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Langzeitanleihen

11. Juli 2025
Stefan Doriat
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von Stefan Doriat

Die Langzeitanleihen der EU sind ja auf einem sehr niedrigem Stand.
Was spricht denn aus Sicht der Einflussfaktoren für fallende oder steigende Kurse?
Macht der Zoll die Wirtschaft kaputt und damit die Langzeit-Anleihen-Kurse günstiger?
Oder ist dies womöglich der ideale Einstiegszeitpunkt?

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Kommentare

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  • Marco Dargel sagt:

    Ich habe US Staatsanleihen gekauft. Die Meinungen sind widersprüchlich. Für Raimund gilt, das wir vor einem Reset stehen, bei dem Schulden und Guthaben gewaltig neutralisiert werden. Wenn er recht hat, darf man gar keine Anleihen kaufen. Ich selber kenne diese Talk um den Untergang schon seit Jahrzehnten und glaube nicht daran. Ein anderer Punkt ist, es gibt nicht wirklich einen Grund auf europäische Anleihen statt auf US Anleihen zu setzen. Europa ist auch auch verschuldet, hat Steuern auf Rekord Niveau und eine eher schlechte Wirtschaft. Amerika sieht da deutlich besser aus. Bei Anleihen gilt, was man hat, das hat man. Kaufe Anleihen wie Du es brauchst. Sie laufen zu Deinen Lebzeiten aus. Nur darf Raimund nicht recht haben. Ich selber denke, dass die USA einfach die Zinsen für 20 Jahre auf Minus 1 Prozent senken könnten, wenn es eng wird. In Europa sieht das aber anders aus. Ich halte den Euro für gefährlicher als den USD.

  • Marco Dargel sagt:

    Zitat „Macht der Zoll die Wirtschaft kaputt und damit die Langzeit-Anleihen-Kurse günstiger?“

    Ich habe mal dazu ein wenig rumgelesen: Also Zölle sind eher schlecht, weil sie die Kaufkraft abschöpfen und somit den Handel schwächen. Allerdings gibt es da einen Punkt, der unter dem Tisch fällt. Wer hat eigentlich bis jetzt die höheren Zölle erhoben? Die USA oder Europa? Genau. Das wird nämlich verschwiegen. Man könnte den Konflikt auch anders darstellen. Die USA möchten, dass Europa die Zölle senkt, vielleicht auf US Niveau? Wir haben also keinen Zollstreit, weil Amerika höhere Zölle will, sondern weil Amerika sich nicht mehr von Europa verarschen lassen möchte. Vielleicht geht es nicht darum, dass Amerika höhere sondern niedrigere Zölle will. Also , was die EU betrifft. Wenn man darüber nachdenkt, wie man sich lustig darüber macht, dass die USA die Zölle erhöhen wollen, im schlimmsten Fall auf einen euopäischem Level…… Ja die Sache ist eventuell sehr ernst. Ich selber denke, dass Europa überbürokratisiert ist. Bei uns gewinnen die Bürokraten, nicht die , die das Geld verdienen. 50 % aller Rentner bekommen nach 30..40 Jahren nicht mal eine Rente, die Leuten hinterher geworfen wird, die nie gearbeitet haben. Mit Leistung hat das nichts zu tun. Oder dass 4/5 aller Beamte mit vollen Bezügen in den Vorruhestand gehen , wenn normale Rentner bitte länger arbeiten sollen. Das Bürokratiemonster ist in Europa und hat Hunger. Daher passen uns niedrigere Zölle gar nicht. Ich finde, man sollte es mal von der Seite sehen. Ich denke nämlich, dass die USA in Wirklichkeit niedrigere Zölle als Europa wollen.

    • Aries Eeberg sagt:

      Marco, an deinen Zoll-Argumenten ist einiges dran. In der Tat hatte Europa im Vergleich zu USA die höheren Zölle. Das ist aber nur in Teil der ganzen Wahrheit, weil die abgabenfreien Dienstleistungen in diesen Überlegungen nicht enthalten sind.
      .
      Im Ganzen ist das, was Trump jetzt will, aber maßlos überzogen und wirklich eine handelspolitische Kriegserklärung. … Mit der Ukraine ist es ähnlich. Es gibt Argumente, die die Haltung Russlands verständlich machen. Aber der Überfall auf die Ukraine und die dort verübten Kriegsverbrechen sind durch nichts zu rechtfertigen. …. Das gilt auch für die Zollforderungen Trumps. …
      ….
      Dennoch muss man sich damit auseinandersetzten. Dieses Mal könnten die Börsen wirklich in die Knie gehen.

  • Raimund Brichta sagt:

    hallo Stefan, für die Langfristige Anlage ist die Sache wohl klar: Renditen um die 5 % für Anleihen, um die 8-10 % für Aktien. Auch deshalb haben wir keine Anleihen im wahren Werte Depot.

  • Michael sagt:

    Ich finde es hervorragend dass DJT und sein Team Zölle auf US-Importe einführen. Er hat es im Wahlkampf versprochen, und die US-Wähler haben darüber abgestimmt. DJT hat klar die Gründe benannt, WARUM er Zölle einführen wird.

    Deshalb nochmals Glückwunsch an die USA!

    Die hiesige Medien“Berichterstattung“ geht dem Thema nicht auf dem Grund, sondern führt konsequentes Bashing durch. Aufgrund des sinkenden Bildungsniveau in Deutschland funktioniert dieses Brainwashing auch hervorragend HIERZULANDE. Die US-Amerikaner sind einfach schlauer als die hiesige Bevölkerung.

  • Marco Dargel sagt:

    Zitat“ hallo Stefan, für die Langfristige Anlage ist die Sache wohl klar: Renditen um die 5 % für Anleihen, um die 8-10 % für Aktien. Auch deshalb haben wir keine Anleihen im wahren Werte Depot.“

    Den Satz finde ich Gold wert und schlage jedem hiermit vor ihn ernst zu nehmen. 100 Jahre Börse beweisen eigentlich den Satz, vermutlich eher empirisch. Aber ich nehme ihn ernst. Da kommt natürlich die Frage auf, warum ich ihn ernst nehme.

    Naja, da sollte man sich mal folgendes überlegen. Nehmen wir 9 %. Wenn es in den letzten Jahren eine deutlich bessere Entwicklung gegeben hat als 9 % pro Jahr, müsste man rückschließen, das wir vor sehr viel schlechteren Jahren stehen. Also diese Aussage müsste doch bedeuten, dass man von Hochpunkt zu Hochpunkt und von Tiefpunkt zu Tiefpunkt 9 % pro Jahr macht? Oder? Wir kennen einen Hoch und eine Tiefpunkt:

    Nehmen wir folgende Werte S&P 500 Hochpunkt 9.7 2008 : 1244,69 // Tiefpunkt 23.02.2009 743,33

    Aktueller Stand: 6259,75

    Zeitdauer: 17 oder 16: Berechnungsfaktor: jeweils 1,09 hoch Jahre.
    Index Stand nach Theorie Raimund: Hochpunkt jetzt: 5386,56
    Index Stand nach Theorie Raimund: Tiefpunkt: jetzt: 2951,25
    Oha. Was bedeutet das? Beide Werte deutlich unter dem aktuellen Stand?

    Nun ja, es bedeutet, dass wenn sich 100 Jahre Börse durchsetzen, wir vor einer langen Trockenphase an der Börse stehen.

    Natürlich habe ich mich gefragt, warum Warren B. seine Positionen abbaut und in Anleihen investiert. Vielleicht denkt er genau so. Ich versuche ihn zu interpretieren.

    Also wenn Raimund recht hat, dann sollte man jetzt durchaus auch US Anleihen kaufen, außer es kommt zu seinem Endgame Szenario.

    Deswegen habe ich Anleihen gekauft. Wenn langfristig 9 Prozent bei Aktien stimmen, hatten wir seit über 10 Jahren eine Outperformance, die sich korrigieren wird. Und wir sollten Raimund ernst nehmen: 9 % pro Jahr bedeutet, dass schlechte Aktienzeiten auf uns zu kommen. Deswegen kaufe ich US Anleihen, weil 4 bis 5 Prozent vor Steuern eventuell in den nächsten 15 Jahren von Aktien kaum geschlagen werden. Zumindest nicht, wenn sich 9 % pro Jahr bestätigen. Und man sollte bedenken: In der Vergangenheit war immer der teuerste Satz: Dieses Mal ist es anders.

  • Marco Dargel sagt:

    Zitat“ hallo Stefan, für die Langfristige Anlage ist die Sache wohl klar: Renditen um die 5 % für Anleihen, um die 8-10 % für Aktien. Auch deshalb haben wir keine Anleihen im wahren Werte Depot.“

    Den Satz finde ich Gold wert und schlage jedem hiermit vor ihn ernst zu nehmen. 100 Jahre Börse beweisen eigentlich den Satz, vermutlich eher empirisch. Aber ich nehme ihn ernst. Da kommt natürlich die Frage auf, warum ich ihn ernst nehme.

    Naja, da sollte man sich mal folgendes überlegen. Nehmen wir 9 %. Wenn es in den letzten Jahren eine deutlich bessere Entwicklung gegeben hat als 9 % pro Jahr, müsste man rückschließen, das wir vor sehr viel schlechteren Jahren stehen. Also diese Aussage müsste doch bedeuten, dass man von Hochpunkt zu Hochpunkt und von Tiefpunkt zu Tiefpunkt 9 % pro Jahr macht? Oder? Wir kennen einen Hoch und eine Tiefpunkt:

    Nehmen wir folgende Werte S&P 500 Hochpunkt 9.7 2008 : 1244,69 // Tiefpunkt 23.02.2009 743,33

    Aktueller Stand: 6259,75

    Zeitdauer: 17 oder 16: Berechnungsfaktor: jeweils 1,09 hoch Jahre.
    Index Stand nach Theorie Raimund: Hochpunkt jetzt: 5386,56
    Index Stand nach Theorie Raimund: Tiefpunkt: jetzt: 2951,25
    Oha. Was bedeutet das? Beide Werte deutlich unter dem aktuellen Stand?

    Nun ja, es bedeutet, dass wenn sich 100 Jahre Börse durchsetzen, wir vor einer langen Trockenphase an der Börse stehen.

    Natürlich habe ich mich gefragt, warum Warren B. seine Positionen abbaut und in Anleihen investiert. Vielleicht denkt er genau so. Ich versuche ihn zu interpretieren.

    Also wenn Raimund recht hat, dann sollte man jetzt durchaus auch US Anleihen kaufen, außer es kommt zu seinem Endgame Szenario.

    Deswegen habe ich Anleihen gekauft. Wenn langfristig 9 Prozent bei Aktien stimmen, hatten wir seit über 10 Jahren eine Outperformance, die sich korrigieren wird. Und wir sollten Raimund ernst nehmen: 9 % pro Jahr bedeutet, dass schlechte Aktienzeiten auf uns zu kommen. Deswegen kaufe ich US Anleihen, weil 4 bis 5 Prozent vor Steuern eventuell in den nächsten 15 Jahren von Aktien kaum geschlagen werden. Zumindest nicht, wenn sich 9 % pro Jahr bestätigen. Und man sollte bedenken: In der Vergangenheit war immer der teuerste Satz: Dieses Mal ist es anders. Ich bin natürlich an Gegenrechnungen interessiert, also Rechnungen, die mich widerlegen.

  • Hans Nikolaus Fellner sagt:

    Wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat z.b.70+ kann man ruhig Anleihen im Depot haben

    • Raimund Brichta sagt:

      Ja, aber dann ergibt deine Frage für mich keinen Sinn. Denn wenn du nach den Kurschancen fragst, gehe ich davon aus, dass du spekulieren und Kursgewinne einfahren möchtest.

      Wenn du jetzt schreibst, im Alter kann man auch Anleihen im Depot haben, dann spielt das eher auf den Umstand an, dass man im Alter keine Kursrisiken mehr auf sich nehmen, sondern nur noch Zinsen kassieren möchte. In diesem Fall brauchen dich mögliche KursVeränderungen aber nicht zu interessieren.

    • Aries Eeberg sagt:

      Ich habe in meinem Alter einfach mehr dividendenstarke Aktien-ETFs ins Depot genommen. Da gibt es jedes Vierteljahr eine schöne Ausschüttung und man wird motiviert, sich etwas zu kaufen. Das letzte Hemd hat keine Taschen.
      .
      Ja, ich weiß, dass dividendenstarke Aktien-ETFs langfristig schlechter performen als der Gesamtmarkt. Gegenwärtig laufen sie aber besser, weil sie mehr Europa drin haben.
      .
      Für Anleihen kann ich mich auch im Alter nicht erwärmen. Ich traue den Staatsschulden einfach nicht. Außerdem ist die Anleihe-Materie komplizierter als die Investition in Aktien. Andreas Beck hat dazu manches Interessante geschrieben und gesagt.
      .
      Vor Aktien-Craschs habe ich keine Angst. Da habe ich schon genug von mitgemacht. Das ist der Vorteil des Alters.

    • Aries Eeberg sagt:

      Wenn man jenseits der 70 ist, sollte man eine Löffelliste machen und tun, was wirklich wichtig ist.
      .
      Ob du Anleihen hast, ist eigentlich vollkommen egal, (solange du auch Aktien und Gold hast.)

      • Raimund Brichta sagt:

        ich lerne gerne dazu: was ist eine Löffelliste?

        • Michael sagt:

          „Wenn man jenseits der 70 ist, sollte man eine Löffelliste machen und tun, was wirklich wichtig ist.“

          Löffelliste = Bucket List.
          Kommt vom „Löffel abgeben“

          Sollte man bereits in jungen Jahren machen…

          „Vor Aktien-Craschs habe ich keine Angst. Da habe ich schon genug von mitgemacht. Das ist der Vorteil des Alters.“

          Interessanter Gedanke, und eigentlich richtig. Denn wenn ein Aktiencrash euer Depot kurz vor dem Ableben rasiert, dann fällt für die Erben des Aktiendepots weniger Erbschaftssteuer an…

          Der deutsche Staat braucht eure Steuern… Und senkt sie nicht… Denn ihr zahlt so gerne…

  • Marco Dargel sagt:

    Zitat:
    „Marco, an deinen Zoll-Argumenten ist einiges dran. In der Tat hatte Europa im Vergleich zu USA die höheren Zölle. Das ist aber nur in Teil der ganzen Wahrheit, weil die abgabenfreien Dienstleistungen in diesen Überlegungen nicht enthalten sind.
    .
    Im Ganzen ist das, was Trump jetzt will, aber maßlos überzogen und wirklich eine handelspolitische Kriegserklärung. … Mit der Ukraine ist es ähnlich. Es gibt Argumente, die die Haltung Russlands verständlich machen. Aber der Überfall auf die Ukraine und die dort verübten Kriegsverbrechen sind durch nichts zu rechtfertigen. …. Das gilt auch für die Zollforderungen Trumps. …
    ….
    Dennoch muss man sich damit auseinandersetzten. Dieses Mal könnten die Börsen wirklich in die Knie gehen.“
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    Stand März 2025 ehe es richtig los ging:
    US Zölle auf EU Autos: 2,5 %
    EU Zölle auf US Autos : 10%
    EU Zölle auf Pickups und Nutzfahrzeuge: 25 %

    Sicher übertreibt Trump. Muss er allerdings auch. Das EU Bürokratiemonster ist nämlich nicht besonders motiviert, die Zölle zu senken. Also zeigt er der EU, dass die USA auch richtig Zölle erhöhen können. Es ist eine Warnung an die EU, die USA so stark zu benachteiligen. Ich denke, es ist die EU, die sich vom Gedanken verabschieden muss, höhere Zölle als die USA zu nehmen. Und dafür knallt er uns erst einmal richtig eine rein. Denn wenn er es nicht macht, würde unser kleines Bürokratiemonster davon ausgehen dass es nur um ein paar Prozentpunkte geht. Seine elementare Information ist, wenn wir keinen guten Deal hinbekommen, werden die USA die höheren Zölle haben.

    Schauen wir uns noch die Zolleinnahmen USA/EU 2024 an:
    Einnahmen USA : 7 Mrd.
    Einnahmen EU: 150 Mrd.
    Überschuss EU/USA Warenverkehr: 200 Mrd.

    Alleine diese Zahlen verdeutlichen, dass das Handelsdefizit zu einem sehr hohem Teil durch die Zölle kommt.

    Das Problem: Unser Brüssel Bürokratiemonster ernährt sich zum größten Teil von den Zöllen. Im US Haushalt sind Zölle fast bedeutungslos.

    Den Ukraine Krieg vergleiche ich nicht mit dem Zollstreit. Das Traurige am Ukraine Krieg ist, dass er eines Tages am Verhandlungstisch beendet wird. Von diesem Tisch will im Moment niemand etwas wissen. Man muss ja auch nicht selber hingehen und sterben. Solange die unterprivilegierten ukrainischen Mütter genug Kanonenfutter liefern, wird fleißig weiter gefeuert. Solange wird nicht verhandelt. Ist in jedem Krieg derselbe Mist. Darum waren die Grünen ja auch mal gegen Krieg.

  • Marco Dargel sagt:

    Mist, habe gerade ein Riße Video gesehen, indem er auch für die nächsten 10 Jahre laue Renditen am Aktien Markt erwartet. Da er für mich zur Müller Klasse gehört, bedeutet es, ich liege vermutlich richtig falsch. Ich ziehe hiermit meine letzte Aussage zurück und überlege, wo ich mich irre.