der Deindustrialisierung Deutschlands eineentscheidende Rolle 🙁

        Preise beziehen sich auf mittlere Verbrauchsstufen (z. B. 20–500 MWh/Jahr) ohne Mehrwertsteuer, aber inklusive Netzentgelte.

        Irland 25,6 ct/kWh Höchster Preis
        Zypern 24,5 ct/kWh
        Deutschland 23,3 ct/kWh 25% über EU-Durchschnitt
        Kroatien 23,1 ct/kWh
        Ungarn 22,8 ct/kWh
        Italien 20,9 ct/kWh
        Polen 20,8 ct/kWh 11% unter Durchschnitt
        Luxemburg 20,5 ct/kWh
        Liechtenstein 20,5 ct/kWh
        Österreich 19,9 ct/kWh
        Niederlande 19,9 ct/kWh
        Slowakei 18,8 ct/kWh EU-Durchschnitt: 18,7
        Tschechien 18,5 ct/kWh
        Belgien 17,8 ct/kWh
        Finnland 9,3 ct/kWh Niedrigster Preis (Skandinavien)
        Schweden 9,4 ct/kWh
        Dänemark 9,8 ct/kWh

        • Michael sagt:

          – USA Industriestrompreis: ca 8 Cent/kwh
          – China ebenfalls.

          Damit ist alles gesagt.

          • Stefan Freichel sagt:

            @Michael, von meiner Seite noch nicht ganz 😉

            Für den Ökonomen Steve Keen ist Energie nicht einfach nur ein Rohstoff unter vielen, sondern der einzige Grund, warum Wirtschaft überhaupt stattfindet.

            Seine Kernthese lässt sich für Laien so zusammenfassen:
            1. Arbeit und Maschinen sind ohne Energie nutzlos

            In klassischen Lehrbüchern steht oft, dass wir Reichtum durch die Kombination von Arbeit (Menschen) und Kapital (Maschinen) schaffen. Keen sagt: Das ist physikalischer Unsinn.

            Ein Mensch ohne Energie (Nahrung) ist eine Leiche und kann nicht arbeiten.

            Eine Maschine ohne Energie (Strom oder Treibstoff) ist eine Skulptur und kann nichts produzieren.

            Energie ist also das, was Arbeit und Maschinen erst „belebt“.

            • Michael sagt:

              @Stefan: das ist eine anschauliche Darstellung von Steve Keen, vielen Dank dafür.

              Ein weiteres Beispiel:
              Ein gewisser Folker Hellmeyer dokumentiert / kommentiert mit Zahlen Daten Fakten und seinen Ableitungen die Wirtschaftspolitik, und betont faktenbasiert die ZENTRALE Stellung der Energiepolitik.

              Früher war er gern gesehener Gast in den MSM.

              Mittlerweile ist er dort kaum mehr vertreten.

              Warum wohl?!

              • Raimund Brichta sagt:

                bin gespannt, ob es mir demnächst auch so geht 😉

                • Aries Eeberg sagt:

                  Raimund, wir arbeiten an unserer Zukunft.
                  .
                  Es gibt auch ein professionelles Leben im „Ruhestand“. Warren Buffet stand in unsere Alter noch vor großen Erfolgen und wirkt 30 Jahre später immer noch …

                • Robert Z. sagt:

                  @Raimund „… demnächst … „. Die Spannung wird eine andere werden. Musst Dich eben mit den Terminen Deiner „Juniors“ gut abstimmen – aber da bleiben Lücken für einen „Elder Market-Expert“.

            • Sandro sagt:

              Stefan, dem schließe ich mich sofort an. Trotzdem ist es aber nicht belanglos, welche Maschinen (z. B. effiziente oder ineffiziente) und welche Arten von Energie ich am besten einsetze und welche Vor- und/oder Nachteile es hat.

            • Aries Eeberg sagt:

              Stefan: „Energie ist also das, was Arbeit und Maschinen erst „belebt“.“
              .
              Das ist ebenso Unsinn. Halte mal deine Hand an 230 Volt und du wirst das belebende Moment der Energie hier nicht mehr vertreten. Setzte die Maschine einem Lichtbogen aus und sie ist Schrott – zumindest ihre elektronische Steuerung.
              .
              Ebenso ist Wachstum an und für sich auch kein positiver Wert. Krebs ist auch Wachstum.
              .
              Allerdings braucht unser Wirtschaftssystem schon angemessenes Wachstum. Woher sollen schließlich die Schulden bezahlt werden und wie sollen die Menschen motiviert werden, sich anzustrengen?
              .
              Ebenso brauchen wir natürlich auch Energie. … („Arbeit und Kapital“ gehören zu den klassischen Produktionsfaktoren. Man könnte sie durch den Faktor Energie ersetzen.)
              .
              Aber alles im richtigen Zusammenspiel. … und da kommen wir zur Ökologie, wie sie eigentlich gemeint ist. …. Ihr könnt das Wort „Ökologie“ auch durch „Nachhaltigkeit“ ersetzen.

              • Sandro sagt:

                „Allerdings braucht unser Wirtschaftssystem schon angemessenes Wachstum. Woher sollen schließlich die Schulden bezahlt werden und wie sollen die Menschen motiviert werden, sich anzustrengen?“

                Na ja, die Sache ist ja: Das Wirtschaftswachstum ist schuldenfinzanziert, denn ohne Schulden kein Geld und ohne Geld kein Wirtschaftswachstum (oder nur so geringes Wirtschaftswachstum wie in tausenden Jahren Menschheitsgeschichte, vor der industriellen Revolution, die wiederum auf der Nutzbarmachung von Energie basierte).

              • Michael sagt:

                @Aries „Das ist ebenso Unsinn. Halte mal deine Hand an 230 Volt“

                …dann hast Du den leicht verständlichen Beitrag von Stefan offenbar nicht verstanden – Deine „Parallelen“ klingen absurd.

                „Aber alles im richtigen Zusammenspiel. … und da kommen wir zur Ökologie, wie sie eigentlich gemeint ist.“

                Denkst Du, dass die Produktionsverlagungen ins Ausland ökologisch sind?
                Wird in China ökologisch und nachhaltig produziert?

                Bitte denken in Ruhe nach, bevor Du antwortest.

        • Robert Z. sagt:

          Stefan, freut mich dass Du Dich mit „harten Daten“ da einbringst. Sieht so aus als ob eine Seite die „verkorkste“ Energiewende mit der Wachstumsflaute in Zusammenhang sieht.

          Und eine andere erklärt zunächst mit viel Text die Problematik der Erderwärmung ohne einen evtl. Zusammenhang mit dem Wachstum festzustellen oder zu diskutieren.

          Nun wird als Drittes ein „falscher Lebensstil“ als Erklärung ins Spiel gebracht.

          Für die beiden letzten Punkte fehlen jedenfalls mal Daten die das im Kontext zu stärker wachsenden anderen Staaten verständlich machen könnten.

        • Sandro sagt:

          Hm… in einer unverdächtigen Quelle (Sparkasse), die Daten von Eurostat Okt. 2025 für drei verschiedene Stromverbrauchsklassen sehr schön grafisch darstellt, sieht das deutlich anders aus. Schwer zu kopieren, daher hier nur der Link: https://www.sparkasse.de/aktuelles/industriestrompreis.html#so-teuer-wird-der-strom-fuer-die-industri

          Die Daten dort kann man auch downloaden oder direkt von Eurostat beziehen (nebst weiteren).

          Mit den neuen Subventionen, die Frau Reiche einführt, düfte es 2026 noch einmal ganz anders aussehen…

          • Sandro sagt:

            Ähm… Den Beitrag hatte ich eigentlich gelöscht, da er mir im Nachhinein überflüssig erschien (hat wohl nicht funktioniert).

            (Unterschiede in der Quelle erklären sich wohl dadurch, dass Abgaben (Netzentgelte) nicht mitberücksichtigt sind. Die neuen Subventionen von Reiche werden ggf. auch noch nicht so schnell sichtbar werden, da Erstattungen anscheinend erst später rückwirkend erfolgen).