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𝗣𝗿𝗶𝘃𝗮𝘁𝗲 𝗖𝗿𝗲𝗱𝗶𝘁 𝘄𝗮𝗰𝗸𝗲𝗹𝘁: 𝗪𝗶𝗿𝗱 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 „𝗕𝗹𝗮𝘂𝗲𝗻 𝗘𝘂𝗹𝗲“ 𝗲𝗶𝗻 𝗞𝗿𝗶𝘀𝗲𝗻-𝗜𝗻𝗱𝗶𝗸𝗮𝘁𝗼𝗿?

22. Februar 2026
Raimund Brichta
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von Raimund Brichta

Während alle über Trumps neue Zollpläne diskutieren (10 % oder 15 %), baut sich im Schatten ein Risiko für die Finanzmärkte auf, das viele noch gar nicht auf dem Radar haben: der Private-Credit-Markt – und mittendrin der alternative Vermögensverwalter Blue Owl.

Er ist tief im ehemals boomenden Markt für private Kredite engagiert. Doch aus der „Blauen Eule“ ist zuletzt eher eine Eule mit der Beule geworden – und davon gab es gleich mehrere. Der Aktienkurs spricht eine klare Sprache: Seit dem Hoch Anfang 2025 hat er sich mehr als halbiert – und allein in der vergangenen Woche erneut kräftig auf den Deckel bekommen.

Der Grund: Immer mehr Investoren wollen ihr Geld aus Blue-Owl-Fonds abziehen. Das Problem nur: Die Fonds stecken voller illiquider Kreditforderungen – also Vermögenswerte, die sich nicht einfach zu Geld machen lassen. Rückgaben werden damit zur Belastungsprobe.

In einem fragwürdigen Deal hat Blue Owl nun genau solche schwer verkäuflichen Kredite an eine Investorengruppe abgestoßen. Mit einem „Geschmäckle“: Unter den Käufern befindet sich auch eine Firma aus der eigenen Blue-Owl-Gruppe. Zieht sich die Eule hier am eigenen Schopf aus dem Sumpf?

Auch die Bewertung wirft Fragen auf. Blue Owl betont, das Kreditportfolio sei zu 99,7 % des Nennwerts verkauft worden – also mit minimalem Abschlag. Doch viele dieser Kredite stammen noch aus Zeiten höherer Zinsen. Wäre mit ihnen alles in Ordnung, hätten sie eigentlich über pari verkauft werden müssen. Offenbar ist das nicht der Fall.

Blue Owl steht damit exemplarisch für eine ganze Branche, die zunehmend unter Druck gerät. Auch Schwergewichte wie Apollo Global oder KKR wirken an der Börse zuletzt arg zerzaust. Manche Marktbeobachter fühlen sich bereits an das Jahr 2007 erinnert – an jene frühen Risse im Finanzsystem, die der großen Krise vorausgingen.

Mein Tipp: Für die US-Notenbank könnte hier noch einiges an Arbeit anstehen. Statt ihre Bilanz weiter zu schrumpfen – wie es der designierte Fed-Chef Kevin Warsh angeblich plant – könnte sie schon bald gezwungen sein, erneut Liquidität ins System zu pumpen, etwa über Anleihekäufe.

Behaltet deshalb den Aktienkurs von Blue Owl im Auge – ich tue es jedenfalls. Er könnte sich als Frühindikator erweisen.

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Kommentare

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  • Stefan Doriat sagt:

    Hallo Raimund,
    Die Leitzinsen der EZB und der FED fallen gerade. Die Inflation in Europa und USA soll dieses Jahr anziehen. Kann man davon ausgehen, dass Langzeitanleihen eher steigen oder fallen werden. Hinzu kommt jetzt noch der Zoll und ein Konflikt im Iran.

    • Raimund Brichta sagt:

      Die langfristigen Zinsen können sich anders entwickeln als die Leitzinsen. Es gibt da – wenn überhaupt – nur einen lockeren Zusammenhang. In Deutschland ist die zehnjährige Rendite zuletzt mehrmals an ihrem Hochpunkt vom vergangenen Frühjahr gescheitert – bei etwa 2,90 %. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen in Richtung stabilere Zinsen. Auf jeden Fall solltest du diese Marke im Auge behalten. Wird sie geknackt, sind weiter steigende Zinsen zu erwarten. Wenn nicht, sollte das Zinsgespenst erst einmal vertrieben sein.

  • Peter Czeck sagt:

    „erneut Liquidität ins System zu pumpen“…tja und die offene Frage müssen auch noch Zölle über 175 Milliarden zurückgezahlt werden …. Für manche hier sind ja die USA das gelobte Land. Schaun mer mal wie sich der Dollarkurs entwickelt. Glaube letztes Jahr war ja nicht so dolle. Trump soll ja gesagt haben, wenn wir die Zölle zurückzahlen müssen sind wir im …..

    • Raimund Brichta sagt:

      Da er jetzt ja neue Zölle erhebt, könnte er die schon gezahlten damit verrechnen, so dass er nichts oder nicht viel zurückzahlen muss 😉

    • Bernd S. sagt:

      Warten wir es erstmal ab, ob und inwieweit es zu Rückzahlungen überhaupt kommt. Freiwillig wird das Trump nicht tun. Bleibt also der langwierige Klageweg. Kann dauern und wird als Problem dann vielleicht dem nächsten Präsidenten übertragen.

      • Peter Czeck sagt:

        Hhm. die Rückforderungsansprüche dürfen wohl wie bei uns verzinst werden. Je nach evtl. Prozessdauer können die Zinsen u. evtl. Zinsezinsen u.U. dann höher ausfallen als die eigentliche Schuld. God save America. Ob die Amerikaner mit ihrer Trump Wahl zufrieden sind? Kann sich Trump halten? Ein Desaster……

  • Michael sagt:

    „Behaltet deshalb den Aktienkurs von Blue Owl im Auge – ich tue es jedenfalls. Er könnte sich als Frühindikator erweisen.“

    Vielen Dank!

    Diese Woche mEn langweilig:

    https://www.goldseiten.de/artikel/690210–Defla-L—Im-zweifel-Gold-kaufen.html

  • Bernd S. sagt:

    Was meinst Du Raimund. Beobachtet das die FED genauso bzw. sieht sie das Risiko ebenso? Wird sie damit eher agieren oder reagieren. Ich vermute Letzteres, weil ich den Eindruck habe, die FED hat ein Interesse an einer Marktbereinigung

  • Marco Dargel sagt:

    Ich glaube an Japan. Am Ende bekommen wir alle Japan: Fast 0 Prozent Zinsen für 40 Jahre. Bei Null Prozent kann man sich unendlich verschulden. Das Risiko an den Finanzmärkten hat eine Zukunft: 0 Prozent Zinsen oder einen Hauch mehr. Wir müssen nur den Weg dahin finden. Und das kann die nächste Krise machen. Und es ist ein Irrtum zu glauben, dass der USD langfristig mehr Probleme haben wird als der Euro.

    Zitat:“ Für manche hier sind ja die USA das gelobte Land. Schaun mer mal wie sich der Dollarkurs entwickelt. Glaube letztes Jahr war ja nicht so dolle. Trump soll ja gesagt haben, wenn wir die Zölle zurückzahlen müssen sind wir im …..“

    Die Füße des Euros sind vielleicht viel wackeliger. Es wird zur Zeit nur ignoriert. Die Füße von Frankreich sind schwächer als die Füße der USA: Es ist nur nicht in unserem Kopf. Ich denke, langfristig ist es eher ein Fehler auf den Euro zu setzen.

    • Sandro sagt:

      Am Ende wird alles den Bach runtergehen, egal ob USD, Euro oder Yen…

      Und irgendwann geht es dann auch wieder aufwärts…

    • Peter Czeck sagt:

      „Japan“ Warum nicht….? Allerdings hat die BRD allen Unkenrufen zum Trotz ganz aktuell wieder ihren Status als drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt erreicht u. der Info ist besser als erwartet ausgefallen (ntv) .Wer will kann das gerne auch weiterhin ignorieren, aber ist das sinnvoll? M.E. wird das Merzsche Milliarden ausgabenprogramm auch noch 2026/27 wirtschaftsfördernd wirken. Man kann da einiges kritisieren, aber die positiven Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum sind quasi unabwendbar.

      • Aries Eeberg sagt:

        Tatsächlich, sollte man gar nicht meinen, dass „wir“ die Bronzemedaille haben.
        .
        Irgendwann würde ich die dann gerne an die Inder abgeben. Die haben sie auch mal verdient nach den vielen Kolonialjahren.

        • Raimund Brichta sagt:

          „ Tatsächlich, sollte man gar nicht meinen, dass „wir“ die Bronzemedaille haben.“

          Und wir haben sie nur wegen der Wechselkurse (schwacher Yen, starker Euro). Also nur wegen solcher Umrechnungen.

          • Aries Eeberg sagt:

            Allerdings sagt die Stärke der Währung auch etwas über die dahinter stehende Volkswirtschaft aus. ….
            .
            Eigentlich sollte man sowieso die EU und nicht Deutschland allein in solche Vergleiche einbeziehen.

            • Raimund Brichta sagt:

              „ Allerdings sagt die Stärke der Währung auch etwas über die dahinter stehende Volkswirtschaft aus. ….“

              ich kann in der japanischen Wirtschaft keine Schwäche erkennen. Im Gegenteil: sie ist zuletzt auch real gewachsen, was man von Deutschland nicht behaupten kann. In diesem Fall scheint die Jenschwäche weniger mit der japanischen Wirtschaftskraft zu tun zu haben.

        • Peter Czeck sagt:

          Genau Bronzemedaille bleibt Bronzemedaille. Platz am Treppchen. Selbst wenn wir im Wettbewerb der vd. Wirtschaftsnationen nur Vierter geworden wären….ja ist das doch weltweit betrachtet immer noch eine Spitzenleistung um die uns andere beneiden. Das verdanken wir unserem qualifizierten beruflichen Ausbildungssystem, Spitzenplätzen bei den Patentanmeldungen. Wg. unserer qualifizierten Fachkräfte investieren ausländische Firmen gerne bei uns. Selbstverständlich haben wir auch Firmen, die durch die Coronakrise durchgefüttert wurden. Da findet ein notwendiger Bereinigungsprozess statt. Klar da gibt es Unzufriedenheiten und schlussendlich hält Deutschland die absolute Spitzenposition im Wettbewerb „Meckern auf hohem Niveau“. Also liebe Floristen denkt an die Fakten….nicht an die alternativen Fakten und immer dran denken: Wirtschaft ist zu einem hohen Prozentsatz auch Psychologie. Wir sind Weltmeister im Schlechtreden. Für Anleger ist die Frage Japan oder BRD leicht zu lösen…Beides
          .

          • G.braig sagt:

            „Meckern auf hohem Niveau“
            Arbeitsplatzabbau seit Jahren. Folglich nimmt der Staat deutlich weniger ein. Die Kommunen bekommen weniger Einnahmen Gewerbesteuer muss zurückbezahlt werden ( siehe zum Bsp Karlsruhe- EnBW). In allen Sozialversicherungen fehlt Geld – Kürzungen werden die Folge sein das wiederum wird Angstsparen fördern was die Wirtschaft wieder trifft. Die Abwärtsspirale ist in Gang Ende nicht in Sicht.

            • Peter Czeck sagt:

              Glaubst du das Merzsche Milliarden – Investitionsprogramm bleibt ohne Wirkung? Phasen wie die von dir beschriebenen hatten wir früher in der BRD alle vier Jahre …. Konjunkturzyklen genannt….teils mit Arbeislose nraten um 5%. Schon damals gab es deshalb immer wieder Konjunkturprogramme… läuft so weiter immer weiter bis Raimunds reset kommt.

            • Michael sagt:

              Die Abwärtsspirale ist seit langem im Gange. Sie wird auch nicht mehr umgekehrt werden.

              https://www.n-tv.de/wirtschaft/Defizit-steigt-kraeftig-Deutscher-Staat-2025-tiefer-im-Minus-id30402016.html

              Auch in diesem Artikel werden „Renten und Pensionen“ als Schuldige für die hohen Ausgaben explizit genannt.

              Dieser Mechanismus gehört zum Spiel, um die Bevölkerung auf Kürzungen der ERARBEITETEN Rentenansprüche vorzubereiten.

              Ich habe das schon vor Jahren hier angekündigt, welches Spiel Politik und Medien spielen werden. Es ist eigentlich leicht durchschaubar.

              Die exorbitant hohen Kosten für Bürgergeld etc werden im Artikel ausgespart.

              Auch die „Klimaneutralität“ wird im Artikel genannt – Staatsziel Deutschlands…

              Als Ergebnis wird die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft stehen – ein Konstrukt, welches Deutschland über 100 Jahre allen anderen Ländern erfolgreich vorgelebt hat.

              Die Besitzer der Konzerne profitieren davon, dass sie dank Outsourcing von den lästigen deutschen Sozialabgaben befreit werden…

          • Peter Czeck sagt:

            PS: „Info deutlich über Erwartungen“ n-tv aktuell

            • Michael sagt:

              „PS: „Info deutlich über Erwartungen“ n-tv aktuell“

              Die Realität spielt sich nicht auf n-tv.de ab.

              • Peter Czeck sagt:

                „Die Realität spielt sich nicht bei n-tv. de ab“
                ……Ob Raimund das auch so sieht? Immerhin werden die bei n-tv Beschäftigten nicht vom dt. Steuerzahler freigehalten. Überkreuzbeschäftigungs- verhältnisse zu Lasten des dt. Steuerzahlers wie sie aktuell bekannt werden sind mit v. NTV jedenfalls nicht bekannt.

              • Sandro sagt:

                Ifo ist Ifo. Ob nun bei n-tv oder woanders: Immer noch derselbe Ifo-Index, über den (ganz real) berichtet wird.

            • Constanze sagt:

              Weiß einer von Euch etwas über Intuit? Die steigen grad um über 8%. Danke für eine kurze Nachricht.

  • Raimund Brichta sagt:

    Hier ein Bericht, der m.E. sehr gut beleuchtet, welches Narrativ hinter dem kleinen Abverkauf von gestern Nachmittag stand. Die Zölle spielten dabei keine Rolle. Die Blaue Eule indirekt dagegen schon …

    https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/die-prophezeiung-von-citrini-research-erschuettert-die-wall-street-ce7e5cdad98ff125

  • Manfred Wortmann sagt:

    Ich erinnere, dass Raimund vor einigen Monaten kommentierte, der Bitcoinverlauf wäre bis September 26 etwas holprig, um sich dann zu erholen.
    Heute las ich in der Zeitung WELT einen Artikel, der meine Zweifel am Fortbestehen des Bitcoin grundsätzlich steigen lassen. Es wird auch von einem langfristigen Bedeutungsverlust gesprochen.
    Mich interessiert die Meinung der Community, besonders aber, ob Raimund langfristig positiv für den Bitcoin gestimmt ist.

    • Raimund Brichta sagt:

      Genau, in der neuen Podcast, Folge, die vermutlich am Freitag erscheint, gehe ich darauf noch mal ein. Es gehört quasi zum System dazu, dass in solchen Phasen (KryptoWintern) der Bitcoin, als solches infrage gestellt wird. Das war 2022 nicht anders. Bis dann in der nächsten Aufschwungphase alle wieder den Preisen hinterherlaufen.

      Auch wenn es abgedroschen klingt, zumal es in Sachen Inflatio mit dieser Formulierung viele falsch vorhergesagt haben: Der Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben.

      Aber mal interessehalber: welche Argumente werden denn in der Welt für den Bitcoin-Untergang angeführt?

      • Aries Eeberg sagt:

        Ich habe in diesen Tagen auf jeden Fall etwas BTC und ETH nachgekauft. Solche Artikel weisen doch darauf hin, dass der Boden schon fast gefunden ist. … Nach oben kann es vielleicht sehr schnell gehen.
        .
        Besonders BTC gehört als Anlageklasse zu 5% in mein Standard-Portfolio. Und da war drunter gefallen.

      • Manfred Wortmann sagt:

        Demnach wird dem Bitcoin eine existentielle Identitätskrise unterstellt. Er müsste in Krisen als digitales Gold steigen, bewege sich aber wie ein
        Tech-Wert, hochsensibel gegenüber Liquidität, Momentum und Risikobereitschaft.
        Er profitiere aber nicht – wie Tech-Titel – von den Gegenbewegungen.
        Des Weiteren nehme die Konkurrenz von Stable-Coins und anderen Kryptowährungen zu.
        Es wird gar von einer
        “ Todesspirale“ gesprochen, die Firmen wie Strategy zwingen könnte, zwangsweise Bestände zu liquidieren, um fällige Wandelanleihen zu bedienen .
        Zugleich wird ein Bullenszenario auf 30 % geschätzt. Lichtblick sei die allgorithmisch verankerte Knappheit von Begrenzung auf 21 Mio.
        Einheiten.

        • Raimund Brichta sagt:

          Danke für die Zusammenfassung!

          1. Er müsste in Krisen als digitales Gold steigen.
          Wieso? Der Bitcoin ist bis Oktober gestiegen und dann gefallen. Gold und Silber sind damals übrigens mit ihm gefallen, haben sich aber zum Jahresanfang noch mal auf neue Hochs auf geschwungen, um erst dann wieder stark abzufallen. Im Übrigen ist der Goldpreis genauso wie der Bitcoin im Jahr 2022 gefallen und nicht gestiegen. Obwohl es damals – wie heute – mannigfaltige Krisen gab. Und: Bei den jüngsten Verkaufswellen im KI-Bereich, gerieten auch Edelmetalle unter Druck.

          Wer einen solchen Zusammenhang herleitet, mag also intelligent klingen, verkennt aber, dass sowohl Bitcoin als auch Edelmetalle ein hohes spekulatives Element beherbergen.

          2. Er profitiere aber nicht – wie Tech-Titel – von den Gegenbewegungen.
          Na also! Dann ist der Gleichlauf zwischen Bitcoin und Tech doch nicht so strikt, wie behauptet. Das liegt daran, dass der Bitcoin doch ein gewisses Eigenleben führt.

          Darüber hinaus ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass alle genannten Vermögenswerte zu einem Großteil von der Liquidität abhängen. Denn was ist Liquidität? Nichts anderes als Geld, Geld, Geld. Darum geht es doch: Geld vermehrt sich exponentiell, Bitcoin und Gold dagegen nicht. Wer also (irrtümlich) erwartet, Geld und Liquidität würden dauerhaft knapp, der sollte sich vom Bitcoin fernhalten.

          3. Des Weiteren nehme die Konkurrenz von Stable-Coins und anderen Kryptowährungen zu.
          Wie bitte? Da scheint jemand das Krypto-System nicht zu verstehen. Stable Coins und andere Kryptowährungen haben eine völlig andere Funktion als der Bitcoin. Der Bitcoin ist ausschließlich ein Wertaufbewahrungsmittel. Stable Coins sind dagegen eher Zahlungsmittel, die allenfalls in Ländern mit hoher Inflation und schwachen Währungen eine Art Wertaufbewahrung ermöglichen. Für uns sind sie für die langfristige Wert-Aufbewahrung definitiv nicht geeignet, allenfalls als Zahlungsmittel.

          Ähnliches gilt für Kryptowährungen, auf denen die Stable Coins aufbauen, also zum Beispiel für Ether, Solana und Co. Hier handelt es sich primär um digitales Öl, mit dem eine Vielzahl an wirtschaftlichen Anwendungen ermöglicht wird. Aber genauso wie Öl sind diese Kryptowährungen primär kein Wertaufbewahrungsmittel. Schau dir den Ölpreis über die vergangenen Jahrzehnte an. Er schwankte zwischen 150 $ und 0$.

          4. Strategy und Co. sind tatsächlich die besten Anlässe/Begleitmusik für die gegenwärtig laufende Abwärtsphase, die nach meiner Einschätzung noch bis zum Herbst dauern könnte. Eine mögliche Pleite von Strategy mit einem damit einhergehenden Ausverkauf beim Bitcoin wäre dann wahrscheinlich der Tiefpunkt dieses Kryptowinters. Ich freue mich darauf! Stay tuned!

          • Manfred Wortmann sagt:

            Lieber Raimund,
            danke für Deine prompte Reaktion, die mich überzeugt.
            Ich werde mich während des „Bitcoinwinters“ etwas wärmer anziehen und ansonsten den Sparplan weiter bedienen.

          • Christian Wolf sagt:

            „… die nach meiner Einschätzung noch bis zum Herbst dauern könnte.“.
            Das würde genau meinem Plan entsprechen. Der vierjährige Zyklus hat bisher immer sein Tief grob 12 bis 18 Monate vor dem nächsten Halfing (März/April 2028) erreicht. Ich wäre nicht überrascht, wenn der Bitcoin bis dahin 75% vom Hoch verlieren würde. Bei ungefähr 30.000$ kann ich mir dann einen gestaffelten Einstieg vorstellen. Wenn es nicht so kommt, dann werde ich was anderes finden.
            Das Bild ist nicht ganz neu, zeigt aber ganz gut den Zyklus rund um das Halfing (die senkrechten Balken).

  • Michael sagt:

    Zustimmungswerte der Staatschefs im eigenen Land:

    1) Modi 70%
    3) Milei 60%

    Trump 43%
    Merz 31%
    Starmer 23%
    Macron 15% (WEF Young Leader – „fünfzehn“)

    Quelle: https://www.statista.com/statistics/1456852/world-leader-approval-ratings/

    Was soll uns der folgende wohlwollende Artikel über den WEF Young Leader Macron sagen?
    https://www.n-tv.de/der_tag/For-sure-die-Welt-tanzt-zur-Macron-Rede-id30300220.html

    Warum fährt ein WEF Young Leader als Regierungschef das Land gegen die Wand?

    Wie ist die Leistung der anderen WEF Young Leader, bspw Frau Merkel, Frau Baerbock oder diverse Kabinettsmitglieder unter Trudeau?

    Warum befürworten so viele WEF Young Leader Massen-Immigration und „Transformation“?

    Mal sehen, wen sie in Frankreich als nächstes aus dem Hut zaubern.

  • Marco Dargel sagt:

    Zitat“ Darum geht es doch: Geld vermehrt sich exponentiell, Bitcoin und Gold dagegen nicht“

    Naja, aber Bitcoin muss stark exponetiell mehr an Wert gewinnen und zwar in der Währung, die Du verdammst, sonst gehen alle Bitcoin Miner pleite. Und was aus Bitcoin wird, wenn die Miner alle pleite sind, wissen wir noch nicht. Daher finde ich es auch interessant, in welchen Schieflagen die Miner sind. Bitcoin selber vermehrt sich nicht, aber die Kosten seiner Existenz schon und bezahlt wird in der Währung, die Du, naja verdammst. Bitcoin ist nicht unabhängig von Fiatwährungen und kann ohne diese gar nicht existieren. Daher ist es eine Illusion, dass Bitcoin weiter existiert, wenn die Fiatwährungen baden gehen.

    • Raimund Brichta sagt:

      Zum einen verdamme ich unsere Fiat-Währungen nicht. Ich sehe nur rein analytisch ihre Stärken und ihre Schwächen. Das ist alles.
      Und zum anderen: Gesetz den Fall, Bitcoin-Miner würden tatsächlich pleite gehen, was ich nicht erwarte, aber wäre dann nicht die Folge, dass das Bitcoin-Angebot noch weiter verknappt würde?
      Und ja, ohne die Fiat-Währungen ginge dem Bitcoin ein Großteil seiner Attraktivität verloren. Darauf habe ich schon öfters hingewiesen. Aber wem nützt diese rein hypothetische Annahme? Wir haben die Fiat-Währungen und wir müssen mit ihnen leben. Das ist doch der Punkt.

      Wenn du das zwölfseitige Whitepaper von Satoshi Nakamoto zum Bitcoin liest, erkennst du, das genau die Schwäche der Fiat-Währungen der Hauptgrund war, den Bitcoin zu kreieren. Nakamoto lag fehl in der Annahme, dass sich der Bitcoin als Zahlungssystem etablieren werde. Er lag aber nicht fehl damit, dass der Bitcoin ein alternatives Wert-Aufbewahrungs-Medium wird. Auch wenn das nicht im Fokus seiner Überlegungen lag.

      • Marco Dargel sagt:

        Naja, aber mit Deiner Logik könnte man auch Telefonkarten wieder einführen, die limitiert sind. Natürlich mit der Absicht, Werte zu erhalten. Niemand telefoniert noch mit Telefonkarten. Was mich echt umhaut, ist die Sicht, dass etwas, nur weil es nicht beliebig vermehrt werden kann, astronomische Wertsteigerungen hinlegt. Dabei ist Bitcoin eigentlich nur eine Variable. Wenn Bitcoin eine absolute Wahrheit ist, müsste man es mit Playmobil Figuren oder Telefonkarten wiederholen können: Keine echten Nutzen, aber limitiert und nur zu einem Zweck produziert: Ein Wertspeicher sein zu sollen.

        • Raimund Brichta sagt:

          Telefonkarten könnten theoretisch in unendliche Auflage produziert werden. Das passiert aber nicht, weil es kein Interesse an ihnen gibt. Fiat-Geld kann ebenfalls in unendlicher Auflage produziert werden. Und das passiert, weil es ein Interesse daran gibt, welches systembedingt ist. Bitcoin kann – genauso wie Gold – nicht in unendlicher Auflage produziert werden. Weil es aber ein großes Interesse an diesen beiden Vermögenswerten gibt, nehmen Produzenten hohe Kosten auf sich, um Gold und Bitcoin herzustellen. Das ist der Punkt.

          Wenn du also erwartest, dass das Interesse an Gold und Bitcoin vor dem Reset verschwinden wird, dann sind diese beiden Vermögenswerte nichts für dich. Ich bin mir sicher, dass du im Laufe dieses Jahres an dieser Stelle noch häufiger den Abgesang auf den Bitcoin singen wirst, wenn dieser – wie ich erwarte – bis zum Herbst weiter auf Talfahrt sein wird. Wir freuen uns schon darauf! Genauso wie auf deine wiederkehrenden Telefonkartenvergleiche. Vermutlich wirst du demnächst auch wieder auf die Tulpenzwiebeln hinweisen. Bald fangen unsere Tulpen vor dem Haus an zu blühen. Auch darauf freue ich mich!

          • Aries Eeberg sagt:

            Marco, gib nicht auf!
            .
            Ich besitze zwar auch Gold und etwas BTC. Aber einer sollte immer wieder mal darauf hinweisen, dass sie keine Werte schaffen und keine Zinsen abwerfen. Und man kann sie auch nicht essen – Tulpenzwiebeln allerdings schon. …. Spricht doch eher für die Tulpe.
            .
            Anders gesprochen: So lange man genug Aktien hat, darf es auch etwas Gold und BTC sein, oder?

            • Werner sagt:

              Also die häufige Gleichsetzung von Bitcoin und Gold scheint mir nicht plausibel. Ja gut, beide sind selten. Wenn ich mir die letzten 5.000 Jahre Menscheitsgeschichte anschaue, sehe ich, dass Gold seit dieser Zeit für Schmuck und Kunstobjekte verarbeitet wird, auch die Zahnärzte verwenden es schon eine schöne Weile und die Industrie benötigt ebenfalls etwas vom edlen Metall.
              In einem bin ich sicher, wenn in 1.000 Jahren unsere Ethnie noch auf diesem schönen Planeten existiert, wird sie immer noch mit goldenen Halsketten und Ringen durch die Gegend laufen. Vom Bitcoin wissen dann bestenfalls noch einige Historiker!

              • Raimund Brichta sagt:

                Also 1000 Jahre habe ich natürlich nicht im Blick mit dem Bitcoin. Mein Blick reicht bis zu einem kommenden Reset. Dann schauen wir weiter. Die Schmack-Funktion des Goldes spielt in diesem Zusammenhang für mich auch keine Rolle. Mir geht es nur um die Funktion des Goldes als Wert-Aufbewahrungsmittel – unabhängig von der Form (Barren, Münzen, Schmuck etc.). Wenn du persönlich für deine nächsten 1000 Jahre vorsorgen möchtest, würde auch ich dir nur Gold empfehlen 😉