von Aries Eeberg
Um ESG-Investments ist es still geworden. Auch in diesem Blog wird es nicht mehr erwähnt.
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Ich war dabei schon immer skeptisch. ESG hieß vor allem IT-Unternehmen und Banken. Dabei verbraucht die IT Unmengen Energie – bei KI noch mehr. Und für Banken ist es überhaupt nicht schwer, die eigenen Beschäftigten gut zu behandeln und Umweltstandards einzuhalten. Wie sauber die Geschäfte der Banken sind, wurde ja nicht beurteilt.
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Bei ESG fielen die Bergbauunternehmen raus. Das war eine echte Schwäche. Nur mit den entsprechenden Rohstoffen ist die Energiewende zu schaffen. Und die Rohstoffe müssen ja schließlich irgendwo her kommen.
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Auch Übergangstechnologien wie Gaskraftwerke wollte man nicht in diesen Fonds.
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Heutzutage sieht man sicher die Rüstungs-Industrie anders als noch vor 3 Jahren. Auch, wenn man selber vielleicht nicht darin investieren will, ist es sicher auch den ESG-Anhängern sehr recht, dass West-Europa jetzt aufrüstet. Selbst Atomwaffen auf eigenem Territorium kann man heute etwas Vertrauen abgewinnen. …. Dafür braucht man allerdings auch Atomkraftwerke. …
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Weil man offensichtlich in manchen Punkten etwas naiv war, redet jetzt kaum noch einer von ESG. Das finde ich sehr schade. Ich finde es wichtig, nachhaltig und ethisch verantwortet zu investieren. Aber was bedeutet das angesichts der neueren Erkenntnisse? Und wie will es das Wahre Werte Depot damit halten?

So sehe ich das auch. Dieser Blog ist schon von seinem Ursprung her auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, vor allem finanzielle Nachhaltigkeit, und zwar schon lange, bevor es die Bezeichnung ESG gab.
Aus dieser Zeit erinnere ich mich an manche lange Diskussionen zu bestimmten Titeln in Bezug auf Nachhaltigkeit. Aus meiner Sicht hat sich daran nichts geändert – auch wenn es hier nicht laufend erwähnt wird. Rüstungs– und Erdölfirmen bleiben zum Beispiel außen vor.
Der ESG-Schwachsinn war eine gelabelte Modeerscheinung in bestimmten Weltregionen.
Manche haben damit Geld verdient (und vorab medial getrommelt), und viele sind mit entsprechenden Schwachsinns-Investments auf die Schnauze gefallen und haben Geld verloren. Lemminge eben, die nicht kritisch und eigenständig nachdenken.
Hat die EZB eigentlich ein Mandat, die Druckerpresse für „Nachhaltigkeitsziele“ anzuschmeissen?
https://www.ecb.europa.eu/ecb/climate/green_transition/html/index.de.html
„Auch bei der Durchführung unserer Geldpolitik tragen wir dem Klimawandel gegebenenfalls Rechnung, wie bei unseren Ankäufen von Vermögenswerten und in unserem Sicherheitenrahmen.“
Schweigen im EZB-Walde…
…und ihr empört Euch, wenn Trump lautstark Zinssenkungen der FED fordert.
Gott sei Dank, Gott sei Dank machen die USA nicht mehr diesen ESG-Schwachsinn mit. Und die meisten Konzerne rudern ebenfalls klammheimlich zurück…
“ Und die meisten Konzerne rudern ebenfalls klammheimlich zurück..”
ich würde das „klammheimlich“ streichen 😂
ESG war kein Schwachsinn – nur in Teilen etwas naiv. Wir sollten darüber nachdenken und es neu definieren.
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Ich gebe Raimund recht: Die Sache gab es schon, ehe der Begriff entstand. Flossbach von Storch hat da Interessantes zu geschrieben. Der Begriff „Nachhaltigkeit “ stammt aus der Forstwirtschaft.
Hier noch was zum Darüberaufregen für Dich:
Die Initiative „Berlin autofrei“ strebt einen Volksentscheid über ihr „Gesetz für gemeinwohlorientierte Straßennutzung“ an. Vorgesehen ist darin, dass an die Stelle aufwendiger Verkehrslenkungsmaßnahmen ein grundsätzliches Verbot des Kfz-Verkehrs tritt – mit streng regulierten Ausnahmen. Zunächst erhält jeder Bürger einen nicht abtretbaren Anspruch auf zwölf Autofahrtage im Jahr, die bei der Verwaltung digital anzuzeigen sind. Bei Verstößen droht eine Geldbuße von bis zu 100.000 Euro und im schlimmsten Fall der Einzug des Kraftfahrzeugs.
„Hier noch was zum Darüberaufregen für Dich:“
Sofern Du mich meinst – ich bin per se tiefenentspannt und gelassen. Im Endeffekt läuft hierzulande alles wie von mir befürchtet und seit vielen Jahren auch prognostiziert und hier beschrieben.
Wenn man das Spiel durchschaut hat kann man es entsprechend einordnen. Und entsprechend agieren.
Die meisten Lemminge durchschauen das Spiel nicht, werden vor vollendete Tatsachen gestellt und können dann nur noch marginal reagieren.
„ESG war kein Schwachsinn – nur in Teilen etwas naiv.“
Doch, es war Schwachsinn und eine Modeerscheinung lediglich in hiesigen Gefilden. Mit wenigen Profiteuren und vielen Verlierern.
Die meisten Weltregionen haben nicht mitgemacht aus rationalen Gründen, und der US-Wähler hat ESG abgewählt.
Lieber Aries, es ist ratsam zu prüfen warum die überwältigende Mehrheit – global betrachtet – in bestimmten Punkten anders denkt als Du.
Es gibt durchaus sehr positive Beispiele, in denen stark verkehrsberuhigte / autofreie Zonen / starke Verkehrseinschränkungen / – verbote in Bereichen mehr Zufriedenheit und Lebensqualität gebracht hat und wider Erwarten zugleich sogar das Geschäftsleben beflügelt hat. Z. B. Barcelona.
Aber ich vermute, dass man dabei auf den nicht abtretbaren Genehmigunsfirlefanz verzichtet und stattdessen pragmatische Lösungen gefunden hat.
genau, ich sehe einen Unterschied darin, verkehrsberuhigte Zone einzurichten oder jedem per Gesetz zu verbieten, sein Auto an mehr als einem Dutzend Tage pro Jahr zu nutzen.
„…und ihr empört Euch, wenn Trump lautstark Zinssenkungen der FED fordert.“
Jetzt lass doch mal den armen Strohmann in Ruhe. Der hat Dir doch nichts getan! 😉
„Der ESG-Schwachsinn war eine gelabelte Modeerscheinung in bestimmten Weltregionen. … viele sind mit entsprechenden Schwachsinns-Investments auf die Schnauze gefallen und haben Geld verloren. Lemminge eben, die nicht kritisch und eigenständig nachdenken.“
Da drängt es sich doch auf, mal den MSCI World Index mit dem MSCI World SRI Index zu vergleichen (letzterer basiert auf ESG-Kriterien), siehe Grafik.
Ähm .. Eiforbibbsch! Da ist ja kaum ein Unterschied. Das haben die „Lemminge“ wohl übersehen (während sie ganz unerklärlich ihre Milliarden verloren haben müssen). 😂
Übrigens: Rohstoffe/Bergbau und die Versorger (Atomkraft und fossile Energien beinhaltend) sind, abgesehen von kurzen Ausnahmephasen, seit jeher die schwächsten Sektoren. Das war schon so, bevor es ESG gab und wird wohl auch so bleiben. Siehe auch MSCI World Materials factsheet, MSCI World Utlities factsheet. Der Defense-Sektor lief hingegen sehr gut, wenn auch nicht so gut wie IT. Aufgeklärte „Lemminge“, die angeblich „nicht kritisch und eigenständig nachdenken“, wissen so etwas.
Was die Lemminge beim MSCI World SRI vielleicht auch übersehen, ist Folgendes:
• Er schließt angeblich Unterhaltung für Erwachsene aus, enthält aber Disney und Nvidia (Grafikchips für Gaming)
• Er schließt Öl und Gas nicht aus
• Er hat Coke, Pepsi und NovoNordisk im Depot
• Weitere Beispiele lassen sich finden
Meiner Meinung nach dient er oberflächlich nur zur Beruhigung des eigenen ESG-Gewissens.
Anbei noch ein paar brandheiße News für Michael aus der links-grün-versifften Nerd-Ecke des Lemming-Lagers:
+++ Solarparks, Windräder, Speicher und Ladestationen: International alles LURO-Charts, abgesehen von den Kosten pro Einheit, denn die fallen immer noch weiter. +++ Seit einigen Jahren werden sogar in den USA zunehmend mehr Wärmepumpen eingebaut als Gasheizungen. +++ Im deutschen Neubau machen Gasheizungen derzeit nur noch etwas über 4 % aus, Wärmepumpen dagegen ca. 71 % und Fernwärme ca. 19 %. +++ Indien hat seine zugesagten Klimaziele 5 Jahre vor Plan erreicht. +++ In Indien und China entstehen die weltweit größten Solarparks (gigantische Ausmaße). +++ China setzt fahrerlose E-Trucks in Kohleminen ein +++ Kanada verfügt bereits über eines der saubersten Stromsysteme der Welt +++ Großbritannien hat keine Kohlekraftwerke mehr. +++ Selbst Ungarn hat unter Victor Orban innerhalb von nur 2 Jahren den Photovoltaik-Anteil von nahezu null auf 25 % gesteigert. +++ IEA: In emissionsarme Energietechnologien wird weltweit doppelt so viel investiert wie in Öl, Erdgas und Kohle. Im Jahr 2025 dürften die Investments den Rekordwert von 3,3 Billionen US-Dollar erreichen. +++ Atomkraft-Renaissance lässt noch auf sich warten: Im ersten Halbjahr 2025 wurde nur ein einziges neues AKW in Betrieb genommen. Andere wurden stillgelegt. +++ Energiepreise von Subventionen und Abgaben/Steuern/Umlagen abhängig: Börsenstrompreis von Deutschland liegt europaweit im Mittelfeld. +++ Auch zu wenig bekannt: Weiterhin werden fossile Energieträger auch in Deutschland noch erheblich subventioniert, auf vielfältige Weise. Nicht nur Erneuerbare +++ Deutsche Importe fossiler Energieträger in Höhe von 80 Mrd. Euro volkswirtschaftlich sehr nachteilhaft: Geld wandert ins Ausland, der Gegenwert durch den Schornstein +++ Stromimporte aus Frankreich dagegen unbedeutend und eine Win-Win-Situation, wenn auch nicht zwingend erforderlich +++ Preisunterschied bei Mittelklassenfahrzeugen zwischen BEV und Verbrenner beträgt nur noch 2200 Euro. +++ E-Autos können zukünftig besser und günstiger werden als Verbrenner. +++ E-Auto-Reichweiten von deutlich mehr 1000 km, 5-Minuten-Ladezeiten für mehrere hundert Kilometer etc.: Schon heute als Prototypen realisiert +++ Obwohl noch 10 Jahre bis zum Verbrenner-Neuwagen-Aus: Mercedes kündigte bereits die Produktion erster E-Autos mit Feststoff-Akku in Kleinserie an (Testfahrt ergab: 1200 km Reichweite + 200 km Reserve). +++ Auch günstigere Natrium-Batterien werden ebenfalls im Automobilbereich zunehmend konkurrenzfähig.+++
Warum interessieren sich die von Michael immer wieder ausgemachten „Lemminge“ für so etwas? Vielleicht, weil sie sich einfach für die Technik oder für die Zukunft interessieren. Oder weil sie – anders als die Gegenseite – einfach mehr wissen wollen, anstatt ideologisch motivierte Narrative von gestern zu erzählen. Oder weil sie optimistischer sind, im Unterschied zu anderen aber keine Realitätsallergiker sind. Emotional? Na klar, das sind immer nur die anderen! Nicht etwa diejenigen, die andere permanent als Lemminge betrachten müssen und der Propaganda nicht müde werden? 😉 Denk mal darüber nach!
p.s.: Keine Sorge, ich habe nicht vor, hier wieder dauerhaft zu kommentieren. Ich mach heute nur noch mal ne Ausnahme. Eigentlich wollte mich ja nur noch einmal bei Dir bedanken: Denn bis vor 2-3 Jahren haben mich Klima- und Energiethemen fast gar nicht interessiert. Erst durch Deine reißerischen und theatralischen Kommentare bin ich darauf gekommen, mich dafür zu interessieren und anzufangen, mich (mittlerweile Oberlemming) mal mit dem Stand der Technik zu beschäftigen. Was „Lemminge“ halt so machen. 😉 Also nochmal herzlichen Dank dafür, dass Du mich dazu gebracht hast!
„Solarparks, Windräder, Speicher und Ladestationen: International alles LURO-Charts, …“
Bitte präsentiere uns wenigstens einen davon, damit wir ihn in unser Depot aufnehmen können.
Es handelt sich leider nicht um Charts investierbarer Aktien. Sondern einfach nur um Charts, in denen z. B. die annähernd exponentiell steigende weltweit installierte Leistung von Windrädern, Solaranlagen etc. abgebildet ist. Anbei an paar solcher Beispiele (s. u.) – nur als Gegenbeleg zum hier im Forum mehrfach vorgebrachten Märchen, dass Deutschland als alleiniger Geisterfahrer auf der Welt massiv in Erneuerbare investiere.
Mit Verweis auf meinen obigen Kommentar zu ESG-Werten würde ich bis auf Ausnahmen aber in Aktien von Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien trotzdem nicht pauschal investieren (z. B. mittels eines ETF). Denn die größte Wertschöpfung wird eben nicht im Versorgungssektor erzielt (s. o.) ….
p. s.: Sofern noch Bedarf an bisher im Forum nicht geannten LURO-Charts investierbarer Aktien besteht: Habe wahrscheinlich einige im Depot bzw. auf meiner persönlichen Watch-List… aber eigentlich wollte ich mich ja aus dem Forum zurückziehen, wie gesagt …
Danke, lieber Sandro. Aber das ist in meinen Augen natürlich etwas anderes. Solange sich diese LUROs nicht in Börsen-LUROs niederschlagen, sind sie zwar nett anzusehen, aber für unser Depot nicht relevant.
Eine der wenigen halbwegs brauchbaren Versorger im Bereich Erneuerbare Energien wäre vielleicht die spanische Iberdrola (WKN: A0M46B). Hat auch eine ganz ordentliche Dividende und kann zumindest mit dem S&P500 mithalten. Die ist allerdings erst seit 2012 im stabilen Aufwärtstrend (zuvor heftige Korrektur). Im Falle des Geldsystem-Resets wären Versorger aber vielleicht gar keine schlechte Wahl. Und sofern es passieren sollte, dass es dann (vorübergehend) keine brauchbare Währung gibt, mit der importierte fossilie Energieträger überhaupt bezahlt werden können, wäre ein Versorger, der auf Erneuerbare setzt, vielleicht auch ganz interessant.
Sofern noch Alternativen angesichts der geopolitischen Lage (Zollkriege) für das WWD gesucht werden:
Vor einiger Zeit habe ich mir u. a. die Schweizer JUNGFRAUBAHNEN Aktie (WKN: A0CACJ) ins Depot gelegt. Hat nichts mit Erneuerbaren zu tun und ist auch kein wirklicher Überflieger, hält aber mit dem S&P500 mit.
Meine Gründe waren:
1. Nahezu unberührt von Zollkriegen.
2. Außerhalb der Euro- oder Dollarzone.
3. Langfristiger LURO-Chart
4. Halbwegs günstigers KGV und brauchbare Dividende
5. Eigenkapitalquote, Verschuldung etc: Passt.
6. Burggraben-Argumente
Da die Jungfraubahn Holding im Bereich Tourismus tätig ist, war sie im Corona-Einbruch natürlich zwischenzeitlich deutlich abgeschmiert. Aber das ist ja nun vorbei. Tourismus boomt. Vielleicht wäre das ja auch etwas fürs Wahre-Werte-Depot.
Iberdrola beobachte ich aus ähnlichen Gründen. Eine Ökoaktie ohne Ideologie. Hier stimmt der Zahlenkranz. Und, wenn man den Chart von Iberdrola mit Indices vergleicht, muss man die hohe Dividende mit in Anschlag bringen.
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Daumen hoch für Iberdrola!
An der Börse wird zur Zeit folgende Story herumgereicht: Europäische Öl-Aktien würden die neuen Rüstungsaktien, weil sich Europa in der Energieversorgung unabhängiger aufstellten muss.
Iberdrola ist keine Öl-Aktie. Gerade diese Firma investiert massiv in erneuerbare Energien.
War nicht direkt auf Iberdrola gemünzt. Als Stromproduzent ist das Unternehmen auch von Erdgas und Atomkraft abhängig. Hat offenbar aber keine eigenen Erdgasreserven und muss diesen Treibstoff zukaufen. Profitiert von der o.g. Story also allenfalls indirekt.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Gas. Wir brauchen es zum Übergang.
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In meinem Haus heize ich z.B. mit Gas. Die Heizung, die ich damals eingebaut habe, war die modernste, die es gab. Wenn sie kaputt ist, kommt eine Wärmepumpe. Aber auch dann werde ich einen Gasbrenner brauchen. Mein Haus ist 120 Jahre alt. Es wäre eine Schande, die Fassade für Wärmedämmung zu verschandeln.
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Wenn meine Gewinne dieses Jahr so weiter laufen, werde ich die neue Heizung vielleicht schon eher einbauen.
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Mein Punkt ist: Gegenwärtig auf Gas zu verzichten, ist unrealistisch.
Wir brauchen Gas zum Übergang.
Wir brauchen Gas vermutlich noch länger als gedacht oder Atomkraftwerke.
Eine Wärmepumpe bezieht den Strom aus der Steckdose. Soweit so gut.
Wie kommt der Strom in die Steckdose ?
Wenn der Nebel bei uns im November bis März kommt, funktioniert
weder Sonne noch Windstrom. Es muss Gas oder Atomstrom von
Frankreich sein. Sollte Frankreich weiter in der Finanzkrise stecken
bleiben, könnte es doch sein das Sie den Atomstrom erhöht und wir
sind abhängig davon.
„An der Börse wird zur Zeit folgende Story herumgereicht: Europäische Öl-Aktien würden die neuen Rüstungsaktien, weil sich Europa in der Energieversorgung unabhängiger aufstellten muss.“
Ernsthaft?
Wer denkt sich denn so eine Story aus?
Und wie soll das mit der Klimaneutralität bis 2045 gehen?
Die Story ist in sich vollkommen unschlüssig.
Hast Du das auf Postillon gelesen?
Genieß Deinen Urlaub.
„Und wie soll das mit der Klimaneutralität bis 2045 gehen?“
hahaha, natürlich wird das aufgeweicht, wetten?
„hahaha, natürlich wird das aufgeweicht, wetten?“
Global betracht macht sowieso fast niemand mit bei der sogenannten „Klimaneutralität“ – aber für Dein Heimatland steht Klimaneutralität im Grundgesetz!
Und der hiesigen Bevölkerung wird unverändert erzählt, dass wir in die Klimakatastrophe reinlaufen. Sie sollen demzufolge gefälligst die „Transformation“ mit ihrem Vermögen bezahlen – denn NOCH gibt es hierzulande erarbeitetes Vermögen.
Übrigens Danke, dass Du bei meinem ESG-Kommentar meinen Zusatz „klammheimlich“ kommentiert und konkretisiert hast.
“ aber für Dein Heimatland steht Klimaneutralität im Grundgesetz!”
Über die Bedeutung dieses Umstands hatten wir an dieser Stelle damals ja ausgiebig diskutiert.
Eine andere halbwegs brauchbare LURO-Aktie, die sich meiner Erinnerung nach auch in Fonds für Erneuerbare Energien fand/findet, und dessen Unternehmen zumindest teilweise in dem Bereich tätig ist (Energy Management Produkte und Lösungen), wäre z. B. die französiche Schneider Electric Aktie (WKN: 860180).
Es gibt natürlich noch weitere schöne Aktien im LURO-Universum, insb. in den USA.
Falls Badger nicht wieder in die Spur finden sollte, wäre z. B. Watts Water Technologies (WKN: 876388) eine ganz interessante Austausch-Aktie. Bereich: Entwicklung und Herstellung von Produkten zur Regelung, Sicherheit und Effizienz von Wassersystemen. Nur ein weiteres Beispiel, dass man nicht unbedingt auf etwas furchtbar Dreckiges, Nicht-ESG-Werte oder KI setzen muss, um eine gute Rendite zu erwirtschaften.
Wer auf Old-Economy ohne ESG-Anspruch steht (technischen Lösungen und Komponenten für verschiedene Industriezweige, darunter die Öl-, Gas-, Energie-, Verteidigungs- und Bauindustrie), kann z. B. auch die britische GOODWIN Aktie (WKN: A0B60R) kaufen. LURO mit stärkeren Schwankungen, EKQ > 51 %, und schlägt den S&P500 zur Zeit deutlich.
Oder wie wär*s mit der britischen CRANSWICK Aktie (WKN: 882401)? Quasi eine britsche „Hormel-Foods“ (einige erinnern sich sicher noch an die sog. „Spam-Aktie“). Absolut LURO, schlägt den S&P500, und EKQ > 64 %. Vor Jahren habe ich mal die Website besucht. Die gaben sich einen Öko-Anstrich, haben aber trotzdem Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt (Begründung: Tiergesundheit = Tierwohl). Also ggf. nichts für strenge ESG-Fans.
Es gibt LURO für alle. Es gibt noch weitere + LURO-Verdachtsfälle oder solche, die eben etwas volatiler sind…
Hier noch mal eine amerikanische LURO-Aktie. Ist aber nur geringfügig besser als der S&P500 und ein wenig volatiler (augenblicklich im Korrektur-Modus): Dover (WKN: 853707). EKQ > 55 %. …
Als LURO-Verdachtsfälle bezeichne ich solche Aktien, die echte LURO-Aktien werden könnten, das aber noch nicht bewiesen haben, z. B. aufgrund zu kurzer Kurshistorie.
Eine solche Aktie wäre z. B. Veeva Systems (WKN: A1W5SA). Bereich: KI + Gesundheit. Die Zahlen sind absolut LURO. Aber der Chart muss es noch zeigen. Die Aktie wurde in der Corona-Zeit offensichtlich gehyped, ist danach eingebrochen und hat sich danach erholt. Aber vom vorherigen Hoch noch deutlich entfernt. Derzeit erscheint sie eher wieder teuer.
Lieber Sandro, ganz herzlichen Dank für deine zahlreichen LURO-Aktien-Vorschläge. Ich werte sie mal als Depot-Vorschläge, auch wenn sie nicht als solche bezeichnet sind.
Da ich noch bis Anfang Oktober im Urlaub bin, kann ich mir sie leider nicht im einzelnen anschauen. Aber gerne kann der Rest der WWB-Community seine Meinung dazu posten. Ich werde Eure Kommentare mit Interesse im Urlaub lesen 🏖️
Ich will es mal so sagen: Die meisten sind wohl eher LURO zweiter Klasse, d. h. ggf. nicht ganz die Premium-Werte, die gewünscht sind. Die ein oder andere könnte aber vielleicht doch ganz interessant sein, wenn man Alternativen zu US-Werten sucht oder auch mal etwas mit niedrigerem KGV oder etwas mehr Dividende.
Bei US-Werten kann man natürlich auch noch weiter fündig werden. Aber ich will halt nicht nur auf US-Werte setzen.
Auch außerhalb der USA gibt es weitere ganz gute Aktien, die aber leider auch recht volatil sind und daher wohl auch nicht zur Premium-Klasse zählen. Ich selber habe z. B. auch den deutschen Nebenwert INIT (WKN: 575980) im Depot. Ist auch im langfristigen Aufwärtstrend, aber eben auch viel volatiler als der S&P500-Index. Die EKQ von 43 % entspräche ebenfalls nicht ganz den WWD-Vorstellungen.
Windkraft, international, bis 2024:
Photovoltaik, international (das Jahr 2025 ist dabei nur eine Prognose):
Anzahl E-Autos in Deutschland – bekanntlich noch nicht der beste Absatzmarkt für E-Autos, aber trotzdem LURO:
Die Gewinne von Volkswagen, BMW und Mercedes sind erheblich eingebrochen aufgrund des schwächelndem E-Auto Absatzes. Die meisten Leute wollen weiterhin einen Verbrenner und sich nicht vorschreiben lassen, was sie zu fahren haben. Folgen sind der Abbau von Arbeitsplätzen und die Verlagerung der Produktion ins Ausland. Die Zulieferindustrie wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit den Chinesen können wir preislich sowieso nicht mithalten. Wer auf E-Autos setzt, setzt aufs falsche Pferd. Im Moment zumindest. Zum Thema Windräder und Solarenergie. Mit Flatterstrom kann man kein Industrieland sicher versorgen und muss zur Absicherung noch ein Backup System an Kraftwerken bauen, da wir genialerweisse gleichzeitig aus Atom-Energie und Kohle aussteigen. Die Kosten dafür werden die Bürger und die Industrie belasten. Die Industrie wird abwandern. Die Bürger werden ärmer.
Ich sag’s mal so: 80 Mrd. Euro jährlich für Importe fossiler Energieträger sind kein Pappenstil. Mit solch viel Geld sollte man z. B. schon das ein oder ander Backup-Kraftwerk bauen können. 😉
Mit netzdienlich eingesetzten Batterie-Speichern (mittlerweile bezahlbar) gibt’s auch keinen Flatterstrom (Backup-Kraftwerke bräuchte man dann nur noch für lange Dunkelflauten). Dumm natürlich, dass man in Deutschland den Einsatz von Smart-Metern verpennt hatte, Deutschland ist dabei europäisches Schlusslicht (erst Habeck hat die Smart-Meter auf den Weg gebracht, regulierungstechnisch gibt es noch einige Baustellen). Redispatch-Kosten hätte man sich sparen können.
Was E-Autos / Verbrenner betrifft: Wer disruptive Technologien verpennt, ist irgendwann weg vom Fenster.
„Dumm natürlich, dass man in Deutschland den Einsatz von Smart-Metern verpennt hatte, …“
Andererseits waren die ersten Wochen OHNE Smart-Meter mit Solaranlage aufm Dach traumhaft: In dieser Zeit lief der Zähler rückwärts, wenn der Speicher voll war. Damit bekam ich für den eingespeisten Strom den gleichen Preis, den ich auf der anderen Seite für Netzstrom zahlte. Die läppische Einspeisevergütung kann man dagegen vergessen.
Ich halte diese übrigens nicht für eine „Subvention“ wie unsere Wirtschaftsministerin, die die ESV streichen will. Die ESV ist ein – wenn auch minimaler – Preis für den ins Netz gelieferten Strom.
Da hattest du Glück, Raimund. Mein Freund in der Pfalz bekommt für den Strom, der er in das Netz einspeist, gar nichts.
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Das halte ich für falsch. Es hatte auch zur Folge, dass er seine PV-Anlage kleiner angelegt hat als möglich. … Wenn er dann mal ein Elektroauto hat, wird er das bedauern.
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Im vielgescholtenen NRW klappt das mit den Smart-Metern übrigens schon lange und wir bekommen auch Einspeisevergütung.
Sandro, wenn dich die Dystopie der deutschen Energiewende interessiert, dann höre dir bitte folgenden Beitrag an:
https://youtu.be/TCy44-BtQhI?si=xvmEmx50cr4GrQFG
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Ausnahmsweise mache ich mir noch einmal die Mühe, darauf einzugehen. Das geht nicht mit wenigen Worten, aber wer nicht will, muss es ja nicht lesen.
Der oben verlinkte Beitrag ist mal wieder so ein Ding aus der Welt von Podcasts und Gegenpodcasts, Videos und Gegenvideos, Blogs und Gegenblogs, mit denen man viel Lebenszeit verschwenden kann.
Ich habe mir die erste Hälfte einmal angehört:
Der erste Interview-Partner scheint sich nicht so recht entscheiden zu können, woran genau die Energiewende scheitert. Insbesondere, ob die Energiewende nun daran scheitert, dass die von Frau Reiche geplanten Gaskraftwerke (vom Staat) unbezahlbar seien, oder daran, dass sie mangels Rentabilität sowie niemand bauen wird (Ja, was denn nun? Werden sie subventioniert oder nicht?). U. a. weil sie schon im Jahr 2045 wieder abgeschaltet würden, was sie unrentabel macht (Dass wir 2045 wirklich auf Gaskraft verzichten, glaubt der „Experte“ aber dann selbst nicht, wie seine weiteren Aussagen zeigen, s. u.). Oder daran, dass es nicht es genug Firmen gäbe, die sie bauen könnten (Also werden sie nicht so schnell gebaut: Dann müssten sie auch erst einmal nicht vollumfänglich bezahlt werden), oder daran, dass es nicht genug Gas gäbe, wenn sie permanent laufen (Wer behauptet denn, dass sie permanent laufen sollen?). Oder daran, dass sie deswegen nicht rentabel seien, weil sie nur 1400 Stunden im Jahr laufen (Sie sollen also doch nicht permanent laufen, ja was denn nun?). Er spricht auch von einer von Frau Reiche angeblich bereits eingeplanten Deindustrialisierung, weshalb wir weniger Strom benötigen als ursprünglich gedacht (Dann erübrigen sich alle anderen Argumente weitgehend, Kritiker halten Reiches Vorhaben tatsächlich für übertrieben) oder dass es zu afrikanischen Verhältnissen mit regelmäßigen Stromabschaltungen kommt (Also werden die Gaskraftwerke nun doch benötigt, ja was denn nun?).
Ziemlich wirr.
Speicher, mit denen man z. B. die von ihm prognostizierten anderthalbstündigen Stromunterbrechungen nach südafrikanischen Verhältnissen vermeiden könnte, scheinen für ihn nicht in Betracht zu kommen.
Der „Experte“ sagt auch, Sprengungen von Kühltürmen (gemeint sind dabei wohl diejenigen von AKWs) seien Machtdemonstrationen, mit denen man sich angeblich brüste. Man könne das auch langsam mit dem Presslufthammer machen (Sehr lustig: Wie wär’s, wenn man sie mit einem Spatel abträgt, damit es noch langsamer geht?)
Er sagt auch, dass Wärmepumpen, wenn sie Gasheizungen ersetzen, in vielen Situationen nur Elektroheizungen seien, und kritisiert, dass mit dem Geld des Steuerzahlers dann neue Gaskraftwerke gebaut würden, deren Strom wiederum in den Wärmepumpen verheizt würde (Der „Experte“ stellt somit Dinge bewusst irreführend dar oder er hat etwas nicht verstanden und hält alle für blöd. Aber immerhin scheint er sich damit jetzt doch entschieden zu haben, dass die Gaskraftwerke tatsächlich gebaut und nun also doch permanent betrieben werden, denn sonst wäre das ja gar nicht möglich).
Der „Experte“ bestreitet die Bezahlbarkeit des Netzausbaus, dessen Kosten sich bis 2045 auf insgesamt 650 Mrd. Euro aufsummieren sollen.
Also, einmal zum Vergleich: Im Jahr 2024 gab Deutschland ca. 76 Mrd. Euro für den Import fossiler Energieträger aus. Nimmt man vergleichbare Kosten dafür auch für die kommenden Jahre an, summierten sich diese im Zeitraum 2025 bis 2045 auf 1520 Mrd. Euro, zukünftige Steigerungen und die Kosten der Vergangenheit noch völlig unberücksichtigt. Dieses Geld geht zu 100 % ins Ausland, und nach 2045 wäre ja voraussichtlich auch nicht wirklich Schluss mit diesen Ausgaben. Wenn das bezahlbar sein soll, dann frage ich: Ist dann der Netzumbau, der in Verbindung mit Erneuerbaren (mit bekanntlich günstigen Stromgestehungskosten) zumindest einen Teil dieser Importe vermeiden kann, wirklich so unbezahlbar? Geld für den Netzausbau bleibt dagegen auch zumindest zum Großteil im Inland, zu Teilen also im inländischen Wirtschaftskreislauf (großer Unterschied). Es wird INVESTIV verwendet. Dass zudem viele Kosten für den Netzausbau ohne die hausgemachten Hindernisse und Widerstände auch vermeidbar wären, sei jetzt einmal geschenkt.
Der „Experte“ lästert ausgiebig über Prof. Quaschning, ohne auf seine Aussagen ernsthaft einzugehen (Quaschning würde vermutlich ähnlich lästern, wenn er das hörte).
Ich spare es mir aus Zeitgründen, auf weitere Ungereimtheiten, Fehler und lustige Behauptungen einzugehen.
Der „Experte“ hätte natürlich auch konstruktive Kritik äußern und Lösungen vorschlagen können: Er hätte dabei auf viele Baustellen eingehen können, die die Energiewende bremsen und verteuern: Z. B. diverse regulierungstechnische Hürden, „Speicheranarchie“, Probleme der Netzbetreiber beim Anschluss von Speicheranbietern, darunter Engpässe bei der Erweiterung von Umspannwerken, Versäumnisse bei Smart-Metern, fehlende Vernetzung und Digitalisierung, mangelnde Koordinierung von Einspeisung, Verbrauch und Strompreis, etc … Die Politik müsste solche Probleme zügig angehen und Lösungen erleichtern/ermöglichen. Dann könnte man Redispatch-Kosten sparen und bräuchte ggf. weniger Gaskraftwerke und/oder weniger Netzausbau.
So aber kann man mit den „Expertenaussagen“ gar nichts anfangen.
Beschweren sich nicht Klimaskeptiker und Kritiker der Energiewende immer wieder über eine medial verbreitete Angstmache? Genau das betreibt Tichys Einblick im Beispiel: Angstmache. Cui bono?
Ich habe ja selbst Zweifel an vielen Dingen. Die Wasserstoffwirtschaft sehe ich auch nicht in absehbarer Zeit kommen. Ebenso finde ich nicht, dass wir nun unbedingt so schnell vollständig 100 % klimaneutral werden müssen (vor allem, wenn die anderen nicht genug machen) – man kann auch erst einmal die tief hängenden Früchte ernten. 100 % wäre wohl sobald auch gar nicht ohne zusätzliche kompensierende biologische Maßnahmen machbar (hier gäbe es durchaus Potential). Aber all diese Kaputtrederei und all diese Geht-Nicht-Dogmen halte ich für nicht hilfreich. Die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass der technische Fortschritt permanent unterschätzt wird. Und er wird weiterhin unterschätzt. Beispiel Photovoltaik: Vor 15 Jahren waren Solarmodule weder ökonomisch noch ökoligisch besonders sinnvoll. Aber die Förderung hat den Fortschritt gebracht und das völlig verändert. Unzählige frühere Prognosen wurden nicht nur einfach übertroffen, sondern pulverisiert. Früher soll es einmal Leute gegeben haben, die behauptet hatten, mehr als 5 % erneuerbare Energien seien absolut unmöglich. Aus heutiger Sicht lächerlich.
Okay, ich verstehe, dass ihr die ethischen Fragen nicht grundsätzlich diskutieren wollt. Auch die Frage nach Moral, Doppelmoral und unbeabsichtigten Folgen des ethischen Handelns interessieren euch nicht.
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Neuer Versuch: Ich denke über den 2. Hauptsatz der Thermodynamik unter dem Aspekt der Entropie nach. Der besagt, dass die Entropie nicht abnehmen kann. Die Unordnung ist höchstens an einem Ort höher als an einem anderen. Wenn an einem Ort Ordnung entsteht, erzeugt man anderswo Unordnung.
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So kann es auch mit ethischem Handeln sein. Wenn man an einer Stelle die Nachhaltigkeit hochfährt, ist dafür an einer anderen die Verschmutzung umso größer. In mancher Hinsicht trifft das auf die erneuerbaren Energien zu. Die Rohstoffe, die dafür gebraucht werden, erzeugen in anderen Teilen der Erde gewaltige Umweltschäden. …. Oder wolltet ihr, dass in eurer Nähe seltene Erden abgebaut und raffiniert werden?
„In mancher Hinsicht trifft das auf die erneuerbaren Energien zu. Die Rohstoffe, die dafür gebraucht werden, erzeugen in anderen Teilen der Erde gewaltige Umweltschäden. …. Oder wolltet ihr, dass in eurer Nähe seltene Erden abgebaut und raffiniert werden?“
Möchtest du, dass in deiner Nähe Gasfracking gemacht wird? Oder vielleicht doch noch eine Umsiedlung wegen Kohlebergbau?
Dein Argument stimmt insofern, dass natürlich auch die Gewinnung von Rohstoffen für erneuerbare Energien ökologische Probleme mit sich bringt. Aber im Vergleich zur fossilen Energieerzeugung darf man nicht vergessen: Bei Öl, Kohle und Gas ist es doch genauso.
Der entscheidende Unterschied ist: Fossile Energien verursachen zusätzlich riesige Mengen CO₂, die das Klima dauerhaft destabilisieren.
Das ist Fakt und, außer vielleicht von Michael, nicht wegzudiskutieren.
Hinzu kommt, dass die für erneuerbare Energien eingesetzten Rohstoffe (z.B. aus LI-Ionen-Batterien oder Solarzellen) recycelt werden können. Auch hierbei gab es in den letzten Jahren deutliche Fortschritte. Öl, Kohle und Gas sind dagegen für immer weg, nachdem sie durch den Schornstein oder Auspuff gegangen sind.
Genau Chris, es geht doch nicht um Schwarz oder Weiß. Es geht mehr um ein Besser oder Schlechter.
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Der Bergbau ist wichtig – und Recycling natürlich auch. Aber auch der Bergbau muss nachhaltig betrieben werden. Ich komme aus einer Bergbauregion und weiß, dass es da große Unterschiede gibt. Arbeitssicherheit ist wichtig. Bergbau fordert Opfer. Aber es sollten so wenige wie möglich sein. Und die Arbeitsbedingungen sollten so gesund wie möglich sein. … Die Löhne sind meistens hoch. An dieser Seite gibt es weniger Probleme. Die Kumpels bekommen Knappschaftsrente. Die ist ordentlich. Dafür leben die Kumpels mit ihr meistens nicht so lange.
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Das Recycling klappt bei Stahl ja ganz gut. Für Lithium und die anderen Rohstoffe wird das auch besser gehen. Wir stehen ja am Anfang einer ganz neuen Technik mit neuen Kreisläufen. Das muss sich erst entwickeln und es wird dabei gewiss auch Fehler mit Sackgassen geben.
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Insgesamt ist aber der Umbau unserer Energiewirtschaft und Mobilität doch ein riesiges Wachstumsprogramm. Da muss alles neu geschaffen werden. Damit können doch alle auch eine Menge Geld verdienen.
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Ich bin gerade in Portugal. Hier gibt es gute Straßen, funktionierendes Internet, Ladestationen und Elektroautos. Dabei ist Portugal doch eigentlich ein armes Land. Wir sprachen mit Niederländern. Sie fahren auch elektrisch. Er sogar einen ID3. In den Niederlanden ist die Elektroinfrastruktur wie die IT schon weiter als bei uns.
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Insgesamt waren wir uns aber einig, dass Deutschland in dieser Hinsicht ziemlich hinterher ist. „Germany is an Emerging Market.“ Ich war mir allerdings ziemlich sicher, dass die deutsche Autoindustrie ihren Rückstand aufholen wird. So war es, als die japanischen Autos kamen und auch bei den Koreanern. (Alte Leute erinnern sich an vergangene Problemlösungen und schöpfen daraus Hoffnung für die Zukunft.)
Ein Klimagläubiger …
Anteil CO² in der Luft ist 0,04 Prozent. Anteil des Menschen an den Gesamtemissisionen von CO² ist 5 Prozent. Und genau diese 5 Prozent sollen das Klima ändern? Davon abgesehen, dass nur die Europäer/Deutschen so beklo..t sind und ihre Wirtschaft deswegen zerstören.
„Davon abgesehen, dass nur die Europäer/Deutschen so beklo..t sind und ihre Wirtschaft deswegen zerstören.“
Genau das ist der springende und entscheidende Punkt.
Deutschland, was Jahrzehnte lang eine pragmatische, soziale und erfolgreiche Politik betrieben hat, welche Wachstum und Wohlstand geschaffen hat, macht seit ca 15 Jahren urplötzlich kompletten Nonsens.
Meiner Einschätzung nach ist die Deindustrialisierung Deutschlands von bestimmten Interessensgruppen gewünscht.
Genauso wie die Massenmigration – welche fast KEIN STAAT DER WELT (!) zulässt – ebenfalls von bestimmten Interessensgruppen gewünscht ist.
Nebenbei bemerkt: welcher Mehrwert für Umwelt und Sozialstandards entsteht Summa Summarum, wenn deutsche Arbeitsplätze abgebaut werden und anderswo dafür aufgebaut werden?
Denn die Weltwirtschaft wächst jährlich um ca 3 Prozent…
Mathematik hilft (Sekundarstufe 1 genügt). Physik hilft auch (Stichworte, u. a.: Kohlenstoff-Isotopenkonzentration, C-12, C-13 und C-14, Suess-Effekt).
Was ist ein „Klimagläubiger“? Ist Phsyik etwa eine Religion? Ist die Existens des Bildschirms, auf dem Du diesen Text liest, basierend auf der Ausnutzung physikalischer Gesetze, etwa eine Glaubensfrage?
Sandro, schön, dass du wieder mit diskutierst.
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Ausserdem vermisse ich Peter Czeck. Er war immer so vernünftig und bescheiden in seiner Argumentation. Dabei verfügte er über ganz große Erfahrung.
Tja, lieber Aries, was soll ich sagen? Manchmal juckt es mich eben doch noch in den Fingern, obwohl ich meine Zeit eigentlich mehr mit anderen Dingen verbringen möchte. Außerdem habe ich im Forum leider viele negative Erfahrungen gemacht.
U. a. habe ich in der Vergangenheit die volle Breitseite populistischer Rhetorik abbekommen.
Dazu gehörten u. a.:
– Ad-hominem-Argumente (bspw. wurde igendein Quatsch über meine Freundin geschrieben, oder es wurde über mein angebliches Weltbild fabuliert.)
– Tu-Quoque-Argumente (bspw. wurde Doppelmoral konstruiert)
– Strohmann-Argumente (haufenweise, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument )
– Whataboutism (Immer wieder wurde mit Gegenfragen geantwortet, auf andere Dinge abgelenkt)
– etc.
Es ist kein Problem, eine andere Meinung zu haben. Aber es ist ein Problem, wenn Leute permanent in Anspruch in Anspruch nehmen, zu wissen, dass sie recht hätten und andere als Unwissende, Lemminge, oder ähnliches kategorisieren. Überhaupt ging mir manches Schubladendenken auf den Keks. Diskutiert wurde insb. nach der Devise: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“.
Oder es wurden Dogmen ausgesprochen. Z. B. „Herr Sinn hat bewiesen…“ (Nein, hat er nicht. Nachdem ich mich mittlerweise mit Herrn Sinns Energiewende-Thesen ausführlich auseinandergesetzt habe, finde ich darunter teilweise sogar m. E. Haarsträubendes, und es ist m. E. systematisch – aber diskutieren kann man darüber nicht im Forum).
Ich hatte es früher mit Argumenten und Geduld versucht. Viel zu Schreiben funktioniert aber nicht, auch wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, angemessen zu antworten, wenn irgendetwas Krudes in den Raum geschleudert wird. Es bringt nichts: Gegen Emotionen sind Sachargumente fast machtlos.
Wenn man gebetsmühlenartiger politischer Stimmungsmache und unzähligen Provokationen politisch Andersdenkender etwas entgegensetzt, kommen bestenfalls noch solche Statements:
„Falls Du @Sandro meinst: Kabbeln? Dass Dir manche Bündel von Texten auf den Geist gehen, kann ich nachempfinden. Gut, dass dieses „Versuchen Dich zu provozieren“ Dich nicht Ablenken lässt von dem, was SACHE ist.
Das Internet ist fast unendlich gross und Google fast unendlich gut. Auch wirtschaftliche Laien, die genügend Zeit haben, können so zu jedem Argument immer irgend etwas finden, was dagegenspricht – dies kopieren und/oder eine lange Story daraus machen. Leider nicht so selten – hängt NUR von deren Einstellung ab. “ (Zitat Robert Z. https://wahrewerteblog.de/2024/03/11/standpunkt-eine-immobilie-ziert-jedes-vermoegen/#comment-8285 )
So etwas finde ich überheblich und aus mehreren Gründen unter aller Sau, zumal es damals an der Sache völlig vorbeiging (Ungewollte Komik ist dabei, dass Robert das Wort „Sache“ sogar selbst in Großbuchstaben schrieb). „Versuchen Dich zu provozieren“? Wer provoziert denn wirklich? (Damals hatte ich nur des Friedens Willens nicht auf Robert geantwortet).
Was soll ich in einem Forum mit solchen Leuten?
Ich frage mich, ob es überhaupt noch Sinn macht, im Internet zu kommunizieren. Es wird auf die Mainstream-Medien geschimpft (Peter nannte es zurecht: Verniedlichung von „Lügenpresse“), dabei sind für viele Leute längst andere Internet-Medien die Mainstream-Medien. Dort bilden sich Echo-Blasen, in denen viele Leute glauben, ihre Meinung stünde über allem.
Und nein: Ich bin kein höriger Lemming der (ursprünglichen) Mainstream-Medien und kritisiere die manchmal auch selber.
Und immer wieder: „Die da oben“. Die da oben sind wahrscheinlich bald andere (leider) und sie werden m. E. alles andere als besser sein.
Und warum? Die Antwort ist einfach: Es sind die Emotionen. Die klassische „Hufeisen“-Theorie, nach der Linke und Rechte gleichermaßen emotionaler als die Mitte sind, stimmt m. E. nicht. Aus meiner Sicht, sind die Rechten deutlich emotionaler. Sie werfen anderen Ideologie und Emotionen vor, dabei sind sie m. E. selbst viel mehr davon erfasst. Abgesehen davon, ist „Ideologie“ mittlerweile einer der abgegriffensten und bedeutungslosesten Worte geworden.
Auch wenn ich häufig in die links-gründe Ecke gedrängt wurde, bin ich ursprünglich gar nicht links-grün verortet (habe mich jedenfalls nie so gefühlt). Aber ich fühle mich zunehmend dazu gemacht. All dies sind schlechte Voraussetzungen für mich, überhaupt noch viel im Internet zu schreiben.
„Außerdem habe ich im Forum leider viele negative Erfahrungen gemacht.
U. a. habe ich in der Vergangenheit die volle Breitseite populistischer Rhetorik abbekommen.
Dazu gehörten u. a.:
– Ad-hominem-Argumente (bspw. wurde igendein Quatsch über meine Freundin geschrieben, …“
Irgendein Quatsch über deine Freundin – das kann hoffentlich nicht in diesem Forum gewesen sein. Es sei denn, ich hätte es übersehen. Sowas lasse ich normalerweise nicht zu.
Es war leider in diesem Forum.
Dann entschuldige ich mich im Nachhinein für denjenigen, der es gepostet hat, und dafür, dass ich es übersehen habe.
Ich kann nicht jeden Kommentar von vorne bis hinten durchlesen. Deshalb noch einmal die Bitte, euch an unsere Benimmregeln zu halten. Sie dürften eigentlich selbstverständlich sein.
Und, lieber Sandro, so etwas gehört auf jeden Fall zur Ausnahme in unserem Forum und nicht zur Regel.
Danke Aries, beste Wünsche und Grüße…🙂🧘
Sandro, die Leser freuen sich sicherlich über Deine interessanten Aktienideen. Vielen Dank hierfür.
👍